Zwei Kleine Münsterländer bewachen die Jagdbeute, ein geschossenes Kalb vom Damwild

291/365 Ebby und Aura am Hirschkalb

18.10.2015
Da ich auf dem Lande aufgewachsen bin, hatte ich immer ein enges Verhältnis zu Tieren auch zu denen, die von vornherein für den Verzehr gehalten wurden, woraus nie ein hehl gemacht wurde. Genauso verhält es sich mit der Jagd, auch wenn ich selbst kein Jäger bin und es wohl auch nie werde. Ich weiß aber und erlebe es häufig, dass die Menschen in unserer Gesellschaft immer mehr von den Quellen ihrer Ernährung entfremdet werden. Ich will hier keine Diskussion zur Jagd heraufbeschwören. Zwei Dinge möchte ich anmerken. Die Leber war köstlich und die Jagdhunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb kostete es große Anstrengung, bei dem Anblick und »Duft« des erlegten Tieres nicht durchzudrehen. Die Hunde wurden übrigens mit für sie leckeren Innereien belohnt obwohl sie bei der Jagd in diesem Fall nichts zu tun hatten. Das Kalb hatte den Schuss, den es traf, nicht gehört. Es war sofort tot. Waidmannsheil.

Verlassenes und mit Laub bedecktes blaues Ruderboot am Ufer des Großen Schwaberowsees in Mecklenburg

290/365 Blaues Boot

17.10.2015
Es hat endlich aufgehört zu regnen. Nach einer langen Nacht mit wenig Schlaf mache ich einen Spaziergang durch die Wälder bei Godendorf in Mecklenburg und stehe plötzlich am Ufer des Großen Schwaberowsees. Das Boot, so scheint mir, sieht ziemlich verlassen aus, als wäre es schon seit Langem nicht mehr auf dem See gewesen. Aber, nicht nur Weiberherzen sind trügerisch (wie der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto eindrucksvoll beklagt), es trügt der Schein.

Kaskade, Wasserspiele vor dem Ludwigsluster Schloss

231/365 Schlosspark Ludwigslust

19.08.2015
Das Schloss Ludwigslust war von 1763 bis 1837 Hauptresidenz der (Groß-) Herzöge von Mecklenburg-Schwerin. Der gepflasterte Schlosshof war der Standort eines früheren Jagdschlosses. Der Ludwigsluster Schlosspark ist einer der größten und schönsten Landschaftsparks Mecklenburgs und zu jeder Zeit einen Besuch wert.
Wir haben heute den zweiten Tag graues regnerisches Wetter, also Zeit für touristische Aktivitäten. Der Park ist wahrlich gigantich und strahlt durch seine Anlage sowie durch den uralten Baumbestand Ruhe und Kraft aus. So groß hatte ich ihn aus meiner Kindheit gar nicht in Erinnerung.
Überall gibt es Teiche und Wasserspiele. Da ursprünglich hierfür gar kein Wasser vorhanden war, wurde von 1756-1760 kurzerhand ein 28 Kilometer langer Kanal angelegt, der die zwei Flussläufe von Stör und Rögnitz verbindet.
Ein Prunkstück ist die Kaskade auf dem Schlossplatz mit Sandsteinskulpturen, deren zentrale Gruppe Allegorien auf die Flüsse Stör und Rögnitz sind. Bei schönem Wetter kann man hier sicherlich tolle Aufnahmen schießen. Für mich bestand die Herausforderung darin, dieses bei griesem Himmel zu versuchen. Also suchte ich nach einem Standpunkt, von dem aus ich Störungen sowie ausgefressenen Himmel ausblenden konnte.