Steinerne Jungfernbrücke im Harz über den Fluss Bode

305/365 Im wilden Bodetal

01.11.2015
Der Harz ist urwüchsig und ein Hort unzähliger Sagen. Die Wetterfrösche versprachen für heute tolles Herbstwetter und sie sollten Recht behalten. Zusammen mit Freunden wollten wir das tolle Wetter nutzen und eine Wanderung entlang der Bode zum Hexentanzplatz unternehmen. Also sind wir mit dem Auto bis kurz vor Thale gefahren und haben es auf einem Waldparkplatz abgestellt. Von hier aus ging es nach Treseburg und von dort aus entlang der Bode flussabwärts in Richtung Thale. Das war eine großartige Idee. Je mehr wir uns dem tiefen Einschnitt zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe näherten, um so schöner wurde die Szenerie und auch der Fluss selbst. Fast senkrecht erheben sich die Granitfelsen zu beiden Seiten der Bode. Der Fluss hat hier die tiefste Felsschlucht Deutschlands außerhalb der Alpen in das Gelände gefressen.
Kurz vor Thale erreichen wir den Hirschgrund mit dem Gut Königsruhe, einer Ausflugsgaststätte mit Nebengebäuden und dieser steinernen Brücke. Natürlich ranken sich auch um die Jungfernbrücke Sagen und Geschichten. Von hier ging es steil hinauf über etwa 250 Höhenmeter zum Hexentanzplatz. War auch der Aufstieg beschwerlich, so waren die gewonnen Naturerlebnisse jeden einzelnen Höhenmeter allemal Wert.

Auf der Elbfähre von Schnackenburg (Wendland) nach Lütkenwisch in der Westprignitz

142/365 Touristischer Mehrkampf im Pfingstverkehr – der Weg ist das Ziel!

22.05.2015
Heute geht es nach Norden in die »Wildnis«, Pfingsten wird schön. Wenn nur der viele Verkehr nicht wäre. Baustellen auf der A14 und eine Unfallstelle auf der A2 wurden geschickt und weiträumig umkurvt, die Altmark bot freie Straßen und schöne Dorfansichten bis es bei Osterburg wieder auf die Ursprungsroute B189 ging: Stau vor der Elbbrücke bei Wittenberge. Nun, was soll´s, machen wir noch einen Abstecher nach Niedersachsen und schippern ganz entspannt in Schnackenburg über die Elbe in die Prignitz. Und wenn wir schon mal übergesetzt sind, kehren wir doch gleich noch ins Café Jaap in Lütkenwisch ein und genießen ein Stückchen Torte mit einem Kaffee in der Sonne und einem Schnack mit der Wirtin. Tourismus kann so schön sein.

Das Flüsschen Weiße Elster sprudelt munter unter einer Feldsteinbrücke hindurch kurz vor der Mündung in die Saale

109/365 Feldsteinbrücke über die Weiße Elster

19.04.2015
Bei dem schönen Wetter mussten wir heute einfach eine kleine Runde mit dem Fahrrad drehen, runter in die Saale-Elster-Aue, über die Saale setzen und via Röpziger Brücke wieder zurück, summa summarum ca. 25 km.
Diese kleine Feldsteinbrücke quert die Weiße Elster, kurz bevor sie sich in die Saale ergießt. An dieser Stelle hat das rechte Nebenflüsschen der Saale bereits ca. 245 km von der Quelle im Elstergebirge in Tschechien kommend zurückgelegt. Gerade habe ich erfahren, dass der Name Elster rein gar nichts mit der tschackernden, angeblich diebischen Elster zu tun hat, sondern die erste Silbe stammt aus dem indogermanischen Sprachraum für strömen und die Endung -ster aus dem Germanischen für Flussbezeichnungen analog zur Alster in Hamburg.
Obwohl ich nie in der Provence war, assoziiere ich diese Brücke immer mit der Provende, auch wenn es in der Elsteraue eher nach Schlick riecht denn nach Lavendel oder Thymian. Ansonsten sind Feldsteinbrücken eher in Norddeutschland und Dänemark verbreitet als im mitteldeutschen Raum.