Weihnachtsbaum auf dem Halleschen Weihnachtsmarkt: Bokeh - farbige Lichtflecken, die sich zum Teil überlagern und ein Muster ergeben als Ergebnis einer bewussten Unscharfstellung des verwendeten Obfektivs.

338/365 Bokeh

04.12.2015

Das Thema könnte auch »Bilderrätsel« heißen. Heute habe ich den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz fotografiert und zwar absichtlich so, dass ich die Beleuchtung des Baumes völlig aus dem Fokus der Optik herausgenommen habe. Ich habe also absichtlich »unscharfe« Lichtflecken erzeugt. In der Fotografie bestimmter Motive wird der Hintergrund gerne bewusst unscharf gehalten, um die Ablenkung des Betrachters vom Hauptmotiv zu mindern, häufig in Modeprospekten zu sehen. Wie stark das Bokeh ausfällt hängt wesentlich vom verwendeten Objektiv, der Brennweite und der verwendeten Blendenöffnung ab. Schönes Bokeh ist eine ausgesprochen subjektive Qualität, die schwer zu messen ist und bis heute kontrovers diskutiert wird. Reine Geschmackssache also. Ich möchte das Fotos später für andere Aufnahmen als austauschbaren stimmungsvollen Hintergrund verwenden.

 

Portal der Franckeschen Stiftungen in Halle am Abend im Herbst

296/365 Mit Flügeln wie Adler zum Welterbe

23.10.2015
»Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler« (Jes. 40.31)
Dieser Bibeltext schmückt das Portal des Haupthauses der Franckeschen Stiftungen, darüber eine Abbildung von zwei zur Sonne auffliegenden Adlern, die zum bildlichen Symbol der Franckeschen Stiftungen wurden. Der Stifter selbst ließ den Bibelspruch einmeißeln.
Über August Hermann Francke (1663-1727) sein Schaffen, seine Stiftung könnte man allein mehrere Bücher schreiben und kommt dabei von einem Superlativ zum nächsten:

  • Das Gelände der Franckeschen Stiftungen umfasst 16 Hektar und beherbergt unter anderem das längste Fachwerkhaus Europas mit einer Länge von 110 Metern.
  • Das Cansteinsche Bibelkabinett, eine Einrichtung der Franckeschen Stiftungen, ist die älteste Bibelanstalt der Welt. Hier wurden zwischen 1712 und 1934 mehr als acht Millionen Bibeln in vielen Sprachen gedruckt.
  • In den Stiftungen befindet sich der älteste erhaltene profane Bibliotheksbau Deutschlands.
  • Die Franckeschen Stiftungen sind Heimstatt des ältesten weltlichen Knabenchores in Deutschland, dem Stadtsingechor.
  • Das Gebäude des ältesten Kinderkrankenhauses in Deutschland ist ebenfalls Teil der Stiftungen.
  • Als erstes Waisenhaus gehen die Franckeschen Stiftungen ins Rennen um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Entscheidung darüber soll im Jahr 2016 fallen.
Blick vom beleuchteten Göbelbrunnen auf dem Hallmarkt zur Marktkirche in der Abenddämmerung

258/365 Zehn nach acht auf dem Hallmarkt

15.09.2015
Huch, schon wieder eine Nacht-, zumindestens Dämmerungsaufnahme. Heute habe ich aber noch ein bisschen mehr Licht, also noch blauen Himmel. Vom beleuchteten Göbelbrunnen aus gibt es einen schönen Blick zur viertürmigen Marktkirche, auch wenn hier nur zwei der Türme zu sehen sind.
Vom Göbelbrunnen erkennen wir links den rufenden Schäfer, Ihr erinnert Euch?

Leipziger Turm in Halle bei Nacht

257/365 Um neun am Leipziger Turm

14.09.2015
Der Leipziger Turm teilt den oberen vom unteren Boulevard, die Verbindung von Hauptbahnhof und Marktplatz. Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, war er zunächst Wartturm und mit 44 m Höhe zugleich der höchste Turm der städtischen Befestigungsanlage. Im Volksmund hieß er bis Mitte des 19. Jahrhunderts Galgtorturm, da er sich direkt neben dem Galgtor erhob und man von hier freie Sicht übers Land zum Galgberg (heutiger Riebeckplatz) hatte. Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Turm eine welsche Haube (gebauchte Haube mit Laterne) mit vier Lukarnen (auch Zwerchhaus, ein Dachfensteraufbau dessen First senkrecht zu der Dachtraufe steht). Seit wann das Uhrwerk mit zwei Ziffernblätter den Turm schmückt, weiß ich nicht zu berichten. Wirkt der Turm auch ziemlich schlank, so beträgt die Mauerstärke am Fuß immerhin 2,80 m bei 3,30 m Durchmensser im Innenraum.
Da es auf dem Heimweg vom Spanischkurs heute leicht geregnet hat, gibt es Spiegelungen, die mich veranlassen, hier ein paar Minuten mit Fotoaufnahmen zuzubringen.

Burg Giebichenstein und die Giebichensteinbrücke über die Saale in der Abenddämmerung von der Bergschenke auf Kröllwitzer Seite aus

243/365 Burg Giebichenstein

31.08.2015
Heute war es den ganzen Tag über so warm, dass ich mich erst am späten Abend auf den Weg zu meinem Tagesfoto machte. Ich habe auf einen schönen Sonnenuntergang mit interessantem Himmel, womöglich mit einem schönen Mondaufgang gehofft und dazu die Szenerie der Burg Giebichenstein von der Bergschenke aus im Hinterkopf gehabt. Also habe ich mich nach dem Abendessen fix mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht und bin klitschnass, wie aus dem Wasser gezogen, an der Bergschenke angekommen. Zum Glück war die Schenke heute geschlossen, das Freigelände aber zugänglich. So konnte ich verschiedene Aussichtspunkte ausprobieren und, da ich keine Lust hatte, mein schweres Stativ am Fahhrad festzuzurren, mir aus den Gartentischen und -stühlen ein geeignetes »Hilfsstativ« bauen. Leider dauert die sogenannte »Blaue Stunde« bei weitem keine Stunde, also war ein wenig Eile angesagt, um das optimale Licht zu nutzen. Der Mond erschien mir in dieser Zeit allerdings nicht, sei´s drum.
Die Burg Giebichenstein ist von den berühmten besungenen Burgen an der Saale hellem Strande die älteste. Zahlreiche Geschichten und Mythen ranken sich um dieses stolze Bauwerk auf hohem Felsen über dem Saaleufer. Die Oberburg ist heute beliebtes Ziel für Touristen sowie für Hallenser und ihre Gäste. Der untere Teil beherbergt die heutige Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Vor 100 Jahren wurden Klassen für Malerei, Grafik, Bildhauerei, Architektur, Textilgestaltung, Fotografie sowie für Tischlerei gegründet. Seitdem genießt die Kunsthochschule hohes Ansehen als Ausbildungsstätte für Grafiker und Designer. Übrigens symbolisieren die beiden großen Sandsteinfiguren von Kuh (Kröllwitzer Ufer) und Pferd (Giebichensteinufer) am Fuße der Saalebrücke die Verbindung des ländlichen Kröllwitz mit dem städtischen Giebichenstein. Pferd und Kuh stammen von Gerhard Marcks, der seit 1925 Professor an der Kunsthochschule war.

Bernhardystraße in Halle bei Nacht

238/365 Halle schläft

26.08.2015
Es ist Mittwoch kurz vor elf am Abend und fernab von Kneipenmeilen ist nichts mehr los, Halle schläft.
Eigentlich hatte ich mir überlegt, beim Salsakurs ein paar Fotos zu schießen, das bot sich heute aber nicht an, daher jetzt die Kamera auf die Straße gelegt (kann ja nichts passieren, Halle schläft) und ein paar Einstellungen durchprobiert.

Zwei Gläser mit Weißwein - von außen beschlagen - im Kerzenschein einer Laterne.

216/365 Warme Sommernacht mit kühlem Wein

04.08.2015
Was passt besser zu einem warmen Sommerabend oder einer tropischen Nacht als ein gut gekühlter Weißwein (sehr gern aus Deutschland) oder Rosé? Dazu die richtige Gesellschaft und vielleicht eine kleine Nascherei, perfekt.

Gruppe am Lagerfeuer am Ufer des Rudower Sees in der Prignitz, im Hintergrund der aufgehende Mond

213/365 (Fast)Vollmond über dem See

01.08.2015
Heute genießen wir den warmen Abend bei meinem Cousin am Lagerfeuer mit Blick auf den Rudower See und einen ziemlich vollen Mond. Alles war gut, bis Ekki (ein weiterer Cousin) mit seinem Apothekerschnaps kam und bei mir Synapsenfasching auslöste. Aber das ist ein anderes Thema.

Badeanstalt in Lenzen bei Anbruch der Nacht über den Rudower See fotografiert

191/365 Sommernacht am See

10.07.2015
Kurz vor Anbruch der Nacht machte ich mich mit Kamera, Stativ und Kabelauslöser auf, um vielleicht noch ein Bild mit Spiegelungen über dem Rudower See zu fotografieren. Schnell war ich ernüchtert, war doch an den meisten Stellen keine interessante Bildgestaltung zu erkennen. Nach einigem Fußmarsch landete ich dann genau gegenüber der Badesanstalt, von wo noch lautes Gelächter und Musik über den See schallte. Während ich dieses Bild machte, fuhr gerade ein Moped in das Set und beleuchtete das Boot zusätzlich von hinten. Mir hat an dieser Szene besonders das Leuchten der weißen Gebäude und Geländer sowie der Farbkontrast gefallen.

Opernhaus Halle bei Nacht mit Spiegelung im Wasser der Springbrunnen

75/365 Opernhaus Halle – zu unrecht unterschätzt

16.03.2015
Das Opernhaus am Abend, die blaue Stunde ist längs vorüber. Bei jedem Besuch bin ich beeindruckt von der hohen Qualität der Inszenierungen und des Ensembles, von den Sängern bis hin zum Orchester. Jüngste Premiere war Phaedra, eine viel diskutierte Aufführung, die ich allerdings noch nicht gesehen habe. Mein letzter Besuch war jüngst die Premiere der West Side Story, die mich begeistert hat.