Zwei Kleine Münsterländer bewachen die Jagdbeute, ein geschossenes Kalb vom Damwild

291/365 Ebby und Aura am Hirschkalb

18.10.2015
Da ich auf dem Lande aufgewachsen bin, hatte ich immer ein enges Verhältnis zu Tieren auch zu denen, die von vornherein für den Verzehr gehalten wurden, woraus nie ein hehl gemacht wurde. Genauso verhält es sich mit der Jagd, auch wenn ich selbst kein Jäger bin und es wohl auch nie werde. Ich weiß aber und erlebe es häufig, dass die Menschen in unserer Gesellschaft immer mehr von den Quellen ihrer Ernährung entfremdet werden. Ich will hier keine Diskussion zur Jagd heraufbeschwören. Zwei Dinge möchte ich anmerken. Die Leber war köstlich und die Jagdhunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb kostete es große Anstrengung, bei dem Anblick und »Duft« des erlegten Tieres nicht durchzudrehen. Die Hunde wurden übrigens mit für sie leckeren Innereien belohnt obwohl sie bei der Jagd in diesem Fall nichts zu tun hatten. Das Kalb hatte den Schuss, den es traf, nicht gehört. Es war sofort tot. Waidmannsheil.

Reiche Pilzernte im Herbst

268/365 Reiche Pilzernte

25.09.2015
Heute hat es sich mal so richtig gelohnt, durch verschiedene Waldstücke zu stromern. Pilze suchen macht erst so richtig Spaß, wenn man auch welche findet. Obwohl die Kiefernwälder in der Brandenburgischen Streusandbüchse, zu der auch die Prignitz gerechnet werden muss, nicht gerade für Artenvielfalt bekannt sind, konnte ich doch einiges zusammentragen: Steinpilz, Pfifferling, Marone (ohne Ende), Täublinge, Perlpilz, Parasolpilz, Flockenstieliger Hexenröhrling, Violetter Rötelritterling, Lilastieliger Rötelritterling, Hallimasch und Krause Glucke.
Das reicht für mehrere Pilzmahlzeiten, wobei ich nicht alle Pilze miteinander mische. Halimasch wird getrocknet, die Krause Glucke bereite ich separat, nur mit Butter und etwas Ziwebel zu, damit sie ihr eigenes Aroma, eigenen Geschmack voll entfalten kann.

Kiefer am Heidesee steht auf unterhöhlten Wurzeln wie auf Stelzen

45/365 Im Reich der Ents

14.02.2015
Luftwurzeln, wie in den Mangrovenwäldern Mittelamerikas, an den tropischen Küsten Afrikas oder Asiens, wo die Bäume auf »Stelzen« den Gezeiten widerstehen? Wohl eher nicht zu erwarten am Heidesee. Dort stehen am Ostufer einige Eichen und diese Kiefer aber tatsächlich wie auf Stelzen im Sand. Das erinnert auch ein wenig an das Reich der Ents bei Tolkien, jenen Baumwesen, die von den Elben aufgeweckt, mit Sprache versehen und bestimmt wurden, Bäume und andere Pflanzen zu beschützen.