Verlassenes und mit Laub bedecktes blaues Ruderboot am Ufer des Großen Schwaberowsees in Mecklenburg

290/365 Blaues Boot

17.10.2015
Es hat endlich aufgehört zu regnen. Nach einer langen Nacht mit wenig Schlaf mache ich einen Spaziergang durch die Wälder bei Godendorf in Mecklenburg und stehe plötzlich am Ufer des Großen Schwaberowsees. Das Boot, so scheint mir, sieht ziemlich verlassen aus, als wäre es schon seit Langem nicht mehr auf dem See gewesen. Aber, nicht nur Weiberherzen sind trügerisch (wie der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto eindrucksvoll beklagt), es trügt der Schein.

Morgennebel über dem Rudower See, im Vordergrund Schilf und ein Surfboard

232/365 Morgennebel

20.08.2015
Die Nacht war kühl, der See ist warm und so ist Morgennebel über dem Rudower See vorprogrammiert. Ich hatte eigentlich keine große Lust auf ein Morgenbad, habe mich dann mit der kleinen Kompaktkamera aber doch ins Wasser begeben. Leider waren die sichtbaren Motive dann doch nicht so toll wie die Gesamtstimmung. Also bin ich wieder raus und habe dieses Bild vom Ufer aus aufgenommen. Das hätte ich auch einfacher haben können. Na, wenigstens bin ich jetzt richtig wach.

Zwei zauberhafte Feen schweben mit einem bunten Sonnenschirm in die Lüfte.

219/365 Schwebende Elfen

07.08.2015
Was könnte schöner sein, als an einem schönen Urlaubstag am See mal eben in die Lüfte zu schweben und sich die Welt von oben zu betrachten? Diese beiden Lichtgestalten hatten viel Spaß dabei, genau wie der Fotograf und der Vater der beiden, der die unsichtbare Trittleiter sicherte und immer mal mit einer sichernden Hand aushalf. Fliegen müsste man können. Zum Glück sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Badeanstalt in Lenzen bei Anbruch der Nacht über den Rudower See fotografiert

191/365 Sommernacht am See

10.07.2015
Kurz vor Anbruch der Nacht machte ich mich mit Kamera, Stativ und Kabelauslöser auf, um vielleicht noch ein Bild mit Spiegelungen über dem Rudower See zu fotografieren. Schnell war ich ernüchtert, war doch an den meisten Stellen keine interessante Bildgestaltung zu erkennen. Nach einigem Fußmarsch landete ich dann genau gegenüber der Badesanstalt, von wo noch lautes Gelächter und Musik über den See schallte. Während ich dieses Bild machte, fuhr gerade ein Moped in das Set und beleuchtete das Boot zusätzlich von hinten. Mir hat an dieser Szene besonders das Leuchten der weißen Gebäude und Geländer sowie der Farbkontrast gefallen.

Regenbogen über dem See

171/365 Regenbogen zum Samstagabend

20.06.2015
Beim »Konditern« zitierte die Wirtin andere Gäste so: »Ist doch schönes Wetter für April«. Stimmte auch. Wir saßen in der Sonne, genossen Kaffee und Torte und sind anschließend auch wieder trocken mit dem Rad zurück gekommen. Dann blieb noch genügend Zeit für das Grillen und um alles aufzuräumen, nicht aber für ein anschließendes Lagerfeuer. Das mussten wir um eine Dreiviertelstunde verschieben wegen plötzlichen Wassereinbruchs von oben. Aber auch das war gut so und erst Recht das Finale; Regen bei tief stehender Abendsonne mit einem kräftigen Regenbogen (genau genommen ein doppelter Regenbogen) und goldenem Schimmer am gegenüber liegenden Ufer. Ein Hauch von Edelkitsch.

Vater und Tochter beim Angeln vom Kahn aus

144/365 Petri-jung und -jünger

24.05.2015
Die Jünger des berühmtesten Fischers der Christenwelt werden anscheinend immer jünger und müssen auch gar keine Jungs sein. Hauptsache, sie hören auf Papa und zappeln nicht im Boot oder auf dem Angelsteg herum. Diese beiden haben tatsächlich einen schönen Fisch gefangen (habe ich mit eigenen Augen aber ohne Fotoapparat gesehen). Und welches Kind möchte nicht einmal selbst angeln? Mein jüngstes Kind hatte einst auch diesen Wunsch, bekam aber die Auflage, den Fang weidgerecht zu erlegen und auszuweiden, sowie ihn anschließend selbst zuzubereiten. Das war spannend und hatte ihm und allen Zeugen Freude bereitet. Mit dem Angeln war es fortan jedoch vorbei. Auch gut.

Morgendämmerung über dem Rudower See mit Nebelschwaden über dem Wasser

135/365 Der oder dem Morgen graut im abnehmenden Mond

15.05.2015
Wenn es kalt ist, am Feuer aber warm, genügend Getränke griffbereit stehen und der Gesprächsstoff schon gar nicht ausgehen will, dann ist es doch einfach besser, am Feuer sitzen zu bleiben, als im kalten Zelt zu frieren. Und, was für ein Vorteil, ich konnte so ein Bild noch vor Sonnenaufgang schießen ohne früh aufstehen zu müssen. Abnehmender Mond im Endstadium. Dann ging es aber doch für ein paar Stunden ins Körbchen, schließlich war für Freitag eine Radtour angesagt.