Alte, verwitterte Almhütte auf der Hirschau Alm vor steiler Felswand bei Hallstadt im Salzkammergut

365/365 Silvester in den Bergen

31.12.2015

Heute ist der letzte (offizielle) Tag im Projekt »365 Tage – 365 Fotos.«
Für heute haben wir – Britta, Bohne und ich sowie Staff – uns eine kurze Wanderung von Obertraun über die Hirschau-Alm nach Hallstatt vorgenommen. Dort werden wir mit der Fähre über den Hallstätter See setzen und am Ostuferwanderweg zum Landhaus am See zurückkehren.

Aber zuerst geht es zur Kesselbrücke kurz vor Hallstatt und von dort etwa 40 min steil bergan. Diesen Weg sollen angeblich im Frühjahr die Rinder auf dem Weg zur Alm zurücklegen. Hut ab, das müssen sportliche Kühe sein. Immer wieder halten wir kurz an und genießen herrliche Ausblicke über den Hallstätter See in Richtung Bad Goisern. Schließlich sind wir auf der Alm und genießen die Pause nach dem sportlichen Aufstieg. Sportliche Tourengeher finden noch etwa 15 Minuten Gehzeit weiter den Einstieg zu einem der schönsten und zugleich schwierigsten Klettersteige der nördlichen Alpen. Ich erfreue mich an der urigen Hütte und entdecke einen klitzekleinen Unterstand am Fels.

Kleiner uriger Schuppen im Felsen auf der Hirschau Alm bei Hallstatt

Kleiner uriger Schuppen im Felsen auf der Hirschau Alm bei Hallstatt

Da wir hier oben nicht den Jahreswechsel feiern wollen, suchen und finden wir den Abstieg nach Hallstatt. Zwischendurch erreichen wir diese Quelle mit Holztrog, wo ich mich nach ein paar Fotos erst einmal labe.

Holztro sowie Holzrohr mit frischem Quellwasser aus dem Berg

Frisches Quellwasser, direkt aus dem Berg.

Beim Abstieg queren wir zwei Lawinenfelder. Noch immer liegen zahlreiche Bäume kreuz und quer herum, der Weg ist allerdings gut begehbar. In Hallstatt begegnen uns unzählige kleine und größere Gruppen von Touristen, die dieses schöne Bergstädtchen, Zentrum der Welterberegion Salzkammergut, für ein paar Stunden besuchen und alles fotografieren und filmen, vorzugsweise als Selfies. Wir bereiten uns langsam auf eine schöne Silvesterfeier mit großem Lagerfeuer und anschließender Tanzparty in Hans Jürgens Stadl vor. Es wird bis früh um sechs Uhr gehen.

Blick von Obertraun über den Hallstädter See zum Plassen, hoch über Hallstadt im Salzkammergut, in der ersten Morgensonne.

361/365 Alpenglühen am Plassen

27.12.2015

Am ersten Morgen bietet sich mir beim Aufwachen dieser schöne Ausblick über den Hallstätter See auf den Plassen, dessen Spitze bereits in der Morgensonne leuchtet. Unsere Freundin Britta, Frau von Hans Jürgen, hat später ein schönes T-Shirt an, das eine ihrer Grundüberzeugungen widergibt: »Andere gehen zur Therapie – Ich gehe einfach … in die Berge«. Und da selbst in den Bergen kein Schnee liegt, ziehen wir heute Wanderschuhe an und begeben uns zu einer Wandertour auf den Krippenstein. Nach der Auffahrt über zwei Etappen mit der Gondel bietet sich uns ein herrliches Panorama in Richtung Dachstein. Wir gehen zum Nordrand in Richtung der »five fingers«, einer spektakulären Aussichtsplattform mit 400 m senkrecht abfallender Wand in Richtung Obertraun und Hallstätter See. Nichts für schwache Nerven.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Gleitschirmflieger beim Start

Nur wenige schnelle Schritte genügen, dann geht es in die Lüfte,
etwa 1500 m über dem Tal mit dem Hallstätter See.

 

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See - die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See – die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Bevor wir ins Tal zurückkehren besuchen wir die Lodge, um auf der Sonnenterrasse den herrlichen Blick auf das Dachsteinmassiv mit Schladminger Gletscher und Hallstattgletscher zu genießen. Für die Rückkehr ins Tal haben wir uns für einen Abstieg auf einem schmalen Pfad von der Mittelstation aus entschieden. Dafür brauchen wir etwa eine Stunde. Der Weg führt in unzähligen Spitzkehren entlang an steilen Felswänden und Felsüberhängen.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Zurück im Landhaus am See zeigt der Abendhimmel über dem Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm kräftig leuchtende Farben.

Abendrot über Obertraun

Blick vom Landhaus am See über das Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm.