Rolf, heute Jubilar mit stolzen 85 Jahren, beim Fitnesstraining, das er dreimal pro Woche absolviert

Fünfundachtzig

Heute vor einem Jahr hatte ich bereits ein paar Bilder von Rolf beim Fitnesstraining als Tagesmotiv in meinem Jahresprojekt präsentiert. Da ich mit der Qualität der Bilder nicht so richtig zufrieden war, wollte ich es noch einmal versuchen. Da kam sein 85. gerade recht. Diesmal habe ich meine Spiegelreflexkamera und zwei Blitze nebst Stativen eingepackt. Die Studioleitung des Sportpark med in Halle hatte mir bereits ihr OK für die Aufnahmen gegeben, Rolf ebenfalls, also dann. In Studios wie diesem (also in vielen) gibt es ein paar Probleme für derartige Aufnahmen:

  1. Auf wenig Platz stehen viele Geräte, räumliche und auch optische Enge.
  2. Es gibt zahllose Spiegelflächen, die beim Fotografieren mit Blitz stören.
  3. Häufig turnen andere Sportfreunde im Hintergrund durch das Bild.
  4. Mischlicht aus Tageslicht durch die Fenster, Deckenbeleuchtung mit Neonlicht und eingesetztem Blitz. Puuuhhh, dass sieht nicht gut aus. Entweder entscheidet man sich für Schwarz-weiß (wollte ich diesmal nicht) oder versucht das Umgebungslicht zu unterdrücken (wollte ich auch nicht). Ich habe mich für eine aufwendigere Methode entschieden, habe zwei RAW-Entwicklungen mit unterschiedlicher Farbtemperatur in Photoshop mittels Ebenentechnik und Ebenenmasken überblendet und bei einigen Aufnahmen einfach in Lightroom mit lokalen Farbanpassungen den Hintergrund vom Gelb-grün-stich befreit.

Alles in allem bin ich mit den heutigen Aufnahmen wesentlich zufriedener als mit denen vom letzten Jahr und ich hoffe, Rolf auch.

Noch einmal: »Happy birthday Rolf, bleib fit und gesund.«

Hier kommt noch eine Auswahl an Motiven vom heutigen Foto-Training mit Rolf:

 

Männerportrait ausschließlich mit vorhandenem Licht - Rolf, 85 vor seinem heutigen Fitnesstraining.

Männerportrait ausschließlich mit vorhandenem Licht – Rolf, 85 vor seinem heutigen Fitnesstraining.

Bankdrücken ist nach wie vor eine von Rolfs Lieblingsdisziplinen und gehört in jede Trainingseinheit.

Bankdrücken ist nach wie vor eine von Rolfs Lieblingsdisziplinen und gehört in jede Trainingseinheit.

 

Wenn man ihn so stehen sieht, traut man Rolf kaum zu, derartige Gewichte zu bewältigen, noch dazu in drei Sätzen mit je zehn Wiederholungen.

Wenn man ihn so stehen sieht, traut man Rolf kaum zu, derartige Gewichte zu bewältigen, noch dazu in drei Sätzen mit je zehn Wiederholungen.

 

Gerätetraining für Arme und Schultern

Für das Fotoshooting heute werden Geräte auch schon einmal aus optischen Erwägungen heraus ausgewählt: Gerätetraining für Arme und Schultern.

 

Gerätetraining für Arme und Schultern im Sportpark med in Halle

Gerätetraining für Arme und Schultern im Sportpark med in Halle

 

 

Eines der besten Geräte für effektives Training im Gesundheitssport, der Seilzugapparat mit feiner Gewichtsdosierung und zahlreichen Einstellmöglichkeiten

Eines der besten Geräte für effektives Training im Gesundheitssport, der Seilzugapparat mit feiner Gewichtsdosierung und zahlreichen Einstellmöglichkeiten

 

Rolf mit stolzen 85 Jahren beim Klimmziehen.

Rolf ist einer der ganz wenigen, die in ihr Training Klimmzüge einbauen. Die meisten werden wohl keinen vernünftigen hinbekommen.

Übung mit der Kurzhantel im Freihantelbereich

Letzte Übung für heute, mit der Kurzhantel und »zu viel« Gewicht Schulter und Trizeps stählen.

 

Nach dem Training gibt es eine kleine Gratulationsrunde mit Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Sekt.

Nach dem Training gibt es eine kleine Gratulationsrunde mit Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Sekt.

Blick über den Altaussee im Salzkammergut auf den nur wenig verschneiten Loser

365+2 Altaussee und Almhütten

02.01.2016

Am 5. und 6. Jenner 2015 war der Altaussee für Touristen Sperrgebiet. Vor also fast genau einem Jahr drehte die Crew um Daniel Craig hier bei viel Schnee und eisiger Kälte Sequenzen zum aktuellen Bond »SPECTRE«. Heute entschließen Bohne und ich uns, den Loser, der »Paramount Pictures Berg« der Steiermark, einmal von unten anzuschauen, zuerst vom Altaussee aus und dann von der Blaa Alm.

Der Altaussee ist tatsächlich eine Perle. Abgesehen von ein paar noblen Hotels mit allem Komfort ist es hier rustikal und urig.

verwitterter Briefkasten aus Holz an einer urigen Holzhütte am Ufer des Altaussees

verwitterter Briefkasten aus Holz an einer urigen Holzhütte
am Ufer des Altaussees

Nachdem wir uns hier ausgiebig umgesehen haben, ging es weiter über die Loser-Straße zur Blaa Alm. Im vergangenen Winter sah ich hier von der Loipe aus zahllose kleine Holzhütten auf der Alm, zum Teil als Geräteschuppen, zum Teil als Wohngelegenheit angelegt. Die wollte ich noch einmal in Ruhe betrachten und fotografieren. Hier ist nun eine Auswahl der sehenswerten kleinen Bauwerke:

Kleiner Holzschuppen auf der Blaa Alm mit dem Loser im Hintergrund

Kleiner Holzschuppen auf der Blaa Alm mit dem Loser im Hintergrund

An einigen Stellen sprudelt Wasser aus einem »Holzrohr« in einen  Holztrog. Strom scheint es hier nicht zu geben, einige Hütten verfügen jedoch über ein kleines Solarstrompanel. Ein kleines Ofenrohr lässt auf einen Ofen oder Kamin schließen. Mehr Luxus braucht man hier nicht. Mir würde es genügen.

Wasserstelle mit fließendem Wasser und Holztrog neben einem in der warmen Jahreszeit bewohnbaren Holzhäuschen auf der Blaa Alm.

Wasserstelle mit fließendem Wasser und Holztrog neben einem in der warmen Jahreszeit bewohnbaren Holzhäuschen auf der Blaa Alm.

Kleines Holzhaus mit grüner Tür sowie grünen Fensterladen am Rande der Blaa Alm. Neben der Hütte befindet sich eine Wasserstelle

Kleines abgelegenes Sommerhaus mit Blick über die Blaa Alm zum Loser, einen Stapel Holz und fließendes Wasser neben der Hütte – mehr Luxus braucht man hier nicht.

Wasserstelle am Waldrand – frisches Wasser fließt hier ständig aus dem Berg in einen Holztrog

Wasserstelle am Waldrand – frisches Wasser fließt hier ständig aus dem Berg in einen Holztrog

Eine der größeren Holzhütten mitten auf der Blaa Alm war früher offensichtlich als Wohnhaus angelegt und dient nach fortschreitendem Verfall heute als Geräte- und Materialschuppen. Die Veranda droht demnächst einzufallen.

Eine der größeren Holzhütten mitten auf der Blaa Alm war früher offensichtlich als Wohnhaus angelegt und dient nach fortschreitendem Verfall heute als Geräte- und Materialschuppen. Die Veranda droht demnächst einzufallen.

Besonders urige kleine Holzhütte zum Übernachten auf der Alm. Die Stämme aus denen sie erbaut wurde sind bereits stark verwittert.

Besonders urige kleine Holzhütte zum Übernachten auf der Alm. Die Stämme aus denen sie erbaut wurde sind bereits stark verwittert.

Detailbild der Front der kleinen Almhütte. Natürlich zeigt die Front über die gesamte Alm zum Loser.

Detailbild der Front der kleinen Almhütte. Natürlich zeigt die Front über die gesamte Alm zum Loser.

Kleiner Geräteschuppen am Ende der Blaa Alm, weiter hinten führt ein wanderweg weiter über die Rettenbachalm bis nach Bad Ischl.

Kleiner Geräteschuppen am Ende der Blaa Alm, weiter hinten führt ein Wanderweg weiter über die Rettenbachalm bis nach Bad Ischl
(Stichwort: Sissi und Franz).

Am Neujahrstag 2016 – Blick vom Friedhof Obertraun zum Hallstädter See.

365 + 1 Prosit Neujahr

01.01.2016

Nun habe ich es also tatsächlich geschafft. Ich gebe zu, anfangs hatte ich mitunter starke Bedenken, dass ich es schaffen würde, jeden Tag ein Foto mit einer erkennbaren Absicht zu schießen. Und es kam tatsächlich vor, dass ich erst kurz vor Mitternacht den Auslöser drückte, und es ziemlich eng wurde. Demnächst werde ich meine Erfahrungen mit dem Projekt in einem ausführlichen Beitrag zusammenfassen.

Nach langer Silvesterparty und kurzem Schlaf bin ich am Neujahrstag etwas dumpf im Kopf. Nach dem Frühstück beschließen Bohne und ich, einen ausgedehnten Neujahrsspaziergang entlang der Traun zu machen und für den Rückweg den Höhenwanderweg zu nutzen. Das ist prima, kommen wir doch so an meinem ersten Motiv vom Neujahrstag 2015 vorbei und ich kann es unter anderem Gesichtspunkt erneut ablichten.

Der Himmel ist trübe, ab und zu nieselt es und einzelne Wegabschnitte wären mit Schlittschuhen an den Füßen leichter passierbar. Ich konzentriere mich mehr auf mich als auf mögliche Fotomotive. Diese Futterstelle für Amseln hat Bohne entdeckt:

Zwei vereiste Äpfel auf einem bemoosten Baumstumpf - Futterstelle für Amseln und andere Vögel, die weiches Futter bevorzugen

Zwei vereiste Äpfel auf einem bemoosten Baumstumpf – Futterstelle für Amseln und andere Vögel, die weiches Futter bevorzugen

Während er seine Fotos davon schießt, erfreue ich mich an diesem windschiefen Schuppen. Nein, ich habe die Kamera nicht schief gehalten, der Schuppen steht schon seit vielen Jahren so schief am Waldrand und hält hoffentlich noch viele weitere Jahre so durch.

windschiefer Schuppen am Höhenwanderweg in Obertraun am Hallstätter See, das dach ist dick bemoost

windschiefer Schuppen am
Höhenwanderweg in Obertraun am Hallstätter See

Kurze Zeit später kommen wir an diesem eingewachsenen Schild zum Höhenwanderweg vorbei, das ich erstmals kurz vor Silvester 2013 fotografiert habe und als Symbol für den langen Weg im Jahresprojekt auserkoren habe.

In eine Buche tief eingewachsenes Metallschild für den Höhenwanderweg in Obertraun

In eine Buche tief eingewachsenes Metallschild für den Höhenwanderweg in Obertraun

Schließlich erreichen wir kurz vor dem Ende der Wanderung den Lichtstein mit schönem Ausblick über den Hallstätter See in Richtung Hallstatt. Vom Plassen ist heute durch die Wolken und den Dunst nichts zu sehen.

Blick vom Lichtstein in Obertraun über den Hallstädter See mit wolkenverhangenem Himmel

Blick vom Lichtstein in Obertraun über den Hallstätter See mit wolkenverhangenem Himmel

Alte, verwitterte Almhütte auf der Hirschau Alm vor steiler Felswand bei Hallstadt im Salzkammergut

365/365 Silvester in den Bergen

31.12.2015

Heute ist der letzte (offizielle) Tag im Projekt »365 Tage – 365 Fotos.«
Für heute haben wir – Britta, Bohne und ich sowie Staff – uns eine kurze Wanderung von Obertraun über die Hirschau-Alm nach Hallstatt vorgenommen. Dort werden wir mit der Fähre über den Hallstätter See setzen und am Ostuferwanderweg zum Landhaus am See zurückkehren.

Aber zuerst geht es zur Kesselbrücke kurz vor Hallstatt und von dort etwa 40 min steil bergan. Diesen Weg sollen angeblich im Frühjahr die Rinder auf dem Weg zur Alm zurücklegen. Hut ab, das müssen sportliche Kühe sein. Immer wieder halten wir kurz an und genießen herrliche Ausblicke über den Hallstätter See in Richtung Bad Goisern. Schließlich sind wir auf der Alm und genießen die Pause nach dem sportlichen Aufstieg. Sportliche Tourengeher finden noch etwa 15 Minuten Gehzeit weiter den Einstieg zu einem der schönsten und zugleich schwierigsten Klettersteige der nördlichen Alpen. Ich erfreue mich an der urigen Hütte und entdecke einen klitzekleinen Unterstand am Fels.

Kleiner uriger Schuppen im Felsen auf der Hirschau Alm bei Hallstatt

Kleiner uriger Schuppen im Felsen auf der Hirschau Alm bei Hallstatt

Da wir hier oben nicht den Jahreswechsel feiern wollen, suchen und finden wir den Abstieg nach Hallstatt. Zwischendurch erreichen wir diese Quelle mit Holztrog, wo ich mich nach ein paar Fotos erst einmal labe.

Holztro sowie Holzrohr mit frischem Quellwasser aus dem Berg

Frisches Quellwasser, direkt aus dem Berg.

Beim Abstieg queren wir zwei Lawinenfelder. Noch immer liegen zahlreiche Bäume kreuz und quer herum, der Weg ist allerdings gut begehbar. In Hallstatt begegnen uns unzählige kleine und größere Gruppen von Touristen, die dieses schöne Bergstädtchen, Zentrum der Welterberegion Salzkammergut, für ein paar Stunden besuchen und alles fotografieren und filmen, vorzugsweise als Selfies. Wir bereiten uns langsam auf eine schöne Silvesterfeier mit großem Lagerfeuer und anschließender Tanzparty in Hans Jürgens Stadl vor. Es wird bis früh um sechs Uhr gehen.

Wanderweg um den vorderen Gosausee mit Blick auf das Dachsteinmassiv mit Gosaugletscher

364/365 Dachstein und Gosauseen

30.12.2015

Bei schönem Wetter mit guter Fernsicht ist die Zwieselalm in Gosau eines meiner Lieblingsskigebiete. Der Dachstein und die Gipfel des Gosaukamms bieten dann eine einzigartige, Ehrfurcht gebietende Kulisse.

Heute ist es ziemlich kalt, Schnee liegt so gut wie keiner, dafür hat die Natur aus der Luftfeuchtigkeit riesige Eiskristalle gezaubert.

Rauhreif – riesige Eiskristalle an den Autos, auf Zweigen und allen Gegenständen zeugen von der Kälte und feuchten Luft der letzten Nacht.

Rauhreif – riesige Eiskristalle an den Autos, auf Zweigen und allen Gegenständen zeugen von der Kälte und feuchten Luft der letzten Nacht.

Da Skifahren nicht infrage kommt, entscheiden wir uns zu fünft (vier Zweibeiner und ein Border Collie) für eine Wanderung zu den Gosauseen, eine großartige Entscheidung. Der Wanderweg führt uns am vorderen Gosausee mit fantastischen Spiegelungen der umliegenden Gipfel am Laserer Klettersteig vorbei. Dabei haben wir immer das Dachsteinmassiv vor Augen.

Leiter am Laserer Klettersteig am vorderen Gosausee. Im Hintergrund und als Spiegelung im See einige Gipfel des Gosaukamms.

Leiter am Laserer Klettersteig am vorderen Gosausee.

Am Ende des vorderen Gosausees geht es in den Wald. Hier folgen wir dem alten Almweg.

Altes, verwittertes Holzschild weist auf den Alten Almweg zum hinteren Gosausee unter dem Dachsteinmassiv.

Altes, verwittertes Holzschild weist auf den alten Almweg zum hinteren Gosausee unter dem Dachsteinmassiv.

Nach einigen Anstiegen erreichen wir irgendwann den hinteren Gosausee und können uns kaum sattsehen an der Schönheit der rauhen Berge.

Der hintere Gosausee ist komplett zugefroren. Im Hintergrund das eindrucksvolle Dachsteinmassiv über einer bewirtschafteten Alm am Seeende.

Der hintere Gosausee ist komplett zugefroren. Im Hintergrund das eindrucksvolle Dachsteinmassiv über einer bewirtschafteten Alm am Seeende.

Der Rückweg nach einer Pause mit Wasser und Schokolade ist kurzweilig und schnell geschafft, da der Weg jetzt fast nur bergab oder ebenerdig verläuft.

Augstsee unterhalb des Atterkogels am Loser im Ausseer Land in der Steiermark. Der See ist normaler weise im Winter nicht zu sehen, ist er dann doch zugefroren und dick mit Schnee bedeckt.

363/365 Augstsee im Winter

29.12.2015

Ich war schon unzählige Male am Loser und habe ihn doch noch nie gesehen, den Augstsee. Wann immer ich hier war, lag jede Menge Schnee, der See unterhalb des Atterkogels war zugefroren und dick mit Schnee bedeckt. Heute herrscht hier bei herrlichem Wetter und super Fernsicht buntes Treiben auf dem Eis des teilweise zugefrorenen Sees. Ein Teil wird künstlich durch einen Sprudler von Eis freigehalten, ich vermute, um ggf. die Schneekanonen mit Wasser aus dem See zu versorgen.

Die Natur vermag Unglaubliches. Hier klammert sich eine Lärche an einen Felsen, durchdringt mit ihren Wurzeln kleinste Hohlräume, sucht und findet so Halt und lebensnotwendige Nährstoffe.

362/365 Eng umschlungen

28.12.2015

Ein Spaziergang mit Britta und ihren Border Collies führt uns am Ostuferwanderweg des Hallstätter Sees zu Tonis Wald. Toni hat mit seiner Frau Monika einst die Lodge auf dem Krippenstein bewirtschaftet, ist noch heute dort tätig. Früher hatte er eine große Gruppe von Huskies, die er oben auf dem Krippenstein hielt. Inzwischen hat er keine Hunde mehr. Zu viele »Tierfreunde« und »Umweltschützer« haben ihm sein Hobby  verleidet. Uns hat er immer wieder eingeladen, mit den Hunden seinen Grund zu nutzen, damit die Hunde dort freien Auslauf ohne Einschränkungen genießen können. Und das Angebot nehmen wir nur zu gern an, genießt man doch von einer Stelle in seinem Wald einen herrlichen Blick über den Hallstätter See auf Hallstatt.

Auf dem Weg dorthin liegen unzählige Felsen vertreut, Ergebnis der Verkarstung der Alpen im Salzkammergut. Hier klammert sich eine Lärche an einen Felsen, durchdringt mit ihren Wurzeln kleinste Hohlräume, sucht und findet so Halt und lebensnotwendige Nährstoffe.

Blick von Obertraun über den Hallstädter See zum Plassen, hoch über Hallstadt im Salzkammergut, in der ersten Morgensonne.

361/365 Alpenglühen am Plassen

27.12.2015

Am ersten Morgen bietet sich mir beim Aufwachen dieser schöne Ausblick über den Hallstätter See auf den Plassen, dessen Spitze bereits in der Morgensonne leuchtet. Unsere Freundin Britta, Frau von Hans Jürgen, hat später ein schönes T-Shirt an, das eine ihrer Grundüberzeugungen widergibt: »Andere gehen zur Therapie – Ich gehe einfach … in die Berge«. Und da selbst in den Bergen kein Schnee liegt, ziehen wir heute Wanderschuhe an und begeben uns zu einer Wandertour auf den Krippenstein. Nach der Auffahrt über zwei Etappen mit der Gondel bietet sich uns ein herrliches Panorama in Richtung Dachstein. Wir gehen zum Nordrand in Richtung der »five fingers«, einer spektakulären Aussichtsplattform mit 400 m senkrecht abfallender Wand in Richtung Obertraun und Hallstätter See. Nichts für schwache Nerven.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Vom Gipfel des Krippensteins starten Gleitschirmflieger zu Rundflügen mit atemberaubendem Ausblick.

Gleitschirmflieger beim Start

Nur wenige schnelle Schritte genügen, dann geht es in die Lüfte,
etwa 1500 m über dem Tal mit dem Hallstätter See.

 

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See - die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Spektakuläre Aussichtsplattform hoch über dem Hallstätter See – die »five fingers« am Krippenstein. Hier fällt die Felswand fast senkrecht etwa 400 m in die Tiefe ab.

Bevor wir ins Tal zurückkehren besuchen wir die Lodge, um auf der Sonnenterrasse den herrlichen Blick auf das Dachsteinmassiv mit Schladminger Gletscher und Hallstattgletscher zu genießen. Für die Rückkehr ins Tal haben wir uns für einen Abstieg auf einem schmalen Pfad von der Mittelstation aus entschieden. Dafür brauchen wir etwa eine Stunde. Der Weg führt in unzähligen Spitzkehren entlang an steilen Felswänden und Felsüberhängen.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Steile Felswand beim Abstieg von der Mittelstation unterhalb der Schönbergalm ins Tal.

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Überall am Wegesrand blühen Schneerosen (Christrosen)

Zurück im Landhaus am See zeigt der Abendhimmel über dem Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm kräftig leuchtende Farben.

Abendrot über Obertraun

Blick vom Landhaus am See über das Feriendorf »Ressort Obertraun« in Richtung Hirschau-Alm.

 

 

Ein Glas mit Newcastle Brown Ale im Kerzenschein auf einem kleinen Tisch im Pub in Halle

358/365 Very British

24.12.2015

Ich habe mir von einem Freund und Auskenner sagen lassen, Heiligabend in den Pub zu gehen, sei very british, ist zumindest bei jüngeren und mittleren Jahrgängen auf der Insel Usus. Was die Engländer können, soll uns nicht verwehrt sein. Und so haben meine Holde und ich sowie unsere Jungs gegen halb zehn am Heiligabend beschlossen, noch einmal loszuziehen, und dem Connoisseur einen Besuch abzustatten.Wie erwartet, war es ordentlich voll. Offensichtlich gibt es viele Menschen in Halle, die einfach keine Lust haben, an diesem Abend allein zu Hause herumzusitzen und statt dessen lieber im Pub mit anderen ein bisschen plaudern. Die Atmosphäre im Connoisseur war jedenfalls toll und es ging ziemlich laut zu. Die Getränke unterstützten den gehobenen Geräuschpegel sicherlich.

Anne, die Freundin unseres »Großen«, hat mir zu Demonstrationszwecken einen Sterneffektfilter überlassen, den ich einfach den ganzen Abend vor dem Objektiv lasse. Er spielt seine Stärken vor allem bei kleinen punktförmigen Lichtquellen aus. Schon auf dem Weg zum Connoisseur habe ich ein paar Aufnahmen geschossen.

Weihnachtsbaum und Weihnachtspyramide auf dem Marktplatz in Halle. Durch den Sterneffektfilter vor dem Objektiv strahlen alle punktförmigen Lichter wie Sterne.

Weihnachtsbaum und Weihnachtspyramide auf dem Marktplatz in Halle. Durch den Sterneffektfilter vor dem Objektiv strahlen alle punktförmigen Lichter wie Sterne.

Straßenbahn kurz vor dem Marktplatz in Halle am späten Heiligabend 2015

Straßenbahn kurz vor dem Marktplatz in Halle am späten Heiligabend 2015

Peilkompass in Messinggehäuse von einem Segelausrüster - zeigt in Richtung der magnetischen Pole der Erde.

351/365 Auf Kurs

17.12.2015
Diesen Kompass habe ich mir einmal bei einem Ausrüster für den Segelsport gekauft, nicht weil ich ihn unbedingt brauchen würde, er hat mir einfach gefallen. Nun neige ich nicht dazu, alles haben zu müssen, was mir gefällt. Manchmal mache ich jedoch eine Ausnahme. Beim Windsurfen brauche ich ihn eher nicht, da auf Sicht zum Ufer gefahren wird und man eh keine Hand frei hat. Bis vor einigen Jahren dachte ich noch, im Wald könne ich mich gar nicht verlaufen, bis es dann doch einmal bei Schietwetter und diffusem Licht passiert ist. Seitdem habe ich im Auto meist einen einfachen Handkompass zu liegen, den ich gegebenenfalls beim Pilzesuchen einstecken kann. Heutzutage haben die meisten Mobiltelefone bereits einen elektronischen Kompass eingebaut, was sicher eine gute Sache ist, allerdings verabscheue ich den Gedanken, dass wir gedankenlos, blindlings nur noch auf Hightech und Elektronik statt auf Kenntnissen über die Natur, auf einfache verlässliche Hilfsmittel und auf Intuition vertrauen.