»Drei Gänse« - eine Plastik von Gustav Weidanz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Halle. Hier gibt es zur Zeit eine Sonderausstellung zum Thema Krieg.

334/365 Gänsekrieg

30.11.2015

Gänse sind, sofern nicht in Gefangenschaft für das Heranziehen eines Weihnachtsbratens gehalten, Zugvögel. Diese drei Gänse des sehr vielseitigen Künstlers und Hochschullehrers Gustav Weidanz zierten einst den Kröllwitzer Gänsebrunnen in einer kleinen Grünanlage an der Petruskirche. Nachdem der Brunnen »versiegte«, zogen die Gänse zum Rosa-Luxemburg-Platz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Das Museum beherbergt eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland und ist Heimstatt der weltberühmten  Himmelsscheibe von Nebra. Gegenwärtig gibt es eine Sonderausstellung zur archäologischen Erforschung des Phänomens »Krieg« (steht auf meiner Agenda für Anfang 2016).

Zum Thema Gänsekrieg gibt es in Bützow eine lustige Anekdote:

Ende 1794 veröffentlichte der Magistrat einen Erlass, wonach alle in Bützow gehaltenen Gänse nicht mehr auf den Straßen der Stadt umherlaufen durften. Da sich kaum jemand an diese Verordnung hielt, setzten im Dezember 1794 erste Pfändungen ein. Die beschlagnahmten Gänse wurden in einen Pfandstall gesperrt, wogegen die Bützower Bürger nicht nur protestierten, sondern diesen auch stürmten. Unter dem Ruf: »Es lebe die Gänsefreiheit« erlebte Bützow in der Zeit der Revolution der Franzosen ihr »Revolutiönchen«.

Wilhelm Raabe setzte diesem Treiben mit seiner Novelle »Die Gänse von Bützow« ein literarisches Denkmal. Auch in anderen Landesteilen sind Überlieferungen zu geharnischten Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Gänsehaltung bekannt, so vom Gänsekrieg in der altwürttembergischen Stadt Backnang.

 

Eine Ziege versucht an ein Glas mit Gewürzgurken zu gelangen, wird aber von einem stabilen Metallzaun daran gehindert.

157/365 Den Bock zum Gärtner

06.06.2015
… oder hier beinahe die Ziege zum Service am Buffet gemacht. Der zarte Essigduft aus dem Glas mit Gewürzgurken muss es dieser Ziege besonders angetan haben. Sie versuchte immer wieder mit langer Zunge an das Glas zu kommen. Wahrscheinlich wollte sie bei der Verteilung an die Partygäste zu Ulfs 50. Jubiläum in der Franzigmark helfen.

rot-brauner Kater Garfield aus der Nachbarschaft in der Wintersonne

38/365 Garfield

07.02.2015
Im Gegensatz zur Comic-Figur aus dem gleichnamigen Film ist mein Freund Garfield gar nicht fies und hinterhältig. Er wohnt irgendwo in der Nachbarschaft; bei uns im Haus weiß niemand, wo er eigentlich hingehört. Wenn ich in den Garten hinterm Haus hinaus gehe, dauert es meist nur wenige Augenblicke bis sich dieser prächtige Bursche sehen und ausgiebig streicheln lässt. Sauer wird er nur, wenn er sich unerlaubten Zutritt zum Hausflur verschafft hat und diesen wieder verlassen soll. Im Winter bekommen wir ihn selten zu sehen. Heute aber hat er die Wintersonne auf der Holztreppe am Haus genossen. Das Foto zu schießen war gar nicht so einfach. Ich musste Garfield erst einige Minuten streicheln und ansonsten unbeteiligt tun eher er die Kamera ignorierte und das Foto zuließ. Einen Model Release Vertrag konnten wir nicht schließen.