Fachwerkhaus mit Stakenlehmwand neben der Burg Lenzen

277/365 Fachwerk vom Fach

04.10.2015
Diese Giebelwand gehört zu einem alten Haus in der Schulstraße in Lenzen. Die Ecke zwischen Kirche und Burg heißt Körbitz und war bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts ein kleines Fischerdorf. Der Name Körbitz ist, wie Kietz, von der ursprünglichen Bedeutung »geflochtener Korb« auch zur Bezeichnung von Hütten und Fischersiedlungen in der Nähe einer Burg verwendet worden.
Mich faszinierte hier der Aufbau der Wände mit Fachwerk und die grafische Wirkung. In das Fachwerk wurden senkrechte Staken (Holzlatten) eingebaut. Normalerweise wurden bei dieser Bauweise zwischen die Staken Weidenäste eingeflochten und auf dieses Geflecht dann eingeweichter Lehm geschmiert. Um die Wände vor der Witterung zu schützen, mussten sie entweder mit Brettern, Steinen oder in der Nobelvariante mit Schiefer versehen werden. Hier grenzte einst einfach ein anderes Haus am Giebel an und bot so den nötigen Schutz.

Zimmertür an Abrissfassade in 3 Metern Höhe mit Verbotsschild Rauchverbot.

58/365 Rauchen verboten

27.02.2015
Vor dem Betreten des Zimmers bitte den Glimmstengel ausmachen. Bestimmt deshalb, weil im Zuge der Modernisierungsarbeiten an diesem Haus in der Christian-Wolff-Straße irgendwie der Feuerlöscher abhanden gekommen ist. Wir können nur darüber spekulieren, was gefährlicher ist; im Zimmer zu rauchen oder zum Rauchen aus dem Zimmer an die frische Luft zu treten und dabei 3 Meter abzustürzen.