Abendglühen, spektakulärer Himmel im letzten Abendsonnenstrahl über Halle

315/365 Abendglühen über Halle

11.11.2015

Der Himmel glüht im Abendsonnenstrahl …

(angelehnt an einen Liedtext, Anonym)

Feuerwerk im Garten Eden? Oder feiern die Engel schon Karneval? Was für ein atemberaubender Himmel? Leider ist die Fernsicht in der Stadt stark eingeschränkt. Hier an dieser Kreuzung konnte ich noch relativ viel vom Himmelsspektakel sehen und einfangen. Von Minute zu Minute änderte sich das Schauspiel und nur zehn Minuten später sah das Firmament ganz nett aber nicht mehr spektakulär aus.

Teich mit Sprigbrunnen und Arkaden in den historischen Kuranlagen Bad Lauchstädt

270/365 Hoffmannstropfen für eine ruhige Hand beim Probeschuss

27.09.2015
Um 1700 in wurde in Lauchstädt eine Quelle entdeckt. Der bereits zu seiner Zeit weithin berühmte »Geheime Rath Friedrich Hoffmann, Dr. und Prof. der Arzneygelahrheit in Halle« (und Erfinder der noch heute bekannten Hoffmannstropfen) erkannte nach eingehender Analyse des Wassers die Heilwirkung und ließ »vernehmen, dass es ein gesund Wasser sey, welches in vielen sonderlich langwierigen Kranckheiten als Fiebern, Geschwulst, Bleichsucht bey den Frauenzimmer etc., insonderheit aber äusserlich als ein Bad, zu Stärckung der schwachen Glieder, mit nicht geringem Nutzen würde können gebrauchet werden.« Und er sollte Recht behalten. Schon kurz nach der Entdeckung entstand in Lauchstädt bei Halle ein Modebad, das der Adel und das aufstrebende Bürgertum aus den umliegenden Städten besuchte. Selbst der kurfürstlich sächsische Hof in Dresden nutzte das Bad als Sommerresidenz.
Wahrscheinlich waren die Anlagen und das Umfeld dem sächsischen Hof doch zu trivial und öde, so dass zwar eine Neugestaltung der Anlagen erfolgte, der Kurbetrieb aber immer mehr einzuschlafen drohte. Mit dem Bau des »Goethe-Theaters« 1802 (von Goethe selbst konzipiert) erhielt Bad Lauchstädt einen erneuten Aufschwung. Noch heute wird die damals eingebaute Bühnentechnik im Original genutzt. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) fiel Bad Lauchstädt an Preußen. Das war´s dann. Kurpark und Theater verloren ihre einstige Bedeutung, 1941 wurde der Kurbetrieb eingestellt und am 15. November 2010 wurde im Traditionsbetrieb Lauchstädter Heil- und Mineralbrunnen GmbH die letzte Flasche des Heilwassers abgefüllt. Inzwischen gibt es neue Pläne für ein Therapiezentrum und auch für die weitere Nutzung der Heilquelle. Mal sehen, was daraus wird.
Ich bin heute bei bestem Altweibersommerwetter (was für ein Wort) mit meiner Holden im Kurpark, um das Wetter, den tollen Himmel und anschließend eine Aufführung des Freischütz im Goethe-Theater zu genießen. Ich sag nur soviel: Die Aufführung war grandios.

leuchtende Segel zahlloser Segelboote unterschiedlicher Klassen bei der Herbstregatta auf dem Rudower See

269/365 Herbstregatta bei Flaute

26.09.2015
An diesem Wochenende hat der ortsansässige Segelverein zur Herbstregatta eingeladen, gleichzeitig Absegeln für diese Saison. Und dann das, das böse Wort mit »F«. Nein, ich werde nicht obszön. Aber für Segler, Windsurfer, Kiter ist das böse F-Wort Flaute. Es reichte immerhin für eine Wettfahrt und dafür, dass sich bei den größeren Bootsklassen wie Ixylon und Pirat auf Vorwind sogar der Spinnaker entfalten konnte. Sonne, blauer Himmel, leuchtende Segel und malerische Wolken machten die Veranstaltung zumindest zu einem optischen Genuss.

Der Petersberg bei Halle im sommerlichen Nieselregen

193/365 Petersberg im Nieselregen

12.07.2015
Was muss ich gerade lesen? Der Petersberg ist mit 250,4 m über NN zwar die höchste Erhebung im Saalekreis rund um Halle, nicht aber, wie in der Schukle gelernt und immer wieder gehört, die höchste Erhebung auf seinem Breitengrad zwischen Atlantikküste und dem Ural. Wikipedia meint mindestens 3 weitere Höhen zu kennen, die einige Meter weiter in den Himmel ragen. Sei´s drum. Für unsere Gegend ist er markant und aus allen Richtungen weithin sichtbar. Auf dem Berg befindet sich das Kloster Petersberg mit der Stiftskirche St. Petrus, ein ehemaliges Augustinerchorherrenstift. Seit 1999 lebt hier eine evangelische Klosterkommunität der Christusbruderschaft Selbitz.
Auf dem Petersberg bietet zudem einer von noch 15 erhaltenen Bismarcktürmen in Sachsen-Anhalt einen sehr schönen und weiten Ausblick ins Land.
Der große Turm links, ein 119 m hoher Fernmeldeturm, steht vom Betrachter aus hinter dem Petersberg. Mehrere Rundfunkprogramme für den Großraum Halle werden von hier ausgestrahlt.

bedrohlich aussehende Wolkenformationen über der Neumarktkirche in Merseburg - gleich wird es heftig zu gießen anfangen.

164/365 Endlich Regen

13.06.2015
Der Mai war einer der trockensten Monate in unserer Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ausgerechnet zum Schlossfest in Merseburg musste Petrus einen feuchten Gruß senden. Und der hatte es in sich, es schüttete für etwa eine halbe Stunde wie aus Eimern. Das fahrende Volk der Händler und Schausteller sowie die Besucher des abendlichen Konzerts ließen sich davon nicht beirren. Ich auch nicht, hatte ich doch einen trockenen Unterstand an der Domprobstei mit herrlicher Aussicht.

Schwarz-weiß-Foto von weiter Wiesenlandschaft hinter den Elbdeichen in der Westprignitz mit einem Himmel voller kleiner Wolken

95/365 Wolken wie Watte

05.04.2015
»Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…«, so ist es, und wir genießen die Sonne, die kein Weißes duldet. Und der Himmel am westlichsten Zipfel Brandenburgs, in der Westprignitz bei Lenzen ist am Ostersonntag herrlich blau und voller kleiner schöner Wolken, die die Sonne nicht behindern und die Landschaft noch interessanter gestalten. Der schöne Himmel über Brandenburg hat auch Yadegar Asisi gefallen und ihn veranlasst, selbigen zu fotografieren oder fotografieren zu lassen, um ihn sodann in sein gigantisches 360°-Panorama von Rom im Jahre 312 einzumontieren. Ich habe dieses eindrucksvolle Monumentalkunstwerk im Gasometer in Leipzig bewundern können, momentan ist sowohl in Rouen als auch in Pforzheim zu erleben.