Makroaufnahme einer Narzissenblüte

97/365 Narziß und Goldmund

07.04.2015
Kein Wunder, dass so eine schöne Blume den Namen Narzisse bekam. Obwohl, Wikipedia behauptet ja, der Name stamme vom griechischen Wort νάρκειν narkein ab, welches »betäuben« bedeutet (vgl. Narkose). Es gibt unzählige Sorten, Variationen. Mir gefallen besonders die Sorten mit blass gefärbter äußerer Krone.
In Österreich schmücken am Fuße des Loser (einer meiner Lieblingsberge) wild wachsende Dichter-Narzissen die Blumenwiesen im Ausseer Land und verwandeln sie in ein Blumenmeer. Sie verwandeln die Berg- und Seenlandschaft zwischen Dachstein, Loser und dem Toten Gebirge in ein duftendes Blütenmeer. Jedes Jahr wird hier Ende Mai mit dem Narzissenfest das größte Blumenfest Österreichs gefeiert.
Natürlich fällt mir bei Narzisse nicht nur der griechische Götterspross ein, dem nur dann ein langes und glückliches Leben beschieden sein soll, solange er sich nicht selbst erkenne, sprich so lange er nicht sein Spiegelbild zu sehen bekäme, sondern vor allem die rührende Geschichte um Narziß und Goldmund von Hermann Hesse.

Makroaufnahme der Blütenstände einer weißen Lilienblüte

81/365 Wie wird eine Haselnuss zur Lilie?

22.03.2015
Dass es Frühling ist, mochte man heute am Rande Weimars zumindest nicht glauben. In eisiger Kälte habe ich ein paar Zweige Korkenzieherhaselnuss (was für ein Name). geschnitten, weil ich eine der tollen, kleinen weiblichen Blüten fotografieren wollte. Zuhause angekommen war die Blüte aber nicht mehr toll und leuchtend rot, sondern noch unscheinbarer und stumpf, matt. Also war es nichts mit dem geplanten Tagesmotiv. Kurzerhand wurde die winzige Blüte der Haselnuss ausgetauscht gegen eine geradezu riesige der weißen Lilie. Da ich nicht vorhatte, die komplette Blüte darzustellen, habe ich mein 50mm-Makro auf die Kamera geschraubt und für ordentliche Schärfentiefe 3 Aufnahmen mit jeweils Blende 9 bei unterschiedlichem Fokus gemacht, die ich in Photoshop zu einer Aufnahme überblendete.