Frucht des Milchorangenbaumes (Maclura pomifera)

329/365 Maclura was?

25.11.2015

Diese Frucht hat mir eine Sportfreundin aus dem Fitnessstudio (sieht blöd aus nach neuer Rechtschreibung, ist aber konsequent) mitgebracht. Sie hat die Frucht (Größe etwa eines Tennisballs) in Halle unter einem Baum gefunden: »Kennst Du das?«

Uuups, nö, kenne ich nicht und ich habe auch eine ganze Weile recherchieren müssen, bis ich darauf stieß, dass ich die Frucht des Milchorangenbaums  (Maclura pomifera) vor mir hatte. Die Milchorange auch Osagedorn genannt, gehört zur Familie der Maulbeergewächse, stammt aus Amerika und hat nichts mit den Zitrusfrüchten gemein. Die Bezeichnung Osagedorn bezieht sich auf  den Indianerstamm der Osage im Grenzgebiet von Texas, Arkansas und Oklahoma. Ihnen soll das Holz dieses Baums zur Herstellung ihrer Bögen gedient haben. Vor der Erfindung des Stacheldrahtes dienten die geschnittenen und mit Dornen bewehrten Bäume als natürliche Begrenzung (Hecke) für Viehherden. Aus den Wurzeln gewann man einen gelben Farbstoff zum Färben von Textilien und Körben. Die Früchte sollen eklig schmecken, für uns Menschen jedoch nicht giftig sein. Angeblich enthalten sie wertvolle Inhaltsstoffe, die das Interesse der Pharmazie geweckt haben. Ich finde die Frucht einfach nur schön und faszinierend, und spätestens im Frühjahr werde ich mir die Bäume ansehen.

 

 

Spaziergänger und Radfahrer am ehemaligen Thüringer Güternahnhof auf der Hafenbahntrasse

210/365 Unterwegs auf der Hafenbahntrasse

29.07.2015
Dieser Abschnitt der Hafenbahntrasse gehörte einst zum Thüringer Güterbahnhof. Hier fuhren Kohlebahnen zu den Industrieunternehmen im Süden Halles sowie zur Saline, hier verlief die Eisenbahnstrecke von Halle bis nach Hettstedt. Heute ist die Hafenbahntrasse ein beliebter Spazier- und Radweg, der vom Bahnhof im großen Bogen zur Saale bei den Pulverweiden bis zur Salinehalbinsel führt. Im Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs gibt es heute ausgedehnte Wiesen und kleine Sportanlagen. Der Weg wird von zahlreichen Zierkirschen gesäumt, die im Frühjahr herrlich blühen und im Sommer angenehmen Schatten spenden.

Eine Braut (?), ganz in weiß mit einem weißen Sonnenschirm im Schlosspark Tiefurt

199/365 Einem Gemälde entstiegen

18.07.2015
Wie einem Gemälde von Monet oder Sir Edward John Poynter entstiegen, wirkt diese junge Dame im Schlosspark Tiefurt, ganz in weiß gekleidet, mit einem weißen Sonnenschirm. Sie wird gleich unter einem großen Baum bei einer Gruppe junger Mädchen ankommen, die mit ihr plaudern, sich gegenseitig fotografieren, etwas trinken und ihr den Jungfernkranz (?) binden.