Blick von Obertraun über den Hallstädter See zum Plassen, hoch über Hallstadt im Salzkammergut, in der ersten Morgensonne.

361/365 Alpenglühen am Plassen

27.12.2015

Am ersten Morgen bietet sich mir beim Aufwachen dieser schöne Ausblick über den Hallstätter See auf den Plassen, dessen Spitze bereits in der Morgensonne leuchtet. Unsere Freundin Britta, Frau von Hans Jürgen, hat später ein schönes T-Shirt an, das eine ihrer Grundüberzeugungen widergibt: »Andere gehen zur Therapie – Ich gehe einfach … in die Berge«. Und da selbst in den Bergen kein Schnee liegt, ziehen wir heute Wanderschuhe an und begeben uns zu einer Wandertour auf den Krippenstein. Nach der Auffahrt über zwei Etappen mit der Gondel bietet sich uns ein herrliches Panorama in Richtung Dachstein. Wir gehen zum Nordrand in Richtung der »five fingers«, einer spektakulären Aussichtsplattform mit 400 m senkrecht abfallender Wand in Richtung Obertraun und Hallstätter See. Nichts für schwache Nerven.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Gleitschirmflieger beim Start

Nur wenige schnelle Schritte genügen, dann geht es in die Lüfte,
etwa 1500 m über dem Tal mit dem Hallstätter See.

 

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See - die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See – die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Bevor wir ins Tal zurückkehren besuchen wir die Lodge, um auf der Sonnenterrasse den herrlichen Blick auf das Dachsteinmassiv mit Schladminger Gletscher und Hallstattgletscher zu genießen. Für die Rückkehr ins Tal haben wir uns für einen Abstieg auf einem schmalen Pfad von der Mittelstation aus entschieden. Dafür brauchen wir etwa eine Stunde. Der Weg führt in unzähligen Spitzkehren entlang an steilen Felswänden und Felsüberhängen.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Zurück im Landhaus am See zeigt der Abendhimmel über dem Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm kräftig leuchtende Farben.

Abendrot über Obertraun

Blick vom Landhaus am See über das Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm.

 

 

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Abendglühen, spektakulärer Himmel im letzten Abendsonnenstrahl über Halle

315/365 Abendglühen über Halle

11.11.2015

Der Himmel glüht im Abendsonnenstrahl …

(angelehnt an einen Liedtext, Anonym)

Feuerwerk im Garten Eden? Oder feiern die Engel schon Karneval? Was für ein atemberaubender Himmel? Leider ist die Fernsicht in der Stadt stark eingeschränkt. Hier an dieser Kreuzung konnte ich noch relativ viel vom Himmelsspektakel sehen und einfangen. Von Minute zu Minute änderte sich das Schauspiel und nur zehn Minuten später sah das Firmament ganz nett aber nicht mehr spektakulär aus.

Teich mit Sprigbrunnen und Arkaden in den historischen Kuranlagen Bad Lauchstädt

270/365 Hoffmannstropfen für eine ruhige Hand beim Probeschuss

27.09.2015
Um 1700 in wurde in Lauchstädt eine Quelle entdeckt. Der bereits zu seiner Zeit weithin berühmte »Geheime Rath Friedrich Hoffmann, Dr. und Prof. der Arzneygelahrheit in Halle« (und Erfinder der noch heute bekannten Hoffmannstropfen) erkannte nach eingehender Analyse des Wassers die Heilwirkung und ließ »vernehmen, dass es ein gesund Wasser sey, welches in vielen sonderlich langwierigen Kranckheiten als Fiebern, Geschwulst, Bleichsucht bey den Frauenzimmer etc., insonderheit aber äusserlich als ein Bad, zu Stärckung der schwachen Glieder, mit nicht geringem Nutzen würde können gebrauchet werden.« Und er sollte Recht behalten. Schon kurz nach der Entdeckung entstand in Lauchstädt bei Halle ein Modebad, das der Adel und das aufstrebende Bürgertum aus den umliegenden Städten besuchte. Selbst der kurfürstlich sächsische Hof in Dresden nutzte das Bad als Sommerresidenz.
Wahrscheinlich waren die Anlagen und das Umfeld dem sächsischen Hof doch zu trivial und öde, so dass zwar eine Neugestaltung der Anlagen erfolgte, der Kurbetrieb aber immer mehr einzuschlafen drohte. Mit dem Bau des »Goethe-Theaters« 1802 (von Goethe selbst konzipiert) erhielt Bad Lauchstädt einen erneuten Aufschwung. Noch heute wird die damals eingebaute Bühnentechnik im Original genutzt. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) fiel Bad Lauchstädt an Preußen. Das war´s dann. Kurpark und Theater verloren ihre einstige Bedeutung, 1941 wurde der Kurbetrieb eingestellt und am 15. November 2010 wurde im Traditionsbetrieb Lauchstädter Heil- und Mineralbrunnen GmbH die letzte Flasche des Heilwassers abgefüllt. Inzwischen gibt es neue Pläne für ein Therapiezentrum und auch für die weitere Nutzung der Heilquelle. Mal sehen, was daraus wird.
Ich bin heute bei bestem Altweibersommerwetter (was für ein Wort) mit meiner Holden im Kurpark, um das Wetter, den tollen Himmel und anschließend eine Aufführung des Freischütz im Goethe-Theater zu genießen. Ich sag nur soviel: Die Aufführung war grandios.

leuchtende Segel zahlloser Segelboote unterschiedlicher Klassen bei der Herbstregatta auf dem Rudower See

269/365 Herbstregatta bei Flaute

26.09.2015
An diesem Wochenende hat der ortsansässige Segelverein zur Herbstregatta eingeladen, gleichzeitig Absegeln für diese Saison. Und dann das, das böse Wort mit »F«. Nein, ich werde nicht obszön. Aber für Segler, Windsurfer, Kiter ist das böse F-Wort Flaute. Es reichte immerhin für eine Wettfahrt und dafür, dass sich bei den größeren Bootsklassen wie Ixylon und Pirat auf Vorwind sogar der Spinnaker entfalten konnte. Sonne, blauer Himmel, leuchtende Segel und malerische Wolken machten die Veranstaltung zumindest zu einem optischen Genuss.

Schwarz-weiß-Foto von weiter Wiesenlandschaft hinter den Elbdeichen in der Westprignitz mit einem Himmel voller kleiner Wolken

95/365 Wolken wie Watte

05.04.2015
»Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…«, so ist es, und wir genießen die Sonne, die kein Weißes duldet. Und der Himmel am westlichsten Zipfel Brandenburgs, in der Westprignitz bei Lenzen ist am Ostersonntag herrlich blau und voller kleiner schöner Wolken, die die Sonne nicht behindern und die Landschaft noch interessanter gestalten. Der schöne Himmel über Brandenburg hat auch Yadegar Asisi gefallen und ihn veranlasst, selbigen zu fotografieren oder fotografieren zu lassen, um ihn sodann in sein gigantisches 360°-Panorama von Rom im Jahre 312 einzumontieren. Ich habe dieses eindrucksvolle Monumentalkunstwerk im Gasometer in Leipzig bewundern können, momentan ist sowohl in Rouen als auch in Pforzheim zu erleben.