Zündholz im Moment des Entzündens. Dabei beträgt die Temperatur am Kopf immerhin etwa 800 Grad Celsius.

331/365 800 Grad Celsius

27.11.2015

Schwefelhölze, Schwefelhölzle,
Schwefelhölzle muß mer han,
Daß mer alle Augeblikke Feuer machen kann…

Heute ist Tag des Streichholzes. Das zu lesen kommt mir sehr gelegen, als ich nach einem Bildmotiv für heute suche. Angeblich entdeckte heute vor 189 Jahren der englische Apotheker John Walker, dass sich eine Mischung aus Antimonsulfid, Kaliumchlorat, Gummi arabicum und Stärke durch Reibung an einer rauen Oberfläche entzündet. Als Kind fand ich es unheimlich cool, wenn sich Ganoven in Westernfilmen ganz lässig ein Streichholz an der Stiefelsohle entzündeten. Man kann erahnen, dass der eine oder andere Unfall bei der Handhabung dieser Zündhölzer vorprogrammiert war. Heutige Sicherheitszündhölzer lassen sich nur an speziellen Reibflächen entzünden. Ein Selbstentzünden ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Die Holzstäbchen, meist Espenholz, sind mit Paraffin getränkt, um die Brennbarkeit zu verbessern und mit wasserlöslichen Phosphatsalzen imprägniert, um ein längeres Nachglühen zu unterbinden.

Ich nutze auch heute noch sehr gern Zündhölzer, um ein Feuerchen, ein Pfeifchen oder einen Zigarillo zu entzünden. Das ist viel sinnlicher als ein billiges Wegwerffeuerzeug zu benutzen.

Zwei Hühnereier balnzieren übereinander vor dunklem Hintergrund

282/365 Eierakrobatik auf der Spitze

09.10.2015
Habe gerade im Radio gehört, dass heute der Welt-Ei-Tag ist (immer am zweiten Freitag im Monat Oktober). Der Aktionstag verfolgt das Ziel, den Eierkonsum anzukurbeln, indem darauf verwiesen wird, welch wertvollen Beitrag Eier seit Menschengedenken zur gesunden Ernährung beitragen. Gleichzeitig rufen Tierschutzorganisationen dazu auf, ausschließlich Eier aus artgerechter Haltung zu kaufen.
Hier tanzen Eier von Hühnern aus Freilandhaltung in Deutschland akrobatisch auf der Spitze. Das »Foto« ist genau genommen aus einer Serie von vier Fotos entstanden:
1. Ei auf Spitze festgehalten
2. selbiges Ei auf Spitze mit Haftpaste fixiert
3. Konstruktion von 2. mit dem oberen Ei festgehalten
4. oberes Ei mit Haftpaste auf unterem platziert und dann musste es sehr schnell gehen, da die Haftpaste nicht wirklich gut auf der Eierschale haften blieb

Im Anschluss wurden die Bilder als Ebenen in Photoshop übereinander platziert und die Haftpaste sowie meine Finger herausretuschiert.

Blick zur Kuppel der Mittelhalle im Landgericht Halle mit reich verzierten Säulen und Treppenaufgängen

256/365 Doppelhelix im Landgericht

13.09.2015
Heute ist Tag des offenen Denkmals. Zum Frühstück wälzen wir die Ankündigungen in der Tageszeitung über teilnehmende zu besichtigende Objekte. Jeder von uns hat seine Wunschvorstellungen, alles kann man sich sowieso nicht ansehen, also womit fangen wir an?
Wir entscheiden uns für das Landgericht am Hansering. Das Gebäude, errichtet zwischen 1901-05, wirkt fast wie ein Stadtschloss, ist ein stadtbildprägender, reich verzierter Zweckbau. Ist schon die Fassade zum Hansering mit zwei Ecktürmen und Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel oppulent gestaltet und ausgeschmückt, so erschlägt die Gestaltung im Inneren beinahe den Besucher beim Betreten. Ich bin aus dem Wundern und Staunen fast nicht mehr herausgekommen. Die Mittelhalle mit Kuppel ist das Prunkstück. Zwei gegenläuige Treppenaufgänge erinnern mich an die Vatikanischen Museen oder an die Doppelhelix unserer Erbanlagen. Ich hatte Glück, dass zum Zeitpunkt des Fotos die Besucher sich mehr in den Gerichtssälen als im Treppenaufgang drängten und das Tageslicht nicht zu grell einfiel.
Was habe ich heute gelernt: Als Besucher kann man die Architektur und die farbliche Gestaltung hemmungslos bewundern und genießen. Vorgeladen möchte ich hier nicht werden.

Drei Konservendosen zum Tag der Konservendosen

237/365 Konservativ muss nicht schlecht sein

25.08.2015
Heute ist Tag der Konservendose. Wikipedia weiß hierzu, dass Napoleon 1795 einen Preis von 12.000 Goldfranc für ein Verfahren auslobte, mit dem man Nahrungsmittel haltbar machen und die Soldaten ernähren konnte, ohne die Bevölkerung zu plündern.
Für seine Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Glasflaschen zu erhitzen und dadurch für mehrere Jahre haltbar zu machen, erhielt der Pariser Zuckerbäcker und Konditor Nicolas Appert schließlich 15 Jahre später das Preisgeld. Immerhin konnte man damit »alle animalischen und vegetabilischen Substanzen nähmlich alle Gattungen Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Zugemüse, Kuchen – Arzneygewächse, Früchte, Sulzen, Säfte; ferner Bier, Kaffeh, Thee u.s.w. in voller Frische, Schmackhaftigkeit und eigenthümlicher Würze mehrere Jahre« erhalten. 1810 kam schließlich der Brite Peter Durand auf die Idee, zu diesem Zweck Blechkanister zu verwenden, ließ sich das Ganze im selben Jahr noch patentieren und gilt somit als Erfinder der Konservendose. Drei Jahrte später produzierten die Briten Donkin und Hall Konserven, die sie an die britische Armee lieferten. Forschung und Entwicklung für das Militär schenkte uns diese Errungenschaft. Bitte jetzt keine Haltung des Blogautors aus der letzten Aussage ableiten.
Eigentlich wollte ich ursprünglich darüber fabulieren, was man alles so konservieren kann (unabhängig von Konservendosen) und wozu in der Vergangenheit Konservendosen so alles gut zu gebrauchen waren. Auch der Aufbau unterschiedlicher Dosen ist ein spannendes Thema. Aber das führt dann jetzt doch zu weit.

Der StreetArt-Künstler Helmut Artiste vor seinem Bildnis von Dalí auf dem Marktplatz von Halle

211/365 Dalí zu Händels Füßen

30.07.2015
Ein Straßenkünstler, »un artiste des trottoires« wie er im Buche steht, und dazu ein echtes Unicum, das ist Helmut »Artiste« Nied, der heute, nicht zum ersten Mal, ein »Gastspiel« auf Halles Marktplatz gab und einen überdimensionalen Dalí auf das Pflaster zu Händels Füßen zauberte.
Der Mann ist ein Gesamtkunstwerk, stammt aus dem Odenwald, gibt im Facebook-Profil seinen Wohnort mit Nantes an und scheint überall dort zu Hause zu sein, wo er sitzend oder liegend seine Kreidegemälde (ist das ein Widerspruch in sich?) auf große Pflastersteine transferieren kann. Sei Gesicht ist mindestens ebenso facettenreich und interessant wie seine Bilder und, was zu vermuten ist, seine Lebensgeschichte.

zwei Vierer mit Steuermann im Zielspurt bei Rudern gegen Krebs, einer Benefizveranstaltung in Halle (Saale)

207/365 Die Saale kocht

26.07.2015
Hoch spritzt das Wasser im Zielspurt der Ruderer-Vierer bei »Rudern gegen Krebs« auf der Saale. Herrliches Sommerwetter lockte viele Hallenser auf die Peißnitz, wo tolle Wettkämpfe im Rahmen einer Benefiz-Regatta geboten wurden. Toll anzusehen war, wie sich Amateure nach nur kurzem Training in die Skulls hauten. Mitunter spritzte dabei das Wasser meterhoch auf, Akteure und Publikum hatten jede Menge Spaß.
Die Regatta wird seit 2005 deutschlandweit ausgetragen und gastierte an diesem Wochenende zum ersten Mal auf der Saale in Halle. Die Einnahmen sollen einem Sportprojekt für Tumorpatienten am Kinikum Halle zugute kommen.

Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz in Halle - Tisch-Kicker-Turnier auf dem Marktplatz in Halle

201/365 Los futbolistas y sus fans

20.07.2015
»Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz« in Halle – dazu laufen in der Saalestadt in dieser Woche an unterschiedlichen Sportstätten sowie auf dem Marktplatz zahlreiche Veranstaltungen mit einigen prominenten Gästen. Auf dem Marktplatz finden bis zum Freitag täglich Tisch-Kicker- und Tip-Kick-Turniere statt. Die Kleinsten toben und tummeln sich derweil in einer Riesenhüpfburg oder im aufgeblasenen Riesenfußball. Und wenn sich zwei Teams zum fairen Wettlampf gegenüber stehen, bleibt schon einmal der eine oder andere Fan kurz stehen um zuzuschauen.

Persiflage auf übertriebenes Hygieneverhalten - Hände werden im Toaster themisch desinfiziert.

125/365 Tag der Handhygiene

5.05.2015
Der 5.5. ist symbolträchtig (2 x 5 Finger) und ist wohl deshalb zum Welthändehygienetag (was für ein Wort?) auserkoren worden.
Nun ist völlig unbestritten die Hygiene der Hände eine wichtige Angelegenheit, erst Recht in Krankenhäusern, gastronomischen Einrichtungen… Man kann es damit aber auch übertreiben, insbesondere dann, wenn mit schärfsten chemischen Keulen selbst gegen relativ harmlose Keime vorgegangen wird, die unser Immunsystem eher trainieren als schädigen.
Noch sind wir in Deutschland nicht so ängstlich wie die Ameriakner, die in Gotteshäusern neben jedem Gesangsbuch eine Flasche Desinfektionsmittel zu stehen haben. Ich habe in Venedig ein junges Paar aus den USA im Restaurant gesehen, das vor dem Essen erst einmal eine Flasche Desinfektionsmittel aus dem Gepäck kramte und die Bestecke desinfizierte.
Ich selbst bevorzuge die Thermobehandlung als todsichere Methoden gegen Keime aller Art. Dazu stecke ich meine Hände abwechselnd jeweils fünf bis sieben Mal in den Toaster für je 60 Sekunden.

Metallskulptur eines Esels als Markenzeichen der »Galerie Eselsohr« in der Nähe des Halleschen Marktplatzes

114/365 Tag des Versuchstiers

24.04.2015
Seit über 50 Jahren gibt es den Internationalen Tag des Versuchstiers, ins Leben gerufen von der britsichen Tierrechtlerin Muriel Dowding mit dem Ziel, auf die Schicksale unzähliger Versuchstiere aufmerksam zu machen. Die meisten Versuchstiere sterben während der Experimente oder werden anschließend getötet. Die Aussagekraft und ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen ist heiß umstritten. Ich werde hier nicht gegen Tierversuche wettern, bin aber überzeugt, dass nicht jedes durchgeführte Tierexperiment tatsächlich erforderlich bzw. in der gewählten Form notwendig wäre.
Hier habe ich in Halles Zentrum, in der Schmeerstraße, dieses Versuchstier entdeckt, mit dem hoffentlich erfolgreich versucht wird, auf die Galerie Eselsohr aufmerksam zu machen, einer Kleinkunstgalerie, in der man fast alles außer Massenwahren entdecken und bei Gefallen auch käuflich erwerben kann. Ein lohnender Versuch, finde ich.

Der Safer Internet Day 2015 am 10. 02. 2015 rückt das Thema Sicherheit im Internet und in den neuen Medien in den Fokus. Dabei soll die Sensibilität für das Thema "Sicheres Internet" gefördert und Menschen aller Altersgruppen dazu zu bewegt werden, der Sicherheit im Internet mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

41/365 Ich mach´s täglich

10.02.2015
Dieser Dienstag ist der SID 2015, der »Safer Internet Day 2015«. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem »besseren Internet für Kinder und Jugendliche«. Heute kann beinahe jeder dank Tabletts oder Smartphone (fast) immer und überall ins Internet und sich dort mehr oder weniger »nackig« machen. Eigentlich wollte ich mich als »Hacker« in Szene setzen. Aber Hacker, wie die Freaks vom Chaos-Computer-Club, sind eher die Guten und legen ihre Finger gern in die Wunden, die andere zu verantworten haben. Also habe ich mal eine aufmerksamkeitsstarke Plakatkampagne zu einem anderen brandheißen Thema nachempfunden. Bei einer kurzen Recherche zum Tagesthema habe ich unter anderem dieses tolle Video entdeckt, dass sich alle Eltern einmal anschauen sollten:

Videoclip: Wo ist Klaus?

Ach ja, eine kleinen Erinnerung an unsere Kanzlerin mit ihren Einsichten in das »Neuland« Internet konnte ich mir natürlich auch nicht verkneifen.