Spinnennetz leuchtet in der Morgensonne vor dunklem Hintergrund

278/365 Unsichtbarer Netzwerker

05.10.2015
Ich glaub, ich spinne, hatte ich doch gerade erst ein Spinnenmotiv zum Tagesfoto gemacht. Dieses Motiv wurde bei sich langsam auflösendem Morgennebel am Rudower See vor relativ dunklem Hintergrund so schön von der Seite beleuchtet, dass es geradezu darum bettelte, das heutige Tagesfoto zu werden. Was mir bei der Betrachtung der vielen Spinnennetze auffiel war: Noch vor einer Woche hingen im Wald überall Spinnennetze herum und fast immer saß im Zentrum der »verantwortliche Netzwerker«, sprich die Spinne. Heute sehe ich ebenfalls viele Spinnennetze aber keine einzige Spinne?

Spinnenetz im Herbst mit Tautropfen an einem Schild des Gasversorgungsnetzes

275/365 Vernetzt

02.10.2015
Ich konnte nicht anders als ich dieses Motiv entdeckte, das musste aufs Foto. Dabei ließ es sich durch den Lichteinfall nicht so toll in Szene setzen wie geplant.
Mir fiel spontan die Bundesnetzagentur ein, die in den regulierten Sektoren (Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen) einen wirksamen Wettbewerb fördern und einen diskriminierungsfreien Netzzugang gewährleisten soll. Dass sie auch beim Aufbau von Fangnetzen bestimmter Arachnidenarten unterstützend wirksam wird, wusste ich nicht. Dass die sich da man bloß nicht verzetteln und die eigentlichen Aufgaben aus den Augen verlieren!

Flügel eines alten Flügelspinnrades mit innenliegender Spindel

244/365 Spinnflügel der »Ziege«

01.09.2015
Heute habe ich ein Detail des Spinnrades meiner Oma fotografiert. Das ganze Spinnrad (allerdings ohne Antriebsseile) ist so fotogen, dass ich es demnächst auch für ein »Ganzkörperportrait« posieren lasse.
Hier ist der Spinnflügel mit innenliegender beweglicher Spindel abgebildet. Der Einzug der Wolle erfolgt von der gegenüberliegenden Seite, vorn sehen wir den Wirtel, eine Scheibe mit Rillen, die der Kraft- und Bewegungsübertragung vom Schwungrad durch die (fehlenden) Antriebsseile dient.
Warum Ziege? So wird die sächsische Bauart genannt, in der das Schwungrad und die Spindel nebeneinander (horizontal) angeordnet sind. Dadurch, dass der Rahmen zur Spindel hin leicht ansteigt, entsteht eine Optik die angeblich stark an die Umrisse einer Ziege erinnert.
Meine Oma konnte noch Schafwolle verspinnen und stellte daraus dicke, grobe, aber warme Stricksachen her. Ich habe das Garnspinnen aus Schafwolle einmal bei ein paar Landfrauen auf der Burg Allstedt probiert und bin jämmerlich gescheitert. Ständig ist mir der Faden gerissen. Ich verstehe mich besser auf anders geartete Spinnereien. Finde ich jetzt auch nicht so schlimm.