Silhuette der fünf Türme und des Händeldenkmals auf dem Halleschen Marktplatz vor einem leuchtenden Abendhimmel

299/365 Händel und die fünf Türme vom Marktplatz

26.10.2015
Auf dem Weg zum Spanischkurs schlendere ich heute über den Markt und das phantastische Abendlicht inspiriert mich zu dieser Aufnahme, die fünf Türme und das Händeldenkmal auf dem Marktplatz als Silhuette vor einem leuchtenden Abendhimmel.
Die Silhuette (Schattenriss klingt in meinen Ohren zu popelig) hatte gerade zu Händels Zeiten in Deutschland Konjunktur, nicht nur als Scherenschnitt, sondern vorzugsweise als kunstvolle Tuschezeichnung gefertigt, zeigten sich gerade die intellektuellen Kreise von dieser minimalistischen bildlichen Darstellung begeistert. Die Fotografie (Daguerreotypie) war ja noch nicht erfunden. Da habe ich es heute einfacher.

Blick vom Mönchshof am Hallmarkt auf die fünf Türme am Markt, ein Wahrzeichen von Halle

261/365 Der Mönchshof in der Stadt der fünf Türme

18.09.2015
Eines der Wahrzeichen unserer Stadt sind die fünf Türme auf dem Marktplatz; vier gehören zur Marienkirche (Marktkirche), einer, der Rote Turm, steht solo. Dass die Marktkirche mit vier Türmen ausgestattet ist, liegt daran, dass Kardinal Albrecht mit Zustimmung der erzbischöflichen Räte vor beinahe 500 Jahren die beiden Pfarrkirchen am Markt bis auf die vier Türme abreißen ließ, um an gleicher Stelle eine repräsentative, große Marienkirche zu errichten, in welcher die beiden Turmpaare bis heute mit einem einzigen Kirchenschiff verbunden sind. Der einzeln stehende Rote Turm wurde einst als Glockenturm (Campanile) der ursprünglichen Marien-Pfarrkirche errichtet.
Der Mönchshof befindet sich in einem großen, schön restaurierten Bürgerhaus am Hallmarkt, einst errichtet als Hotelgebäude (»Central Hotel«) mit Trinkhalle.
Nach wechselvoller Geschichte übernahm die Kulmbacher Export Brauerei Mönchshof das Haus in den 1930-er Jahren. Zu dieser Zeit entstand der Gastraum, welcher bis heute zu großen Teilen im Original erhalten geblieben ist. Auch in der DDR blieb das Lokal stets in privater Hand und war als »Klosterbräu« beliebter Treffpunkt der Halleschen Studentenschaft.