Steinerne Jungfernbrücke im Harz über den Fluss Bode

305/365 Im wilden Bodetal

01.11.2015
Der Harz ist urwüchsig und ein Hort unzähliger Sagen. Die Wetterfrösche versprachen für heute tolles Herbstwetter und sie sollten Recht behalten. Zusammen mit Freunden wollten wir das tolle Wetter nutzen und eine Wanderung entlang der Bode zum Hexentanzplatz unternehmen. Also sind wir mit dem Auto bis kurz vor Thale gefahren und haben es auf einem Waldparkplatz abgestellt. Von hier aus ging es nach Treseburg und von dort aus entlang der Bode flussabwärts in Richtung Thale. Das war eine großartige Idee. Je mehr wir uns dem tiefen Einschnitt zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe näherten, um so schöner wurde die Szenerie und auch der Fluss selbst. Fast senkrecht erheben sich die Granitfelsen zu beiden Seiten der Bode. Der Fluss hat hier die tiefste Felsschlucht Deutschlands außerhalb der Alpen in das Gelände gefressen.
Kurz vor Thale erreichen wir den Hirschgrund mit dem Gut Königsruhe, einer Ausflugsgaststätte mit Nebengebäuden und dieser steinernen Brücke. Natürlich ranken sich auch um die Jungfernbrücke Sagen und Geschichten. Von hier ging es steil hinauf über etwa 250 Höhenmeter zum Hexentanzplatz. War auch der Aufstieg beschwerlich, so waren die gewonnen Naturerlebnisse jeden einzelnen Höhenmeter allemal Wert.

Gleichnis: Kampf mit Installationsschläuchen für die Waschmaschine und der Kampf Laokoons mit den Schlangen aus der griechischen Antike

63/365 Laokoon – ein schier auswegloser Kampf

04.03.2015
Ich kämpfe mit den Anschlüssen für Geschirrspüler, Spüle und jetzt mit jenen der Waschmaschine. Die aus der alten Wohnung sind jetzt viel zu lang, also welchen Schlauch installieren? Als ich endlich einen passenden, auch noch mit passender Dichtung versehen und installiert habe, passiert … nichts!!! Der Wasserhan ist defekt. Na super! Ich komme mir im Gewirr der Anschlussschläuche vor, wie Laokoon in Troja im Kampf mit den Schlangen. Da hatte er einfach die Götter Athens gegen sich und somit keine Chance. Und das ganze nur, weil er die Trojaner warnte, keinen geschenkten Gaul anzunehmen. Wie die Geschichte ausging, ist hinreichend bekannt. Wer noch einmal nachlesen (oder sich vorlesen lassen) möchte, dem lege ich allerwärmstens Michael Köhlmeier mit »Das große Sagenbuch des klassischen Altertums« ans Herz. Ich verspreche Euch, das ist grandios, wie lebensnah und voller menschlicher Schwächen hier die starken Götter und Halbgötter der Helenen beschrieben werden.