Fachwerkhaus mit Stakenlehmwand neben der Burg Lenzen

277/365 Fachwerk vom Fach

04.10.2015
Diese Giebelwand gehört zu einem alten Haus in der Schulstraße in Lenzen. Die Ecke zwischen Kirche und Burg heißt Körbitz und war bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts ein kleines Fischerdorf. Der Name Körbitz ist, wie Kietz, von der ursprünglichen Bedeutung »geflochtener Korb« auch zur Bezeichnung von Hütten und Fischersiedlungen in der Nähe einer Burg verwendet worden.
Mich faszinierte hier der Aufbau der Wände mit Fachwerk und die grafische Wirkung. In das Fachwerk wurden senkrechte Staken (Holzlatten) eingebaut. Normalerweise wurden bei dieser Bauweise zwischen die Staken Weidenäste eingeflochten und auf dieses Geflecht dann eingeweichter Lehm geschmiert. Um die Wände vor der Witterung zu schützen, mussten sie entweder mit Brettern, Steinen oder in der Nobelvariante mit Schiefer versehen werden. Hier grenzte einst einfach ein anderes Haus am Giebel an und bot so den nötigen Schutz.

Vier Füße auf der Couch, im Hintergrund das laufende Fernsehbild mit dem Spreewaldkrimi

236/365 Spreewaldkrimi

24.08.2015
Drei Wochen Urlaub, drei Wochen kein Fernseher, drei Wochen keine E-Mails und es hat nichts gefehlt. Kaum Zuhause angelangt, alles ausgepackt, etwas zu Essen gemacht, ist Gemütlichkeit angesagt. Wie? Vor dem Fernseher. Der jüngste Freizeit-Monitor 2015 der Stiftung für Zukunftsfragen zeigt nach wie vor das Fernsehen als Lieblingsbeschäftigung der Deutschen in ihrer Freizeit. Wir sind da zum Glück nicht repräsentativ aber heute genießen wir das entspannte Dasein einer »Couch-Potato« bei einer Wiederholung eines Spreewaldkrimis. Und, genau wie in der Erstausstrahlung, konnte Christian Redl als Kommissar Thorsten Krüger den Brandstifter und auch die Mörderin überführen und der Justiz zuführen. Dafür Daumen hoch!

Wohnzimmer mit roter Sitzecke und frisch renovierter Wand mit Fototapete einer Trockenmauer aus Sandstein

176/365 Trockenmauer aus Sandstein

25.06.2015
Am Mittwoch letzter Woche hatte ich einen Eimer mit rosa Etwas abgelichtet, was aussah, wie Instant-Rote-Grütze aus alten Armeebeständen. Das war der Spezialkleber für die Errichtung der Trockenmauer aus Sandstein. Dazu waren acht Bahnen Vliestapete passgenau an die Wand zu bringen, was uns erstaunlich leicht gelang. Normalerweise gehen bei mir alle Alarmanlagen an, wenn mir in einem Demovideo eine junge, adrett angezogene Dame vormacht, wie leicht etwas zu montieren ist. Meine Realität sieht nicht selten gaaaanz anders aus.

Tapetenleim mitpinkfarbenem Zusatz zur Kontrolle des Leimauftrags

168/365 Instant Rote Grütze?

17.06.2015
Was ist das denn? Sieht aus wie Rote Grütze aus der Tüte zu DDR-Zeiten. Habe ich mir in den Ferien manchmal zusammengerührt und fand das damals gar nicht so unlecker. Ich glaube, das würde ich heute gar nicht mehr hinunter bekommen.
Nun, das ist keine Rote Grütze. Den Ansatz brauchte ich zur Verschönerung unseres Wohnzimmers. Das Ergebnis zeige ich demnächst.

Kerzenschein auf dem Balkon nach dem Sonnenuntergang

156/365 Freitagabend auf dem Balkon

05.06.2015
Das ist die westliche Hemisphäre unseres Balkons am Freitagabend nach Sonnenuntergang. Kerzen wurden ausschließlich für das Foto angezündet und werden gleich wieder gelöscht, denn heute ist der erste Freitag im Monat und da ist im ComCenter in Halle Salsaparty angesagt. Veranstaltet wird das ganze von tanzetage-halle.de sowie vom Punto Latino Club. Ist es auf dem Balkon schon ordentlich warm, so wird es im Tanzsaal gleich heiß zugehen und das nicht nur wegen der Musik und der vielen Chicas guapas. Der Sommer ist schön.

Im Paulusviertel - Blick zur Turmuhr der Paiuluskirche, eingerahmt durch frisches Grün und weiß der blühenden Bäume und Sträucher

130/365 Fliederduft am Hasenberg

10.05.2015
Das schöne Wetter lud geradezu ein, eine kleine Radtour zu unternehmen. Vorher musste ich aber meiner skeptischen Holden einen konkreten Routenvorschlag unterbreiten, der wurde ohne Diskussion genehmigt und los ging es. Heute hätte ich wieder Motive für eine ganze Woche im Kasten gehabt, das zählt aber nicht, also musste ich mich in den letzten Minuten entscheiden. Die Wahl fiel auf die Pauluskirche auf dem Hasenberg im ehemaligen Kaiserviertel, dem heutigen Paulusviertel. Nicht nur rund um die Kirche ist alles grün, auch jede der abgehenden Straßen vom Rondell um den Hasenberg wird durch große Bäume begrünt. Das Paulusviertel ist nicht von ungefähr eines der beliebtesten Wohnviertel, gerade für junge Paare mit Kindern, in ganz Halle. Aber wie das so ist mit Yin und Yang, Licht und Schatten …, das größte Manko im Revier ist die Parkplatznot. Das wird jedoch früher oder später auch in den Randbezirken immer stärker im Fokus stehen. Da sind neue Konzepte gefragt. Das aber ist ein anderes Thema. Nun ja, wir sind mit dem Fahrrad unterwegs und genießen die Natur. Es ist kurz nach vier, es duftet wie irre nach Flieder und Weißdorn und jetzt geht es weiter.

Kreuzlinienlaser als praktische Hilfe beim Ausrichten von Bildern

90/365 Das rote Kreuz und Chris Rea »on the beach«

31.03.2015
Heute hat es ordentlich gepfiffen in Halle. Eigentlich wollte ich Wind fotografieren. Wie fotografiert man Wind? Da ich aber das Rätsel vom Samstag (28.03.2015; Tag 87/365) noch immer nicht aufgelöst hatte, sollte das heute geschehen.
Ich meinte, ein Umzug ist Grund genug, seinen Technikpark mit weiteren überaus praktischen Hilfsmitteln aufzurüsten und so fand ein Kreuzlinienlaser ein neues Zuhause und hat sich vom ersten Tag an bereits mehrfach bewährt und mir das Leben leichter gemacht. Nicht überall kommt man mit Lot und Wasserwaage hin, man kann große Entfernungen überbrücken, ohne eine Schlauchwaage benutzen zu müssen, für die man auch noch extra zwei Hände bräuchte. Man kann gleichzeitig Horizontale und Vertikale sehen … Also, ich weiß gar nicht, wie ich ohne diesen Laser bislang auskommen konnte. Das wichtigste Laser-High-End-Haushaltsgerät indess ist und bleibt der CD-Player. Zur Zeit der Aufnahme, kurz nach Acht, ertönte mit seiner Hilfe Chris Rea mit »On the Beach«.

Detail aus der Bleiverglasung eines Fensters im Treppenaufgang

80/365 Bleiverglasung ohne Bleiglas

21.03.2015
Heute ist also Tag 80 meines Jahresprojektes. Da ich gleich nach Thüringen aufbreche und nicht weiß, was der Tag noch so alles bringt, will ich kein Risiko eingehen und schieße ein Detailbild von einem der Fenster unseres Treppenhauses. Das komplette Fenster wird es irgendwann auch zu sehen geben. Wenn ich durch die Straßen unseres Viertels gehe, staune ich immer wieder, dass kein Haus dem anderen gleicht, obwohl alle irgendwie ähnlich und in den selben Jahren entstanden sind. Vor hundert Jahren haben die Bauherren doch noch mehr als heute auf Individualität geachtet. Detailreichtum wurde offensichtlich mehr Beachtung als Fragen der Funktionalität geschenkt. So stellt es sich zumindest mir und meinem laienhaften Verständnis von Architektur dar.

Moderne Briefkästen an einem baufälligen Gebäude

50/365 Da lacht das Herz des Postzustellers

19.02.2015
Briefkasten? Hatte ich doch schon einmal, am Tag 10 der Reise. Jener war komplett zerstört, diese schönen Exemplare schmücken eine alte, ziemlich baufällige Stadtvilla und verleihen der Szene einen auffälligen Kontrast. Gleich mal geschaut, was es zu Briefkästen zu wissen gibt und siehe da, natürlich gibt es in der EU die Europanorm EN 13724, die Mindestabmessungen sowie andere Anforderungen an einen Briefkasten regelt bzw. vorschreibt. Schließlich möchte doch jeder Empfäger seine Lieblingszeitschriften und Werbeprospekte knitterfrei ins Haus bekommen.