LKW mit Zuckerrüben taucht aus dem Morgennebel auf

302/365 Mehr als siebenhundert

29.10.2015
Aus dem Morgennebel taucht dieser LKW, voll beladen mit Zuckerrüben, auf. Jetzt, in der Rübenkampagne, bringen täglich, außer sonntags, über siebenhundert solcher LKW die kostbare Ladung von den Feldrändern der Landwirte zur Verarbeitung in die Zuckerfabrik Könnern. Leider ist es mir nicht überzeugend gelungen, die Nebelstimmung in das Bild zu übertragen, das weiche, diffuse Licht und die gedämpften Farben der Blätter an Baum und Strauch.

gelbes Ahornblatt an schwarzer Autotür verfangen - Selbstportrait in Spiegelung im Türgriff

301/365 Selbstportrait mit Ahornblatt

28.10.2015
Das golden leuchtende Ahornblatt hat sich unfreiwillig im Türgriff eines Autos verfangen, unten spiegelt sich der Teppich der unzähligen Blätter rund um das Auto und, wie ich erst später bemerke, im glänzenden Türgriff spiegele ich mich selbst.

Zwei Kleine Münsterländer bewachen die Jagdbeute, ein geschossenes Kalb vom Damwild

291/365 Ebby und Aura am Hirschkalb

18.10.2015
Da ich auf dem Lande aufgewachsen bin, hatte ich immer ein enges Verhältnis zu Tieren auch zu denen, die von vornherein für den Verzehr gehalten wurden, woraus nie ein hehl gemacht wurde. Genauso verhält es sich mit der Jagd, auch wenn ich selbst kein Jäger bin und es wohl auch nie werde. Ich weiß aber und erlebe es häufig, dass die Menschen in unserer Gesellschaft immer mehr von den Quellen ihrer Ernährung entfremdet werden. Ich will hier keine Diskussion zur Jagd heraufbeschwören. Zwei Dinge möchte ich anmerken. Die Leber war köstlich und die Jagdhunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb kostete es große Anstrengung, bei dem Anblick und »Duft« des erlegten Tieres nicht durchzudrehen. Die Hunde wurden übrigens mit für sie leckeren Innereien belohnt obwohl sie bei der Jagd in diesem Fall nichts zu tun hatten. Das Kalb hatte den Schuss, den es traf, nicht gehört. Es war sofort tot. Waidmannsheil.

Hochthronender Schüppling - Pholiota cerifera - nach drei Tagen Regenwetter

289/365 Pilztränen

16.10.2015
Können Pilze weinen? Warum nicht? Hier sieht es zumindest danach aus. Es regnet jetzt mittlerweile den dritten Tag fast ununterbrochen. Ich bin vom Anblick so gerührt, dass ich die Aufnahme verwackle, schluchz. Dieser Schüppling (ich vermute Hochthronender Schüppling – Pholiota cerifera) wächst mitten aus einer Buchenholzscheibe, die demnächst gespalten und etwas später im Kamin für wohlige Wärme sorgen wird. Da helfen dem Schüppling dann auch keine Tränen mehr.

Bei Regen im Auto unterwegs

288/365 Schietwedder

15.10.2015
Heute muss ich schon im Morgengrauen (was für ein grauenvolles Wort?) los. In der Zuckerfabrik werde ich mit Zehnjährigen über gesunde Ernährung, über die Rolle von Zucker(n) für unsere Ernährung und über die Arbeit in einer Zuckerfabrik sprechen. Ich weiß, das wird interessant und kurzweilig, die Zehnjährigen sind noch begeisterungsfähig. Auf der heutigen Fahrt nach Könnern muss ich bei diesem Sch…wetter meine Begeisterung erst noch aktivieren. Da ich die Sonne in mir habe, gelingt mir das für gewöhnlich mühelos und zur Not helfen NLP, QiGong oder/und Selbsthypnose.

Gegrillte Scheiben vom Butternut-Kürbis mit Tomatensugo

286/365 Sinnenfrohe Mittagspause

13.10.2015
Heute gibt es bei mir »Fast-Food«. Das sieht so aus, dass ich einen halben Butternut-Kürbis entdecke, der noch von der vorigen Woche übrig geblieben ist, Tomaten haben wir sowieso immer da und los geht´s:
In einer kleinen Kasserolle bereite ich aus Zwiebeln, einem kleinen Porree-Rest, Tomaten, Olivenöl, Ingwer, Knoblauch, Harissa, Madras-Curry, frischem Thymian und Oregano, Zucker und Salz einen leckeren und feurigen Tomaten-Sugo. In der Zwischenzeit brutzeln Kürbisscheiben (nur mit Olivenöl bepinselt) in der Grillpfanne. Die Kürbisscheiben werden anschließend nur mit ein wenig grobem Meersalz bestreut und schon ist ein leckeres Essen fertig. Das dauerte tatsächlich nur wenige Minuten, war eine schöne Pausengestaltung und hat sowohl bei der Zubereitung als auch beim Genießen sehr viel Spaß gemacht, ein sinnliches Festival.

buntes Herbstlaub leuchtet in einer Pfütze

284/365 Bunte Pfütze

11.10.2015
Heute fällt mir nach einem sehr schönen ausgedehnten Herbstspaziergang die Wahl des Tagesmotivs wieder besonders schwer. Es gab so viel Schönes zu sehen und zu fotografieren, lauter kleine Wunder am Wegesrand. Man muss nur hinschauen. Ich entscheide mich für die Pfütze mit den vielen leuchtenden Blättern.

rote Blätter und Früchte von wildem Wein im Herbst nach einem Regenschauer

281/365 Da errötet die Liane

08.10.2015
Der Herbst ist doch der expressivste Maler. Hier bringt er mit der Selbstkletternden Jungfernrebe (Wilder Wein, Parthenocissus quinquefolia) knallige Farben in den Alltag und verschönt selbst die hässlichste Mauer oder Wand. Besonders schön wirken die Farben wie hier nach einem Regenguss wenn ansonsten ringsum alles grau ist.

Spinnennetz leuchtet in der Morgensonne vor dunklem Hintergrund

278/365 Unsichtbarer Netzwerker

05.10.2015
Ich glaub, ich spinne, hatte ich doch gerade erst ein Spinnenmotiv zum Tagesfoto gemacht. Dieses Motiv wurde bei sich langsam auflösendem Morgennebel am Rudower See vor relativ dunklem Hintergrund so schön von der Seite beleuchtet, dass es geradezu darum bettelte, das heutige Tagesfoto zu werden. Was mir bei der Betrachtung der vielen Spinnennetze auffiel war: Noch vor einer Woche hingen im Wald überall Spinnennetze herum und fast immer saß im Zentrum der »verantwortliche Netzwerker«, sprich die Spinne. Heute sehe ich ebenfalls viele Spinnennetze aber keine einzige Spinne?