lachsfarbene Hibiskusblüte (Deteils) mit Stempel und Pollen

150/365 Subtropische Edelmalven frieren auf dem Balkon

30.05.2015
Auf unserem Balkon sieht es wirklich schön aus, dennoch macht es bislang keinen großen Spaß den Ausblick dort längere Zeit zu genießen. Dazu müsste ich vielleicht die Skiunterwäsche aus dem Schrank kramen. Petrus lässt es einfach nicht richtig warm werden. Dennoch blüht unser Hibiskus sehr schön, und das ist vielleicht das einzig Gute am kalten Wetter, die Blüten halten sich ungewöhnlich lange. Schaut Euch doch bloß mal Stempel und Staubgefäße an. Die Natur vollbringt tolle Wunder.

Straßenparty am lauen Frühlingsabend in der Stadt - Gäste sitzen auf Ledersofa und -sessel mit einem Glas Wein in der Hand auf dem Gehweg vor dem Haus

148/365 Straßenparty am Abend

28.05.2015
Heute hatten wir lieben Besuch und spontan Lust bekommen, den schönen Abend im Freien zu verbringen. Da man ab einem bestimmten Alter nicht mehr auf ein Mindestmaß an Luxus verzichten möchte, wurden kurzerhand die Sitzmöbel aus dem Wohnzimmer auf die Straße getragen. Dazu gab es eine Kerze auf dem Fußweg, für jeden ein Glas Wein und jede Menge irritierter Blicke der Nachbarschaft und aus vorbeifahrenden Autos. Zum Glück ist nichts passiert, sonst hätten wir morgen vielleicht in der Zeitung gestanden wegen schweren Eingriffs in den Straßenverkehr. Eigentlich mussten wir lediglich Platz schaffen für die Möbelträger, die uns morgen unsere neue Couch bringen sollen. Hoffentlich kommen sie auch und bringen die bestellte Ware und nicht irgend etwas. Aber das gibt dann ein neues Tagesbild.

Kohlmeisenweibchen bei der Fütterung ihrer Nachkommen im Nistkasten

145/365 Kinder, Essen ist fertig!

25.05.2015
Es geht dieser Tage hoch her im Club d´amour. In diesem Jahr hat sich statt der sonst dort einquartierten Blaumeisen ein Kohlmeisenpaar im Clubhotel eingemietet und zieht gerade seine Nachkommen auf bis diese flügge werden. Das ist ein Gepiepse! Als ich mich mit dem Fotoapparat in der Nähe postiere, protestieren und schimpfen die Alten ganz gehörig. Als ich aber ganz desinteressiert tue und am Gartenschlauch herum hantiere, fasst sich Mutter Meise als erste ein Herz und fliegt den Versorgungseinsatz erfolgreich zu Ende.

Im Paulusviertel - Blick zur Turmuhr der Paiuluskirche, eingerahmt durch frisches Grün und weiß der blühenden Bäume und Sträucher

130/365 Fliederduft am Hasenberg

10.05.2015
Das schöne Wetter lud geradezu ein, eine kleine Radtour zu unternehmen. Vorher musste ich aber meiner skeptischen Holden einen konkreten Routenvorschlag unterbreiten, der wurde ohne Diskussion genehmigt und los ging es. Heute hätte ich wieder Motive für eine ganze Woche im Kasten gehabt, das zählt aber nicht, also musste ich mich in den letzten Minuten entscheiden. Die Wahl fiel auf die Pauluskirche auf dem Hasenberg im ehemaligen Kaiserviertel, dem heutigen Paulusviertel. Nicht nur rund um die Kirche ist alles grün, auch jede der abgehenden Straßen vom Rondell um den Hasenberg wird durch große Bäume begrünt. Das Paulusviertel ist nicht von ungefähr eines der beliebtesten Wohnviertel, gerade für junge Paare mit Kindern, in ganz Halle. Aber wie das so ist mit Yin und Yang, Licht und Schatten …, das größte Manko im Revier ist die Parkplatznot. Das wird jedoch früher oder später auch in den Randbezirken immer stärker im Fokus stehen. Da sind neue Konzepte gefragt. Das aber ist ein anderes Thema. Nun ja, wir sind mit dem Fahrrad unterwegs und genießen die Natur. Es ist kurz nach vier, es duftet wie irre nach Flieder und Weißdorn und jetzt geht es weiter.

Zwei Gitarren und ein kleines »Reiseschlagzeug« - damit vesetzte die Band »Bienstich« die Menschen mange vor dem Roten Turm in Partystimmung.

115/365 Bienstich zum Tag des Baumes

25.04.2015
Nun könnte Mancher auf die Idee kommen, der Blogger hat zu oft den Deutschunterricht geschwänzt. Hat er nicht. Heute, zum Tag des Baumes, soll natürlich auch ein passendes Bild geschossen und gepostet werden, so der Anspruch. Eins noch vorweg, als ich, von der Küste kommend, von meinen Eltern sukzessive bis nach Leuna verschleppt, vor fast 30 Jahren nach Halle zog, freute ich mich zwar über die erste eigene Wohnung, war mir aber sicher: »Hier bleibst Du nicht lange«. Heute lebe ich in einer der grünsten Städte Deutschlands. Nach einer Studie der Comdirekt Bank rangierte Halle gar auf dem ersten Platz mit Grünanlagen auf 15,9 % des Stadtgebietes. Nicht zuletzt deshalb fühle ich mich mittlerweile in Halle sehr wohl.
Zurück zu den Bäumen, also es gibt wirklich viele davon in Halle, sogar unmittelbar vor unserem Balkon. Und sie produzieren nicht nur Sauerstoff und filtern die Luft, man kann auch tolle Sachen aus ihnen herstellen, wie z.B. Möbel, Marktstände (Bierstände auf dem Frühlingsmarkt allerdings ausgenommen) und Musikinstrumente wie Steel Guitars oder den Korpus von Drums. Die Jungs von »Bienstich« (die Band heißt tatsächlich so) bringen das so verarbeitete Holz so zum Klingen und untersetzen dieses mit mitreißendem Gesang, dass, egal, was für ein Wetter herrscht, sofort Sommerfeeling einsetzt und Partystimmung aufkommt. Zum Frühlingsmarkt auf Halles Marktplatz haben sie heute wieder für gute Laune und viel Spaß gesorgt. Danke Jungs, ich hoffe, die »Spendeneinnahmen« waren angemessen.

Rosablühende Kirschbäume in Halles Innenstadt

103/365 Schönheit und Vergänglichkeit in Halle

13.04.2015
Weltberühmt ist die japanische Kirschblüte, auch wenn sie die wenigsten Erdenbewohner erlebt haben dürften. Sie verkündet nicht nur den Beginn des Frühlings, sie ist ein Höhepunkt im japanischen Jahresrhythmus und begehrte Reisezeit für Touristen aus aller Welt. Die Kirschblüte steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. All dieses kann ich bestens verstehen, wenn ich im Frühling an dieser Stelle auf dem »oberen Boulevard« (so die Hallenser) vorbeikomme, erst Recht die Idee der Vergänglichkeit. Ein Regenschauer und etwas Wind reichen aus, dass dieses tolle Schauspiel nur sehr kurz aufgeführt wird. Die Wiederholung gibt es dann erst wieder im nächsten Jahr. Aber das wird dann wieder grandios.

An der Johanneskirche grünt die erste Kastanie

99/365 Was hat die Kastanie mit dem Pferd zu tun?

09.04.2015
Seit Projektstart achte ich viel stärker als davor darauf, einen Fotoaparat mitzunehmen, sobald ich das Haus verlasse. Auf dem Weg zur Kaufhalle (schönes Ossi-Wort, aber ich möchte heute Product Placement vermeiden) leuchtete diese Rosskastanie schon von weitem mit grünen Blättern und deutlich zu erkennenden Blütenständen. Ringsum die Bäume, Linden und weitere Kastanien, halten sich da noch vornehm zurück. Dass dieser Baum es immer besonders eilig hat, ist mir in den letzten Jahren schon ein paar Mal aufgefallen. Allerdings ist er auch der Baum, der als erster völlig entlaubt herumsteht, vor allem ein Werk der Rosskastanien-Miniermotte (oder Balkan-Miniermotte). Was so ein kleiner Schmetterling alles anrichten kann?
Seinen größten Nutzen entwickelt eine Kastanie vor allem als Schattenspender in Biergärten, insbesondere in Bayern. Ansonsten werden, vor allem aus den Samen, die wir gemeinhin einfach als Kastanien bezeichnen, wertvolle Inhaltsstoffe, wie Saponine etc., gewonnen, die viele Jahrhunderte lang in der Heilkunde erfolgreich eingesetzt wurden. Ein tolles Naturprodukt aus Kastanien ist Kastanienhonig, der riecht wie eingeschlafene Füße oder entzündeter Pferdehuf (vielleicht kommt daher der Name?), schmeckt jedoch phantastisch.

Rotes Auto im Schneetreiben zum Gründonnerstag in Halle

92/365 Vom Donner gerührt

02.04.2015
Als ich am Gründonnerstag erwachte, wollte ich meinen Augen nicht trauen, heftiges Schneetreiben in Halle und das heute, da wir über Ostern in die Wildnis nach Lenzen in der Westprignitz fahren wollten, um dort in einer kleinen Hütte die Ostertage zu verbringen. Das riecht schon wieder verdammt nach Überlebenstraining. Wo habe ich die Überlebensfibel von Rüdiger Nehberg verstaut?