Treppen im ehemaligen Modekaufhaus Weiß, heute New Yorker, am Markt in Halle

349/365 Funktion und Ebenmaß

15.12.2015

Es ist schon lustig, da habe ich erst vor ein paar Tagen zu einer Aufnahme eines Wohn- und Geschäftshauses in der Großen Ulrichstraße etwas über Historismus verlauten lassen, und schon stehe ich vor symmetrischen Treppenaufgängen der selben Schöpfer am Marktplatz. Die Brüder Albert und Ernst Heinrich Giese waren halt sehr fleißig. Dieses Kaufhaus, ein viergeschossiger Stahlbetonskelettbau mit etwa 4.200 m² Verkaufsfläche, tollen Treppenaufgängen und einem Lichthof unter einer imposanten Kuppel, eröffnete 1908 als Konfektionshaus Weiss. Die Bekleidungskette New Yorker hat das mit den Jahren herunter gekommene Kaufhaus 2006 gekauft und nach umfangreichen Sanierungsarbeiten 2008 wiedereröffnet. Als ich den Fotoapparat zückte, stand sofort eine junge Verkaufsangestellte neben mir und fragte nach meiner Berechtigung zu fotografieren. Glücklicherweise rief sie spontan bei ihrer Geschäftsleitung an und eine Minute später hatte ich die Erlaubnis, die Treppen abzulichten. Da sage ich gern nochmals Danke.

in der ehemaligen Aufzughalle des Parkhauses Pfännerhöhe in Halle

283/365 Im Parkhaus

10.10.2015
Das Industriedenkmal Parkhaus in der Pfännerhöhe von Halle stand mir bereits zweimal Modell (Parken im Denkmal sowie Parkhaus), beide Male von außen. Heute war das Tor geöffnet, so dass ich die Gelegenheit nutzte und vor dem automatischen Verschließen hineingelangte. Wegen der Formen und grafischen Wirkung der Konstruktion aus Stahl und Glas entschloss ich mich zur schwarz-weiß-Entwicklung der Rohdaten.

Leuchtend grüner Glasklumpen aus Lauscha im Durchlicht

245/365 Zauberei aus der Smaragdenstadt

02.09.2015
»Der Zauberer der Smaragdenstadt« ist eine russische Nachdichtung des amerikanischen Kinderbuches »The Wonderful Wizard of Oz« und durfte in keinem Kinderzimmer der DDR fehlen. Unsere Jungs haben die Geschichte geliebt. Dieser leuchtende Zauberstein ist kein Smaragd, nicht einmal ein Stein. Da er keine Kristallstruktur aufweist, eine unterkühlte Flüssigkeit ist, handelt es sich um Glas, Glas aus Lauscha, dem Zentrum der Thüringischen Glasherstellung seit über 400 Jahren. Diesen »Tropfen« (Klumpen klingt mir irgendwie zu gemein) hat meine Holde im letzten Herbst bei einem Besuch im Glaszentrum Lauscha mitgenommen und ich habe ihn mit einem dünnen Lichtstrahl zum Leuchten gebracht.

Bunter Strauß von Sommerblumen und Kräutern in einer schönen Glasvase

178/365 Sommerblumen zur Einzugsparty

27.06.2015
Gestern konnten wir uns endlich bei den vielen fleißigen Helfern beim Umzug mit einer kleinen Einzugsparty bedanken. Es war ein toller unterhaltsamer und kurzweiliger Abend. Zum Glück mussten wir nicht anschließend irgendwohin fahren. Wir waren ja schon zu Hause. Diesen Blumenstrauß bekamen wir geschenkt und da Schönheit bekanntlich vergänglich ist, habe ich versucht, ihn im heutigen Tagesfoto zu konservieren.

bunte Fischerkugeln im abendlichen Gegenlicht

133/365 Farbenfrohe Accessoires

13.05.2015
Ein langes Wochenende in der Wildnis steht bevor. Morgen ist Himmelfahrt und meine Freunde werden anrücken zum Überlebenstraining (es wird nachts wieder ar…kalt werden). Da habe ich noch viel zu tun, angefangen beim Rasen mähen, einige kulinarische Reize vorbereiten… Aber zunächst wird »geschmückt«. Nach dem Aufschließen werden zunächst alle möglichen Windspiele, eine Lampe und diese Glaskugeln aufgehängt, auch wenn der eine oder andere sich daran stößt oder süffisant von Accessoires spricht, wobei Accessoires hier nach Axt im Wald klingt. Mir gefällt´s.

Auffahrt zum Parkhaus in der Pfännerhöhe aus Stahl und Glas

83/365 Parken im Denkmal

24.03.2015
Gleich um die Ecke befindet sich dieses tolle Gebäude, die modern gestaltete spiralförmige Auffahrt zum ältesten Parkhaus Deutschlands. Dieses wurde 1929 eingeweiht und erstreckte sich über Kellergeschoss und drei Oberetagen um einen Lichthof aus Glas und Stahl. Da die damaligen Fahrzeuge Steigungen bei weitem nicht so mühelos bewältigen konnten wie heutige, wurden sie mit einem Fahrstuhl hoch und hinunter befördert. Im richtigen Parkdeck angekommen, wurden sie mittels Schiebebühnen in die zugewiesene Box rangiert. Das historische Parkhaus hat, fast an ein Wunder grenzend, den 2. Weltkrieg ohne nennenswerte Schäden überstanden.
1992 schloss der TÜV den Aufzug und damit den Parkhausbetrieb. Das langsam verfallenden Bauwerk wurde schließlich durch den »Bauverein Halle & Leuna eG« ab 2007 saniert. Die gesamte Dachkonstruktion aus Stahl und Glas wurde originalgetreu wiederaufgebaut, der Bau mit der spiralförmigen Auffahrt komplettiert und 2012 wiedereröffnet. Ich war vor vielen Jahren einmal zum »Tag des offenen Denkmals« im Parkhaus und war von der Technik fasziniert. Ich glaube, ich werde dem Parkhaus noch einige Besuche abstatten und versuchen, andere lohnende Ansichten im Foto festzuhalten.

Detail aus der Bleiverglasung eines Fensters im Treppenaufgang

80/365 Bleiverglasung ohne Bleiglas

21.03.2015
Heute ist also Tag 80 meines Jahresprojektes. Da ich gleich nach Thüringen aufbreche und nicht weiß, was der Tag noch so alles bringt, will ich kein Risiko eingehen und schieße ein Detailbild von einem der Fenster unseres Treppenhauses. Das komplette Fenster wird es irgendwann auch zu sehen geben. Wenn ich durch die Straßen unseres Viertels gehe, staune ich immer wieder, dass kein Haus dem anderen gleicht, obwohl alle irgendwie ähnlich und in den selben Jahren entstanden sind. Vor hundert Jahren haben die Bauherren doch noch mehr als heute auf Individualität geachtet. Detailreichtum wurde offensichtlich mehr Beachtung als Fragen der Funktionalität geschenkt. So stellt es sich zumindest mir und meinem laienhaften Verständnis von Architektur dar.

13/365 Blaue Stunde?

13.01.2015
Nein, die blaue Morgenstunde war schon vorüber. Beim Autoglaser leuchteten blaue Neonröhren und die Spiegelungen in der Glasfront ließen den gesamten Kundenbereich blau leuchten und sorgten für Symmetrie. Das Blumengesteck links wirkt mit seinen warmen Gelb-Orange-Tönen als Kontrapunkt.