Lesebrille auf Lehrbüchern für den Spanischunterricht

327/365 Perspektivenwechsel

23.11.2015

Auf dem Weg zur Volkshochschule und zurück küsste mich heute die Inspiration nicht, so dass hierbei kein Tagesbild zustande kam. Also muss ich am späten Abend zu Hause darüber nachdenken. Als ich meine Tasche ausgepackt und kurz die beiden Kurse Revue passieren gelassen hatte, wurde ich dann doch geküsst. Wenn man locker bleibt und offen für Neues ist, ergeben sich immer wieder perspectivas nuevas.

Das heute besprochene Kapitel der sehr schönen »Historia de Mix, de Max y de Mex« von Luis Sepúlveda endete übrigens: »Los amigos cuando están unidos no pueden ser vencidos.« (Freunde, die sich einig sind, sind nicht zu besiegen.) Vielleicht sollten einmal alle Politiker der EU, Russlands, der Türkei … die Historia lesen und über die Kernbotschaft nachdenken.

Zu Allendes Zeiten wurde in Chile ein Song der Neo-Folklore-Bewegung mit der gleichen Kernbotschaft populär. Nach dem Putsch durch das Pinochet-Regime erlangte es regelrecht Hymnenstatus: »El Pueblo unido jámas será vencido!« (das vereinte Volk wird niemals besiegt werden).

Flyer mit Aufruf der AfD zu einer Demo gegen Asylpolitik der Bundesregierung

292/365 Brauner Mist in meinem Briefkasten

19.10.2015
Wer sich gestern gegrugelt hat bei dem Jagdbild, muss heute noch mehr leiden. Da behaupten doch tatsächlich ein paar geistige Tiefflieger, sie hätten die Stimme der Bürger auf ihrer Seite um damit ein Programm zu gestalten, eine Alternative für Deutschland. Eine Alternative wozu? Meine Stimme haben sie schon mal nicht. Wer sich ein wenig informieren will, findet in kürzester Zeit genügend Argumente dafür, warum man diesen Herren überhaupt nicht trauen kann und darf. Gauland, einst selbst Flüchtling, weiß fein zu unterscheiden zwischen deutschen Flüchtlingen und halt fremden Flüchtlingen… Poggenburg stand wochenlang im Kreuzfeuer der Medien nachdem er in einem Interview mit dem MDR verkündete, »ich arbeite im Kreistag mit NPD-lern zusammen«, daher wisse er dass das »nicht alles Extremisten sind«. Erst, als juristische Konsequenzen drohten, lenkte er ein wenig ein.
Die Helferlein dieser »Alternative« konnten nicht mal lesen, dass ich gar keine Werbung in meinem Briefkasten haben will. Mir ist schlecht!!!