Riesenpfanne mit köstlichen Speisen im griechischen Restaurant Sonono in Halle

348/365 Sonono me gusta mucho

14.12.2015

»Sonono« klingt wie ein Lied auf spanisch, ist aber ein griechisches Restaurant in der August-Bebel-Straße in der Nähe des Opernhauses in Halle. Hier haben wir unseren letzten Konversationskurs Spanisch für dieses Jahr abgehalten, auch wenn dieses mal kaum spanisch gesprochen wurde. Der Wirt, Saad Sonono, hat uns für 12 Personen zwei Tabletts mit Vorspeisen sowie diese Riesenpfanne mit allerlei Köstlichkeiten zubereitet. Anders als in vielen griechischen Restaurants in Deutschland, gab es hier keine Knoblauchkeule, die alles zu erschlagen drohte. Die Speisen waren mit allerleih Gewürzen und Kräutern köstlich abgeschmeckt, der reinste Synapsenfasching. ¡que aproveche!

»Drei Gänse« - eine Plastik von Gustav Weidanz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Halle. Hier gibt es zur Zeit eine Sonderausstellung zum Thema Krieg.

334/365 Gänsekrieg

30.11.2015

Gänse sind, sofern nicht in Gefangenschaft für das Heranziehen eines Weihnachtsbratens gehalten, Zugvögel. Diese drei Gänse des sehr vielseitigen Künstlers und Hochschullehrers Gustav Weidanz zierten einst den Kröllwitzer Gänsebrunnen in einer kleinen Grünanlage an der Petruskirche. Nachdem der Brunnen »versiegte«, zogen die Gänse zum Rosa-Luxemburg-Platz vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Das Museum beherbergt eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten archäologischen Sammlungen in Deutschland und ist Heimstatt der weltberühmten  Himmelsscheibe von Nebra. Gegenwärtig gibt es eine Sonderausstellung zur archäologischen Erforschung des Phänomens »Krieg« (steht auf meiner Agenda für Anfang 2016).

Zum Thema Gänsekrieg gibt es in Bützow eine lustige Anekdote:

Ende 1794 veröffentlichte der Magistrat einen Erlass, wonach alle in Bützow gehaltenen Gänse nicht mehr auf den Straßen der Stadt umherlaufen durften. Da sich kaum jemand an diese Verordnung hielt, setzten im Dezember 1794 erste Pfändungen ein. Die beschlagnahmten Gänse wurden in einen Pfandstall gesperrt, wogegen die Bützower Bürger nicht nur protestierten, sondern diesen auch stürmten. Unter dem Ruf: »Es lebe die Gänsefreiheit« erlebte Bützow in der Zeit der Revolution der Franzosen ihr »Revolutiönchen«.

Wilhelm Raabe setzte diesem Treiben mit seiner Novelle »Die Gänse von Bützow« ein literarisches Denkmal. Auch in anderen Landesteilen sind Überlieferungen zu geharnischten Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der Gänsehaltung bekannt, so vom Gänsekrieg in der altwürttembergischen Stadt Backnang.

 

Lesebrille auf Lehrbüchern für den Spanischunterricht

327/365 Perspektivenwechsel

23.11.2015

Auf dem Weg zur Volkshochschule und zurück küsste mich heute die Inspiration nicht, so dass hierbei kein Tagesbild zustande kam. Also muss ich am späten Abend zu Hause darüber nachdenken. Als ich meine Tasche ausgepackt und kurz die beiden Kurse Revue passieren gelassen hatte, wurde ich dann doch geküsst. Wenn man locker bleibt und offen für Neues ist, ergeben sich immer wieder perspectivas nuevas.

Das heute besprochene Kapitel der sehr schönen »Historia de Mix, de Max y de Mex« von Luis Sepúlveda endete übrigens: »Los amigos cuando están unidos no pueden ser vencidos.« (Freunde, die sich einig sind, sind nicht zu besiegen.) Vielleicht sollten einmal alle Politiker der EU, Russlands, der Türkei … die Historia lesen und über die Kernbotschaft nachdenken.

Zu Allendes Zeiten wurde in Chile ein Song der Neo-Folklore-Bewegung mit der gleichen Kernbotschaft populär. Nach dem Putsch durch das Pinochet-Regime erlangte es regelrecht Hymnenstatus: »El Pueblo unido jámas será vencido!« (das vereinte Volk wird niemals besiegt werden).

Fenster mit Insignien der Landwirtschaft über dem Portal zur landwirtschaftlichen an der Martin-Luther-Universität in Halle, der ältesten landwirtschaftlichen Forschungseinrichtung in Deutschland

314/365 »Das beste Wappen in der Welt ist der Pflug im Ackerfeld.«

10.11.2015

Wo der Bauer arm ist, ist das ganze Land arm.

(Sprichwort)
Hier wurde im Februar 1863 auf Erlass des Preußenkönigs Wilhelm I. das Landwirtschaftliche Institut an der Philosophischen Fakultät der damaligen Vereinigten Friedrichs-Universität in Halle gegründet, die älteste landwirtschaftliche Forschungs- und Lehreinrichtung an einer deutschen Universität. Der Gründer und erste Inhaber des Lehrstuhls, Julius Kühn, war im April 1862 zum ersten ordentlichen Professor für Landwirtschaft an die Universität berufen worden. In seinen 47 Jahren als Institutsleiter erwarb und besiedelte er nach und nach ein großes Areal, das heute den Steintor-Campus bildet. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die landwirtschaftliche Fakultät in Halle zum Mekka für Landwirtschaftsstudenten aus dem Ausland. Heute hat die älteste landwirtschaftliche Fakultät Deutschlands ihre Selbstständigkeit verloren, die Agrarwissenschaft ist heute ein Teil der Naturwissenschaftlichen Fakultät.
Das Fenster mit Insignien der Agrarwirtschaft ziert das ehemalige Portal zur landwirtschaftlichen Fakultät in der Ludwig-Wucherer-Straße. In über 3 m Höhe war es für mich nicht einfach zu fotografieren.