Reiche Pilzernte im Herbst

268/365 Reiche Pilzernte

25.09.2015
Heute hat es sich mal so richtig gelohnt, durch verschiedene Waldstücke zu stromern. Pilze suchen macht erst so richtig Spaß, wenn man auch welche findet. Obwohl die Kiefernwälder in der Brandenburgischen Streusandbüchse, zu der auch die Prignitz gerechnet werden muss, nicht gerade für Artenvielfalt bekannt sind, konnte ich doch einiges zusammentragen: Steinpilz, Pfifferling, Marone (ohne Ende), Täublinge, Perlpilz, Parasolpilz, Flockenstieliger Hexenröhrling, Violetter Rötelritterling, Lilastieliger Rötelritterling, Hallimasch und Krause Glucke.
Das reicht für mehrere Pilzmahlzeiten, wobei ich nicht alle Pilze miteinander mische. Halimasch wird getrocknet, die Krause Glucke bereite ich separat, nur mit Butter und etwas Ziwebel zu, damit sie ihr eigenes Aroma, eigenen Geschmack voll entfalten kann.

Natürlicher Badeschwamm oder Krause Glucke?

84/365 Krause Glucke oder Badeschwamm?

25.03.2015
Wo sollte denn die Krause Glucke im März herkommen? Im letzten Herbst habe ich ein rekordverdächtiges Exemplar von mehreren Kilogramm in einem Kiefernwald am Südrand Mecklenburgs zur Westprignitz gefunden und es war köstlich.
Das hier ist in der Tat ein natürlicher Badeschwamm, der auf den ersten Blick zumindest dem genannten Pilz sehr ähnlich ist. Die Badeschwämme müssen nach dem »Fischen« erst aufbereitet werden, um als Schwamm verwendet werden zu können. Die Zellbestandteile werden durch wiederholtes Kneten, Walken, Auswaschen und lagern an feuchter Luft entfernt. Übrig bleibt das Spongingerüst, das in der chemischen Struktur der Seide sehr ähnlich sein soll, demnach vorrangig aus langkettigen vernetzten Eiweißmolekülen besteht. Obwohl heute die meisten Badeschwämme synthetisch hergestellt werden, gibt es nach wie vor eine große Nachfrage nach natürlichen Produkten. Diese kommen vor allem aus dem Mittelmeer und der Karibik. Laut Wikipedia werden allein vor der griechischen Insel Kalymnos jährlich noch etwa 50 Tonnen Naturschwämme gewonnen. Dieser Schwamm gehört meiner Frau und ich durfte ihn lediglich zum Fotografieren ausleihen.

Zutaten zum Kochen von Pilzrisotto mit Kräuterseitlingen

53/365 Pilzrisotto mit Kräuterseitlingen

22.02.2015
Heute werden also zwei Bilder in das Internetz gegeben (siehe Beitrag 52/365). Da ich mich freiwillig für das Zubereiten des Sonntagsmahls gemeldet habe, hieß es also gegen 17:30 Uhr: »Ab in die Küche!« Bevor ich so richtig loslegte habe ich noch schnell ein Bild von den wichtigsten Zutaten geschossen. Was hat es gegeben? »Hehnchenbeeenchen« mit Salbeiblättern und Knoblauchscheibchen unter der kross gebratenen Epidermis und dazu Pilzrisotto mit Kräuterseitlingen. Ich kann Euch sagen: »Das war sehr lecker!« Aber, einen intensiven Pilzgeschmack entwickeln die Kräuterseitlinge nicht, also kein Vergleich zu Steinpilzrisotto.

Wattestäbchen arrangiert und fotografiert wie Pilze

42/365 Clavaria oder »Falsche Keulchen«

11.02.2015
Mitten im Winter solch schöne Pilze der Gattung Keulchen (Clavaria)? Na ja, die meisten werden es ohnehin gleich erkannt haben, dass diese Keulchen keine Pilze sondern Wattestäbchen oder Q-Tips sind. Damit das Ganze natürlicher wirkt und nicht so steril, habe ich mir einen grünen Hintergrund gesucht und das Resultat war, dass das Set herrlich nach frischem Basilikum duftet. Wie das wohl kommt?