Burg Giebichenstein und die Giebichensteinbrücke über die Saale in der Abenddämmerung von der Bergschenke auf Kröllwitzer Seite aus

243/365 Burg Giebichenstein

31.08.2015
Heute war es den ganzen Tag über so warm, dass ich mich erst am späten Abend auf den Weg zu meinem Tagesfoto machte. Ich habe auf einen schönen Sonnenuntergang mit interessantem Himmel, womöglich mit einem schönen Mondaufgang gehofft und dazu die Szenerie der Burg Giebichenstein von der Bergschenke aus im Hinterkopf gehabt. Also habe ich mich nach dem Abendessen fix mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht und bin klitschnass, wie aus dem Wasser gezogen, an der Bergschenke angekommen. Zum Glück war die Schenke heute geschlossen, das Freigelände aber zugänglich. So konnte ich verschiedene Aussichtspunkte ausprobieren und, da ich keine Lust hatte, mein schweres Stativ am Fahhrad festzuzurren, mir aus den Gartentischen und -stühlen ein geeignetes »Hilfsstativ« bauen. Leider dauert die sogenannte »Blaue Stunde« bei weitem keine Stunde, also war ein wenig Eile angesagt, um das optimale Licht zu nutzen. Der Mond erschien mir in dieser Zeit allerdings nicht, sei´s drum.
Die Burg Giebichenstein ist von den berühmten besungenen Burgen an der Saale hellem Strande die älteste. Zahlreiche Geschichten und Mythen ranken sich um dieses stolze Bauwerk auf hohem Felsen über dem Saaleufer. Die Oberburg ist heute beliebtes Ziel für Touristen sowie für Hallenser und ihre Gäste. Der untere Teil beherbergt die heutige Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Vor 100 Jahren wurden Klassen für Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, Textilgestaltung, Fotografie sowie für Tischlerei gegründet. Seitdem genießt die Kunsthochschule hohes Ansehen als Ausbildungsstätte für Grafiker und Designer. Übrigens symbolisieren die beiden großen Sandsteinfiguren von Kuh (Kröllwitzer Ufer) und Pferd (Giebichensteinufer) am Fuße der Saalebrücke die Verbindung des ländlichen Kröllwitz mit dem städtischen Giebichenstein. Pferd und Kuh stammen von Gerhard Marcks, der seit 1925 Professor an der Kunsthochschule war.

zwei Vierer mit Steuermann im Zielspurt bei Rudern gegen Krebs, einer Benefizveranstaltung in Halle (Saale)

207/365 Die Saale kocht

26.07.2015
Hoch spritzt das Wasser im Zielspurt der Ruderer-Vierer bei »Rudern gegen Krebs« auf der Saale. Herrliches Sommerwetter lockte viele Hallenser auf die Peißnitz, wo tolle Wettkämpfe im Rahmen einer Benefiz-Regatta geboten wurden. Toll anzusehen war, wie sich Amateure nach nur kurzem Training in die Skulls hauten. Mitunter spritzte dabei das Wasser meterhoch auf, Akteure und Publikum hatten jede Menge Spaß.
Die Regatta wird seit 2005 deutschlandweit ausgetragen und gastierte an diesem Wochenende zum ersten Mal auf der Saale in Halle. Die Einnahmen sollen einem Sportprojekt für Tumorpatienten am Kinikum Halle zugute kommen.

Nagespuren des Bibers an mehreren Bäumen am Ufer der Saale

116/365 Holzfäller auf der Peißnitz

26.04.2015
Sie sind zurück, die beinahe ausgestorbenen Elbebiber (Castor fiber albicus), im Bereich der mittleren Elbe vor einigen Jahren erfolgreich wieder angesiedelt, breiten sie sich seitdem sukzessive entlang der Flussläufe von Elbe, Saale und Elster weiter aus und sind nun unzweifelhaft in Halle angekommen.
Umweltschützer scheinen sich zu freuen und sind zuversichtlich, dass sich die Biber hier heimisch fühlen und bleiben. Wenn ich sehe, wieviele Bäume in kurzer Zeit bereits angeknabbert und zum Teil gefällt wurden, vermute ich, dass sich diese Freude nicht bei allen einstellen wird. Für mich war es interessant zu sehen, dass nur die Bäume auf einem schmalen Uferstreifen angeknabbert werden. Wenn diese allerdings fallen, dann fast immer ins Wasser, da sie zu dieser Seite überhängen. Na, mal sehen, wie sich die Sache entwickelt.

Nutria am Ufer der Saale

39/365 Nutria statt Biberpelz

08.02.2015
Wenn man die possierlichen und zutraulichen Nutrias an der Saale so sieht, glaubt man nicht, dass sie unter anderem als Pelzlieferant gehalten wurden. Nach der Wende wurden angeblich viele Tiere von ihren Haltern einfach ausgesetzt weil mit ihrem Fleisch und den Fellen kein Geld mehr zu verdienen war. In einem Zeitungsartikel von 2002 (MZ vom 14.01.2002: Nutrias – Zutrauliche Tiere immer größere Plage) wurde die Befürchtung geäußert, dass Nutrias durch ihren Höhlenbau an den Uferböschungen der Saale Schäden hervorrufen könnten und es müsse dringend etwas geschehen. Heute kann man die Nutrias an vielen Stellen entlang der Saalearme sehen. Mittlerweile ist es verbreitete Ansicht, dass es keinen Grund gibt, sie grundsätzlich zu bekämpfen.
Als ich mich zum Fotografieren hinhockte, wurde ich sofort umringt, besonders kecke Kerlchen stellten sich auf die Hinterbeine und hielten sich mit ihren kleinen Ärmchen an mir fest. Aber als feststand, dass ich kein Futterlieferant bin, schwand das Interesse ganz schnell.