orientalische Räuchermännchenfigur bläst dicke Rauchwolken in den Abendhimmel über Leipzigs Weihnachtsmarkt

347/365 Rachermannel aus dem Morgenland

13.12.2015

Längst haben die Rachermannel aus dem Erzgebirge, Nachtwächter, Bergleute, Förster… Konkurrenz bekommen, was das Abrauchen duftender Räucherkerzen in den Wohnungen zur Weihnachtszeit angeht. Auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt paffte dieser Abgesandte aus dem Morgenland herrliche Rauchwolken in den Abendhimmel. An dem Stand gab es die verrücktesten Figuren. Sind sie zum Teil auch lustig anzuschauen, mir persönlich gefallen die neuen und klassischen Kreationen aus dem Erzgebirge besser.

 

Adventskranz mit einer brennenden Kerze zum ersten Advent 2015

333/365 1. Advent

29.11.2015

Die vorweihnachtliche Adventszeit
ist eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen,
wäre da nicht der Vorweihnachtsstreß.  (Gudrun Kropp)

Wo ist der Zauber des Advents aus Kindertagen hin? Auch als »Heiden« haben wir diese Wochen kurz vor Weihnachten genossen, nicht zuletzt dank der süßen Düfte von Plätzchen und Maultaschen, die nur zu dieser Zeit gebacken wurden oder des Schmückens der Wohnung. Mein Vater hat jedes Jahr zu dieser Zeit einen Satz geschnitzter und gehüteter Stöckchen von Haselnuss hervorgekramt und mit ihnen eine »Kartoffel-Weihnachtspyramide« gebaut, die mit Fichtenzweigen, Nüssen und Kerzen geschmückt wurde und wunderschön war. Jedes Wochenende wurden die Kerzen zur Kaffeezeit angezündet und alle Augen glänzten.
Auf der Suche nach einem erklärenden Bild stieß ich auf »Klausenbaum«, der allerdings aus Äpfeln, nur vier Stück, errichtet wurde.
Altes und neues Rathaus von Chemnitz mit Weihnachtsmarkt am Vorabend zum ersten Advent 2015

332/365 Weihnachtsmarkt in Chemnitz

28.11.2015

Freunde haben uns seit langem eingeladen, sie doch einmal in Chemnitz (zwischenzeitlich »Goarl-Moargs-Schdadd«) zu besuchen und so haben wir uns auf das erste Adventswochenende geeinigt. Petrus hat es am Samstag dafür sogar schneien lassen. Nachdem wir am Nachmittag dem höher gelegenen und komplett verschneiten Marienberg im Erzgebirge einen Besuch abgestattet hatten, ging es am Abend auf den Weihnachtsmarkt rund um die Rathäuser von Chemnitz. Hier herrschte eine tolle Atmosphäre. Weiträumig angelegt, gab es einen mittelalterlichen Bereich und daneben zahllose Verkaufsstände für kleine und feine »Steh-im-Weg«, eine Bühne und natürlich Stände für das leibliche Wohlergehen. Diese Weiträumigkeit hat sich Chemnitz allerdings teuer erkauft; nach dem zweiten Weltkrieg war von Chemnitz nicht mehr viel übrig geblieben, 80% der Stadt waren komplett zerstört. Heute wirbt Chemnitz für sich als Stadt der Moderne. Wir behalten das im Auge.