Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt auf der Burg Querfurt

353/365 Burgweihnacht

19.12.2015
An diesem Wochenende gibt es den vielleicht schönsten und stimmungsvollsten Weihnachtsmarkt der Region auf der Burg Querfurt. Die Burg Querfurt an der »Straße der Romanik« ist eine der flächenmäßig größten mittelalterlichen Burgen Deutschlands und immer einen Besuch wert. Die Burg mit Graben, Gewölben, mächtigen Bastionen und drei Türmen begeistert nicht nur »angehende Ritter und Edeldamen«, die Burg diente in den letzten Jahren in zahlreichen Filmprojekten als stimmungsvolle Kulisse. Zu den Filmprojekten, die hier zum Teil umgesetzt wurden, gehören »Die Päpstin«, »Der Medicus«, deutsche Märchenfilme wie »Jorinde und Joringel« sowie Til Schweigers Produktion »1½ Ritter «. Im Zeughaus informiert eine Sonderausstellung hierzu. An diesem Wochenende herrscht hier allerdings Ausnahmezustand. Mit so vielen Besuchern hatten selbst die künsten Optimisten nicht gerechnet. Nur gut, dass ich keine kleinen Kinder mehr zu betreuen habe. Aber, schön war´s.

Werbeanzeigen
Zentrale Merkhilfe und Gedächtnisstütze im Haushalt - die als magnetische Infotafel genutzte Klappe zu den Elektrosicherungen

345/365 Nicht vergessen

11.12.2015

Wann ist die Party bei René und Steffi? Wann wollen wir zum Blutspenden? Demnächst muss ich wieder meinen Bibliotheksausweis verlängern. Anfang Januar gehen wir ins Neue Theater zur »Stunde der Komödianten«. Vorher muss noch eine Rechnung überwiesen werden. Und wenn am Fahrrad etwas kaputt gegangen ist; hier ist die Nummer vom »Radlager«, der kriegt das wieder hin. Bei uns ist die zentrale Sammelstelle von Informationen, Merkhilfen und Schlüsseln die Klappe zu den Sicherungen gleich am Wohnungseingang. Ein kurzer Blick genügt, und man ist im Bilde. Eigentlich könnte die Klappe/Tafel doppelt so groß sein. Aber dann wäre sie auch schon wieder weniger übersichtlich. Woran sollte der Dollar doch gleich noch erinnern? Spare in der Not, dann hast Du Zeit dazu?

wohl geformter Damenpo als erotisches Gemälde der Halleschen Künstlerin Anke Krakow zur Ausstellungseröffnung in der Szenekneipe Zwöö in Halle

340/365 Frivol(a)

06.12.2015

Zum Nikolaustag gibt es etwas Erwärmendes. Heute hat unsere Freundin, Innenarchitektin, Designerin, Malerin, Grafikerin und Illustratorin Anke Krakow (alias Frivola) eine kleine Bilderausstellung in der Halleschen Szenekneipe »Zwöö« eröffnet. Hier gibt es ein paar Impressionen von der Ausstellung.

»Drei Gänse« - eine Plastik von Gustav Weidanz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Halle. Hier gibt es zur Zeit eine Sonderausstellung zum Thema Krieg.

334/365 Gänsekrieg

30.11.2015

Gänse sind, sofern nicht in Gefangenschaft für das Heranziehen eines Weihnachtsbratens gehalten, Zugvögel. Diese drei Gänse des sehr vielseitigen Künstlers und Hochschullehrers Gustav Weidanz zierten einst den Kröllwitzer Gänsebrunnen in einer kleinen Grünanlage an der Petruskirche. Nachdem der Brunnen »versiegte«, zogen die Gänse zum Rosa-Luxemburg-Platz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Das Museum beherbergt eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland und ist Heimstatt der weltberühmten  Himmelsscheibe von Nebra. Gegenwärtig gibt es eine Sonderausstellung zur archäologischen Erforschung des Phänomens »Krieg« (steht auf meiner Agenda für Anfang 2016).

Zum Thema Gänsekrieg gibt es in Bützow eine lustige Anekdote:

Ende 1794 veröffentlichte der Magistrat einen Erlass, wonach alle in Bützow gehaltenen Gänse nicht mehr auf den Straßen der Stadt umherlaufen durften. Da sich kaum jemand an diese Verordnung hielt, setzten im Dezember 1794 erste Pfändungen ein. Die beschlagnahmten Gänse wurden in einen Pfandstall gesperrt, wogegen die Bützower Bürger nicht nur protestierten, sondern diesen auch stürmten. Unter dem Ruf: »Es lebe die Gänsefreiheit« erlebte Bützow in der Zeit der Revolution der Franzosen ihr »Revolutiönchen«.

Wilhelm Raabe setzte diesem Treiben mit seiner Novelle »Die Gänse von Bützow« ein literarisches Denkmal. Auch in anderen Landesteilen sind Überlieferungen zu geharnischten Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Gänsehaltung bekannt, so vom Gänsekrieg in der altwürttembergischen Stadt Backnang.

 

Zwei Gitarren und ein kleines »Reiseschlagzeug« - damit vesetzte die Band »Bienstich« die Menschen mange vor dem Roten Turm in Partystimmung.

115/365 Bienstich zum Tag des Baumes

25.04.2015
Nun könnte Mancher auf die Idee kommen, der Blogger hat zu oft den Deutschunterricht geschwänzt. Hat er nicht. Heute, zum Tag des Baumes, soll natürlich auch ein passendes Bild geschossen und gepostet werden, so der Anspruch. Eins noch vorweg, als ich, von der Küste kommend, von meinen Eltern sukzessive bis nach Leuna verschleppt, vor fast 30 Jahren nach Halle zog, freute ich mich zwar über die erste eigene Wohnung, war mir aber sicher: »Hier bleibst Du nicht lange«. Heute lebe ich in einer der grünsten Städte Deutschlands. Nach einer Studie der Comdirekt Bank rangierte Halle gar auf dem ersten Platz mit Grünanlagen auf 15,9 % des Stadtgebietes. Nicht zuletzt deshalb fühle ich mich mittlerweile in Halle sehr wohl.
Zurück zu den Bäumen, also es gibt wirklich viele davon in Halle, sogar unmittelbar vor unserem Balkon. Und sie produzieren nicht nur Sauerstoff und filtern die Luft, man kann auch tolle Sachen aus ihnen herstellen, wie z.B. Möbel, Marktstände (Bierstände auf dem Frühlingsmarkt allerdings ausgenommen) und Musikinstrumente wie Steel Guitars oder den Korpus von Drums. Die Jungs von »Bienstich« (die Band heißt tatsächlich so) bringen das so verarbeitete Holz so zum Klingen und untersetzen dieses mit mitreißendem Gesang, dass, egal, was für ein Wetter herrscht, sofort Sommerfeeling einsetzt und Partystimmung aufkommt. Zum Frühlingsmarkt auf Halles Marktplatz haben sie heute wieder für gute Laune und viel Spaß gesorgt. Danke Jungs, ich hoffe, die »Spendeneinnahmen« waren angemessen.