Adventskalender: in der Tasche mit der Aufschrift »12« steckt ein kleiner Schokoladenweihnachtsmann und ein Tannenzweig

346/365 Das Dutzend ist voll

12.12.2015

Ist gar nicht so lange her, dass die Basis der im deutschsprachigen Raum gebräuchlichen Mengeneinheiten 12, das Dutzend, war. Was ein Dutzend ist, wissen heute noch viele. Anders sieht es aber schon bei Schock und Gros aus. Interessant finde ich ja, dass das Schock gerade fünf Dutzend (warum nicht sechs?) sind. Und noch witziger ist das Bäcker- oder Fleischerdutzend (13), daher rührend, dass besagte Handwerksmeister sicherheitshalber bei verlangter Menge von zwölf Stück ein dreizehntes unberechnet dazu gelegt haben sollen. Jedenfalls ist heute das Dutzend der Kalendertage im Monat Dezember voll, auch noch das Fach im Adventkalender. Gleich vielleicht schon nicht mehr.

Schwere Eichentür mit Versorgungsluke zum Verlies im Stumpfen Turm zu Lenzen

276/365 Tor zum Verlies

03.10.2015
Diese kleine von den Zeiten gezeichnete, einst sehr stabile Tür mit schwerem Schloss gehört zum Stumpfen Turm in Lenzen (Elbe), Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, Reste der Stadtmauer aus Feld- und Backsteinen sind heute noch zu sehen.
Der Turm war Torturm des Bergtors, eines von drei Lenzener Stadttoren (neben Heidetor und Seetor). An den Toren wurde Zoll erhoben. Zum Stumpfen Turm gelangte man über zwei Brücken jeweils mit Vortor und Zugbrücke. Nachts war das Stadttor vorsorglich verschlossen. Nach zunehmendem Verfall der Stadtmauern wurde das Bergtor 1758 abgerissen, das ehemalig kegelförmige Dach des Turmes stürzte ein und seitdem heißt er im Volksmund bis heute nur noch Stumpfer Turm.
Der Stumpfe Turm wurde nach dem Abriss des Tores als Gefangenenturm (Verlies) genutz. Man musste sich schon ganz schön bücken, um hinein- und auch wieder hinauszukommen. Die kleine Luke in der Tür war für die Übergabe der Verpflegung gedacht. Die Angehörigen hatten sich damals gefälligst selbst um die Verpflegung der Delinquenten zu kümmern.

gut sortiertes Weinregal mit französischen Rotweinen beim Weinhändler

149/365 »Frère Jacques« und sein Weindepot in Halle

29.05.2015
Die Chefin unseres Lieblingsweinladens übergibt zum 1. Juni die Geschäfte an ihren Nachfolger und hat zu diesem Anlass Kunden, Freunde, Partner zu einem Gläschen Crémant d’Alsace (Lucien Albrecht, Brut Rosé) eingeladen. Auch wenn man nicht der große Sektliebhaber ist, dieses Tröpfchen ist einfach großartig mit wunderbaren Noten von Pflaumen und Aprikosen. Zudem gab es anschließend Bratwurst vom Grill und die Gäste konnten sämtliche Sorten aus den Weinschläuchen probieren. Nebenher konnten wir mit einigen anderen Gästen interessante und unterhaltsame Gespräche führen. Viel besser kann man die Woche nicht ausklingen lassen und ins Wochenende starten oder den frühen Abend des 33. Hochzeitstages verbringen. Und weil es gerade so schön ist, schieße ich das Tagesfoto doch auch gleich hier. Danke und alles Gute im verdienten Ruhestand liebe Frau Meye.