Leipziger Turm in Halle bei Nacht

257/365 Um neun am Leipziger Turm

14.09.2015
Der Leipziger Turm teilt den oberen vom unteren Boulevard, die Verbindung von Hauptbahnhof und Marktplatz. Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, war er zunächst Wartturm und mit 44 m Höhe zugleich der höchste Turm der städtischen Befestigungsanlage. Im Volksmund hieß er bis Mitte des 19. Jahrhunderts Galgtorturm, da er sich direkt neben dem Galgtor erhob und man von hier freie Sicht übers Land zum Galgberg (heutiger Riebeckplatz) hatte. Ende des 16. Jahrhunderts erhielt der Turm eine welsche Haube (gebauchte Haube mit Laterne) mit vier Lukarnen (auch Zwerchhaus, ein Dachfensteraufbau dessen First senkrecht zu der Dachtraufe steht). Seit wann das Uhrwerk mit zwei Ziffernblätter den Turm schmückt, weiß ich nicht zu berichten. Wirkt der Turm auch ziemlich schlank, so beträgt die Mauerstärke am Fuß immerhin 2,80 m bei 3,30 m Durchmensser im Innenraum.
Da es auf dem Heimweg vom Spanischkurs heute leicht geregnet hat, gibt es Spiegelungen, die mich veranlassen, hier ein paar Minuten mit Fotoaufnahmen zuzubringen.

Rosablühende Kirschbäume in Halles Innenstadt

103/365 Schönheit und Vergänglichkeit in Halle

13.04.2015
Weltberühmt ist die japanische Kirschblüte, auch wenn sie die wenigsten Erdenbewohner erlebt haben dürften. Sie verkündet nicht nur den Beginn des Frühlings, sie ist ein Höhepunkt im japanischen Jahresrhythmus und begehrte Reisezeit für Touristen aus aller Welt. Die Kirschblüte steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. All dieses kann ich bestens verstehen, wenn ich im Frühling an dieser Stelle auf dem »oberen Boulevard« (so die Hallenser) vorbeikomme, erst Recht die Idee der Vergänglichkeit. Ein Regenschauer und etwas Wind reichen aus, dass dieses tolle Schauspiel nur sehr kurz aufgeführt wird. Die Wiederholung gibt es dann erst wieder im nächsten Jahr. Aber das wird dann wieder grandios.