majestätisch wie ein Leuchtturm, der Leuchtturm – der leuchtende Kalkbrennofen der Zuckerfabrik in Könnern in der Nacht

324/365 Leuchtturm bei Nacht

20.11.2015

Vor etwas über zwei Wochen habe ich den »Industrie-Leuchtturm« der Zuckerfabrik in Könnern bereits im Licht der aufgehenden Sonne vorgestellt. Heute zeige ich ihn nach Sonnenuntergang zu Beginn der Nacht. Und er macht seinem Ruf alle Ehre, nur dass er permanent Dauerlicht und nicht etwa rhytmisch wiederkehrende Signale aussendet.

Avocado mit Birne und Orange überbacken mit Blauschimmelkäse

318/365 Avocado mit Birne und Blauschimmelkäse aus dem Ofen

14.11.2015

Heute beschränkte sich mein Beitrag an diesem köstlichen Abendmahl auf das Beschaffen der Zutaten. Zubereitet wurde es von meiner Holden:

Avocado aushölen, klein schneiden, Birne ebenso klein schneiden und mit der Avocado vermengen, entweder etwas Zitronensaft oder Orangensaft zugeben, nach Belieben würzen (z.B. Knoblauch, Chili…). Die Mischung wieder in die Avocadoschalen füllen, mit Olivenöl beträufeln, mit Scheiben von herzhaftem Blauschimmelkäse bedecken und ab in den Ofen. Die kross gebratenen Speckscheiben setzen einen tollen rauchigen Kontrapunkt, können natürlich gern weggelassen werden, aber nicht von mir.

Beim Schreiben läuft mir in der Erinnerung an den Genuss das Wasser im Munde zusammen. Ich glaube, das machen wir bald einmal wieder.

Wandregal mit über einhundert Whiskyflaschen im Pub Connoisseur in Halle (Saale)

317/365 Connoisseur

13.11.2015

Mehr als hundert Cartons mit dem schottischen Exportschlager schlechthin zieren diese Wände im Connoisseur. Schon wieder ist eine Woche wie im Flug vergangen, es ist Freitag Abend; Zeit, die Arbeitswoche hinter sich zu lassen und das Wochenende einzuläuten, am besten mit dem Klang gefüllter Gläser im Connoisseur. Sláinte!

Halt an der Bahnschranke: Regionalexpress RE 3612 von Halle (Saale) nach Halberstadt am Bahnübergang in Könnern

316/365 Freie Fahrt für RE 3612

12.11.2015
… unterwegs von Halle (Saale) über Könnern nach Halberstadt am Nordrand des Harzes. Auf dem Heimweg von einer sehr kurzweiligen Führung durch die Produktionsanlagen der Zuckerfabrik in Könnern muss ich schon nach wenigen hundert Metern kurz stoppen. Nicht schlimm, fährt mir doch gerade mein heutiges Tagesmotiv direkt vor die Linse. Ich hätte vorher wenigstens noch kurz die Scheibenwaschanlage bedienen können. Jetzt ist es zu spät.

Abendglühen, spektakulärer Himmel im letzten Abendsonnenstrahl über Halle

315/365 Abendglühen über Halle

11.11.2015

Der Himmel glüht im Abendsonnenstrahl …

(angelehnt an einen Liedtext, Anonym)

Feuerwerk im Garten Eden? Oder feiern die Engel schon Karneval? Was für ein atemberaubender Himmel? Leider ist die Fernsicht in der Stadt stark eingeschränkt. Hier an dieser Kreuzung konnte ich noch relativ viel vom Himmelsspektakel sehen und einfangen. Von Minute zu Minute änderte sich das Schauspiel und nur zehn Minuten später sah das Firmament ganz nett aber nicht mehr spektakulär aus.

Abend auf dem Marktplatz in Halle mit Blick auf die Marktkirche. Die Marktstände werden bald schließen.

313/365 Kurz vor Feierabend

09.11.2015
Das war knapp. Wieder einmal auf dem Weg zum Spanischunterricht, entscheide ich mich für den Schnappschuss in Richtung Marktstände und Marktkirche. Wie ich drei Tag später sehen sollte, war das genau die richtige Entscheidung, denn inzwischen werden hier die Buden für den bald öffnenden Weihnachtsmarkt errichtet. Da ich kein Stativ mitführe, entscheide ich mich, die Kamera an einen Laternenpfahl zu pressen und via Selbstauslöser zu belichten.

Halles Beyschlagstraße in der Abenddämmerung

309/365 Die Stadt als Denkmal

05.11.2015
Halles Altstadt mit ihren Bürgerhäusern, Kirchen und Parks stellt das größte architektonische Flächendenkmal Europas dar (PUBLICPRESS: Stadtplan Halle/Saale). Egal, ob das stimmt oder etwas zu hoch gehängt wurde, die Altstadt ist faszinierend, und der aufmerksame Spaziergänger kann an jeder Ecke irgendetwas Neues und Interessantes entdecken. Allein die kurze Beyschlagstraße in der südlichen Innenstadt ist zu jeder Zeit und aus jeder Richtung fotogen. Sie verläuft leicht geschwungen, von der »Schorre« kommend sanft ansteigend und ist gesäumt von abwechselungsreicher Architektur aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Ich probiere es heute einfach mal ohne Stativ mit der Kompaktkamera und Selbstauslöser im Abendlicht.

Händel-Denkmal auf dem Marktplatz in Halle bei Nacht

306/365 Halle(lujah) beim Warten auf Messiah

02.11.2015
Nachdem die Uhren von Sommer- auf Normalzeit zurückgestellt wurden, wird es abends beizeiten duster. Das finde ich schrecklich, ist aber so, und irgendwann werden die Tage auch wieder länger. Auf dem Weg zum Spanischkurs komme ich wieder einmal auf dem Marktplatz bei »Schorsch« vorbei, der sich wiederum von Montagsdemos pro und contra Flüchtlingsaufnahme in Halle genervt zeigt und diesen seinen breiten Rücken zuwendet. Was würde er heute wohl komponieren?

Silhuette der fünf Türme und des Händeldenkmals auf dem Halleschen Marktplatz vor einem leuchtenden Abendhimmel

299/365 Händel und die fünf Türme vom Marktplatz

26.10.2015
Auf dem Weg zum Spanischkurs schlendere ich heute über den Markt und das phantastische Abendlicht inspiriert mich zu dieser Aufnahme, die fünf Türme und das Händeldenkmal auf dem Marktplatz als Silhuette vor einem leuchtenden Abendhimmel.
Die Silhuette (Schattenriss klingt in meinen Ohren zu popelig) hatte gerade zu Händels Zeiten in Deutschland Konjunktur, nicht nur als Scherenschnitt, sondern vorzugsweise als kunstvolle Tuschezeichnung gefertigt, zeigten sich gerade die intellektuellen Kreise von dieser minimalistischen bildlichen Darstellung begeistert. Die Fotografie (Daguerreotypie) war ja noch nicht erfunden. Da habe ich es heute einfacher.

Portal der Franckeschen Stiftungen in Halle am Abend im Herbst

296/365 Mit Flügeln wie Adler zum Welterbe

23.10.2015
»Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler« (Jes. 40.31)
Dieser Bibeltext schmückt das Portal des Haupthauses der Franckeschen Stiftungen, darüber eine Abbildung von zwei zur Sonne auffliegenden Adlern, die zum bildlichen Symbol der Franckeschen Stiftungen wurden. Der Stifter selbst ließ den Bibelspruch einmeißeln.
Über August Hermann Francke (1663-1727) sein Schaffen, seine Stiftung könnte man allein mehrere Bücher schreiben und kommt dabei von einem Superlativ zum nächsten:

  • Das Gelände der Franckeschen Stiftungen umfasst 16 Hektar und beherbergt unter anderem das längste Fachwerkhaus Europas mit einer Länge von 110 Metern.
  • Das Cansteinsche Bibelkabinett, eine Einrichtung der Franckeschen Stiftungen, ist die älteste Bibelanstalt der Welt. Hier wurden zwischen 1712 und 1934 mehr als acht Millionen Bibeln in vielen Sprachen gedruckt.
  • In den Stiftungen befindet sich der älteste erhaltene profane Bibliotheksbau Deutschlands.
  • Die Franckeschen Stiftungen sind Heimstatt des ältesten weltlichen Knabenchores in Deutschland, dem Stadtsingechor.
  • Das Gebäude des ältesten Kinderkrankenhauses in Deutschland ist ebenfalls Teil der Stiftungen.
  • Als erstes Waisenhaus gehen die Franckeschen Stiftungen ins Rennen um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Entscheidung darüber soll im Jahr 2016 fallen.