Strohballen bei Lenzen (Elbe) - im Hintergrund der Funkturm Gartow 2 auf dem Höhbeck

233/365 geballtes Stroh vor »Gartow 2«

21.08.2015
Eine kleine Konditor-Tour führte uns von Lenzen nach Seedorf zur »Löcknitzterrasse«, wo die Chefin fantastische, selbst gemachte Kuchen und Torten offeriert. Die Rücktour wählten wir durch die Wiesen in Richtung Elbe. Im Hintergrund sehen wir hier den Höhenzug Höhbeck mit dem 344 m hohen Funkturm Gartow 2, der Ende der 1970-er Jahre erbaut wurde, um via Richtfunk eine störungsfreie Nachrichtenverbindung nach Berlin (West) einzurichten.
Seit 1989 ist der Turm außerdem mit einer Windmessanlage ausgestattet. Im Abstand von 18 Metern werden die Windgeschwindigkeiten und -richtungen mit Anemometern und Windrichtungsgebern gemessen. Zusätzlich liefert er dem Institut für Stahlbau der Technischen Universität Braunschweig wertvolle Daten zur Mastbeanspruchung infolge von Windeinflüssen.
Zu Vorwendezeiten durfte von hier aus wohl auch die ein oder andere geheime Organisation den Funkverkehr abhören. Nur gut, dass diese Zeit vorbei ist.

Eine Wanderdüne im Binnenland, etwa 100 km von der Ostseeküste entfernt.

217/365 Düne auf Wanderschaft

05.08.2015
Nein, nein, das ist nicht an Nord- oder Ostsee aufgenommen. Ein Relikt der letzten Eiszeit ist diese Wanderdüne im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal bei Klein Schmölen nur 1 km östlich von Dömitz.
Über viele Kilometer durch die Wische und den Lauf der Löcknitz zieht diese riesige Binnenwanderdüne den Blick auf sich. Sie erhebt sich mehr als 30 Meter über das Elbtal und erstreckt sich über eine Länge von etwa 2 Kilometern und 600 Metern Breite.
Typisch für die Sanddünen sind Sandtrockenrasen mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten. In dieser kargen Landschaftsenklave ist besonders der Artenreichtum bei Libellen, Tagfaltern, Vögeln und Insekten beeindruckend. Ein Rundgang mit Aussischtsplattform liefert zahlreiche Informationen und einen tollen Ausblick über die weite, feuchte Wiesenlandschaft Richtung Lenzen und zur Elbe.
Wandern tut die Düne übrigens nicht mehr. Vielleicht dauern Wanderpausen bei geologischen Formationen aber nur einfach etwas länger.

Auf der Elbfähre von Schnackenburg (Wendland) nach Lütkenwisch in der Westprignitz

142/365 Touristischer Mehrkampf im Pfingstverkehr – der Weg ist das Ziel!

22.05.2015
Heute geht es nach Norden in die »Wildnis«, Pfingsten wird schön. Wenn nur der viele Verkehr nicht wäre. Baustellen auf der A14 und eine Unfallstelle auf der A2 wurden geschickt und weiträumig umkurvt, die Altmark bot freie Straßen und schöne Dorfansichten bis es bei Osterburg wieder auf die Ursprungsroute B189 ging: Stau vor der Elbbrücke bei Wittenberge. Nun, was soll´s, machen wir noch einen Abstecher nach Niedersachsen und schippern ganz entspannt in Schnackenburg über die Elbe in die Prignitz. Und wenn wir schon mal übergesetzt sind, kehren wir doch gleich noch ins Café Jaap in Lütkenwisch ein und genießen ein Stückchen Torte mit einem Kaffee in der Sonne und einem Schnack mit der Wirtin. Tourismus kann so schön sein.