Fenster mit Insignien der Landwirtschaft über dem Portal zur landwirtschaftlichen an der Martin-Luther-Universität in Halle, der ältesten landwirtschaftlichen Forschungseinrichtung in Deutschland

314/365 »Das beste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld.«

10.11.2015

Wo der Bauer arm ist, ist das ganze Land arm.

(Sprichwort)
Hier wurde im Februar 1863 auf Erlass des Preußenkönigs Wilhelm I. das Landwirtschaftliche Institut an der Philosophischen Fakultät der damaligen Vereinigten Friedrichs-Universität in Halle gegründet, die älteste landwirtschaftliche Forschungs- und Lehreinrichtung an einer deutschen Universität. Der Gründer und erste Inhaber des Lehrstuhls, Julius Kühn, war im April 1862 zum ersten ordentlichen Professor für Landwirtschaft an die Universität berufen worden. In seinen 47 Jahren als Institutsleiter erwarb und besiedelte er nach und nach ein großes Areal, das heute den Steintor-Campus bildet. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die landwirtschaftliche Fakultät in Halle zum Mekka für Landwirtschaftsstudenten aus dem Ausland. Heute hat die älteste landwirtschaftliche Fakultät Deutschlands ihre Selbstständigkeit verloren, die Agrarwissenschaft ist heute ein Teil der Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Das Fenster mit Insignien der Agrarwirtschaft ziert das ehemalige Portal zur landwirtschaftlichen Fakultät in der Ludwig-Wucherer-Straße. In über 3 m Höhe war es für mich nicht einfach zu fotografieren.

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vollständig mit wildem Wein bewachsene Giebelwand - die Fassade gleicht einem Gesicht mit zotteligem Vollbart

260/365 Haus mit Vollbart

17.09.2015
Men´s Helth behauptet ja, glatt rasierte Gesichter wären gerade out und ein gepflegter Bart wäre Ausdruck der Männlichkeit. Laut einer Studie würden sich etwa zwei Drittel der deutschen Männer nicht täglich rasieren. Vor allem der Drei-Tage-Bart sei beliebt – 37 Prozent der Männer würden einen tragen.
Dieses Haus hat es allerdings nicht auf einen Drei-Tage-Bart abgesehen. Der Giebel trägt einen jahrelang gewachsenen, etwas zotteligen Vollbart. Das Haus erinnert mich jedes mal an ein Gesicht durch die eng stehenden Fensteraugen und die Fichte als überlange Nase. Assoziationen zu den Ents werden wach.

Detail aus der Bleiverglasung eines Fensters im Treppenaufgang

80/365 Bleiverglasung ohne Bleiglas

21.03.2015
Heute ist also Tag 80 meines Jahresprojektes. Da ich gleich nach Thüringen aufbreche und nicht weiß, was der Tag noch so alles bringt, will ich kein Risiko eingehen und schieße ein Detailbild von einem der Fenster unseres Treppenhauses. Das komplette Fenster wird es irgendwann auch zu sehen geben. Wenn ich durch die Straßen unseres Viertels gehe, staune ich immer wieder, dass kein Haus dem anderen gleicht, obwohl alle irgendwie ähnlich und in den selben Jahren entstanden sind. Vor hundert Jahren haben die Bauherren doch noch mehr als heute auf Individualität geachtet. Detailreichtum wurde offensichtlich mehr Beachtung als Fragen der Funktionalität geschenkt. So stellt es sich zumindest mir und meinem laienhaften Verständnis von Architektur dar.