Kollektion von Wein- und Sektkorken unterschiedlicher Sorten und Herkunft

355/365 Korkbrand?

21.12.2015

Es gibt immer wieder Kampagnen wider die Verwendung von Kork als Verschluss von Wein- und Sektflaschen. Wie so oft im Leben gibt es beachtenswerte Gründe pro als auch contra den Einsatz von Kork. Letztendlich gibt es für mich auch eine sinnliche Komponente, die zu beachten ist. Ich mag es, den Korkenzieher (klassisches Kellnermesser) zum Öffnen zu verwenden, den Korken zu fühlen, zu betrachten und nach dem Genuss des Weines zu »archivieren«. Ich habe gerade entdeckt, dass man auf verschiedenen Webplattformen gebrauchte Korken kaufen kann. Na ja, so viele, dass sich ein Verkauf für mich lohnen könnte, habe ich noch nicht. Obwohl, zu Weihnachten werden wohl wieder ein paar hinzukommen.
Ein Merkmal der gezogenen Korken ist der Korkbrand, klingt nach einer gefährlichen Krankheit, ist aber lediglich das Branding (aufgedruckte, eingebrannte?, eingeprägte Bezeichnung der Marke, des Herstellers, ggf. der Herkunft, Abfüllung…). In einigen Regionen ist dieses Branding sogar vorgeschrieben und bestätigt die Angaben auf dem Eitikett, das sich leichter austauchen und fälschen lässt als der Korken. So, und jetzt ist Zeit für ein Gläschen vom roten. Sehr zum Wohle.

Peilkompass in Messinggehäuse von einem Segelausrüster - zeigt in Richtung der magnetischen Pole der Erde.

351/365 Auf Kurs

17.12.2015
Diesen Kompass habe ich mir einmal bei einem Ausrüster für den Segelsport gekauft, nicht weil ich ihn unbedingt brauchen würde, er hat mir einfach gefallen. Nun neige ich nicht dazu, alles haben zu müssen, was mir gefällt. Manchmal mache ich jedoch eine Ausnahme. Beim Windsurfen brauche ich ihn eher nicht, da auf Sicht zum Ufer gefahren wird und man eh keine Hand frei hat. Bis vor einigen Jahren dachte ich noch, im Wald könne ich mich gar nicht verlaufen, bis es dann doch einmal bei Schietwetter und diffusem Licht passiert ist. Seitdem habe ich im Auto meist einen einfachen Handkompass zu liegen, den ich gegebenenfalls beim Pilzesuchen einstecken kann. Heutzutage haben die meisten Mobiltelefone bereits einen elektronischen Kompass eingebaut, was sicher eine gute Sache ist, allerdings verabscheue ich den Gedanken, dass wir gedankenlos, blindlings nur noch auf Hightech und Elektronik statt auf Kenntnissen über die Natur, auf einfache verlässliche Hilfsmittel und auf Intuition vertrauen.

Schaumblasen im Durchlicht mit zahlreichen Spiegelungen

344/365 Spuma

10.12.2015

So sah sie also aus, die Wiege der Aphrodite, kurz bevor ihr die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der kanonischen zwölf olympischen Gottheiten, die Liebesgöttin schlechthin, entstieg.

Das Foto entstand im Gegenlicht vor weißem Hintergrund. Um die Konturen der Bläschen zu betonen, stellte ich die Blumenvase mit rechteckigem Querschnitte auf schwarzen Karton und deckte sie ebenfalls schwarz ab. Demnächst probiere ich aus, den Schaum strahlend weiß  vor schwarzem Hintergrund abzulichten.

 

Mechanischer Selbstauslöser - ein Fotozubehör der analogen Fotografie früherer Tage.

343/365 Signal auf rot – bitte warten

09.10.2015

Dieses ist eines meiner ältesten Fotozubehörteile. Das, was heute wohl jede einfache Digitalkamera kann, ein Foto mit verzögertem Selbstauslöser zu schießen, dazu brauchte der Fotograf früher Extra-Equipment. In diesem Fall ist es ein mechanischer Selbstauslöser mit Federaufzug. Der Aufzug wurde gespannt, ein Kabelauslöser in die Vorrichtung (unten) eingespannt und wenn alles eingerichtet war, gab man den Federmechanismus wieder frei. Ein leises Schnarren verriet, dass es gleich soweit sein würde, Klick und fertig. Und schon nach der Filmentwicklung war das Resultat sichtbar. Toll.

Beim Schein einer Kerze wird ein Glas mit Rotwein gefüllt

336/365 Sinn oder Unsinn des Lebens

02.12.2015

Rotwein ist für alte Knaben
eine von den besten Gaben.
(Wilhelm Busch)

Diese Lebensweisheit, die der bärtige Dichter seinem Rektor Debisch in »Abenteuer eines Junggesellen« durch den Kopf gehen ließ, trifft meine volle Zustimmung. Oder in Anlehnung an den großen Humoristen und Weltversteher Loriot: »Ein Abend ohne Rotwein ist möglich, aber sinnlos.« Und, es gibt so viele schöne Rotweine, Meisterwerke der Winzer. Klar ist aber auch, nur die wenigsten können sich Spitzenwerke der Winzerkunst auch leisten. Ich wollt´, ich gehörte dazu. Sei´s drum. Auf jeden Fall hat auch der große deutsche Nationaldichter Goethe Recht, dem der Ausspruch zugeschrieben wird, »das Leben ist kurz, um schlechten Wein zu trinken.«  Und damit belasse ich es heute. Ein Prosit der Gemütlichkeit.

 

 

Adventskranz mit einer brennenden Kerze zum ersten Advent 2015

333/365 1. Advent

29.11.2015

Die vorweihnachtliche Adventszeit
ist eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen,
wäre da nicht der Vorweihnachtsstreß.  (Gudrun Kropp)

Wo ist der Zauber des Advents aus Kindertagen hin? Auch als »Heiden« haben wir diese Wochen kurz vor Weihnachten genossen, nicht zuletzt dank der süßen Düfte von Plätzchen und Maultaschen, die nur zu dieser Zeit gebacken wurden oder des Schmückens der Wohnung. Mein Vater hat jedes Jahr zu dieser Zeit einen Satz geschnitzter und gehüteter Stöckchen von Haselnuss hervorgekramt und mit ihnen eine »Kartoffel-Weihnachtspyramide« gebaut, die mit Fichtenzweigen, Nüssen und Kerzen geschmückt wurde und wunderschön war. Jedes Wochenende wurden die Kerzen zur Kaffeezeit angezündet und alle Augen glänzten.
Auf der Suche nach einem erklärenden Bild stieß ich auf »Klausenbaum«, der allerdings aus Äpfeln, nur vier Stück, errichtet wurde.
Zündholz im Moment des Entzündens. Dabei beträgt die Temperatur am Kopf immerhin etwa 800 Grad Celsius.

331/365 800 Grad Celsius

27.11.2015

Schwefelhölze, Schwefelhölzle,
Schwefelhölzle muß mer han,
Daß mer alle Augeblikke Feuer machen kann…

Heute ist Tag des Streichholzes. Das zu lesen kommt mir sehr gelegen, als ich nach einem Bildmotiv für heute suche. Angeblich entdeckte heute vor 189 Jahren der englische Apotheker John Walker, dass sich eine Mischung aus Antimonsulfid, Kaliumchlorat, Gummi arabicum und Stärke durch Reibung an einer rauen Oberfläche entzündet. Als Kind fand ich es unheimlich cool, wenn sich Ganoven in Westernfilmen ganz lässig ein Streichholz an der Stiefelsohle entzündeten. Man kann erahnen, dass der eine oder andere Unfall bei der Handhabung dieser Zündhölzer vorprogrammiert war. Heutige Sicherheitszündhölzer lassen sich nur an speziellen Reibflächen entzünden. Ein Selbstentzünden ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Die Holzstäbchen, meist Espenholz, sind mit Paraffin getränkt, um die Brennbarkeit zu verbessern und mit wasserlöslichen Phosphatsalzen imprägniert, um ein längeres Nachglühen zu unterbinden.

Ich nutze auch heute noch sehr gern Zündhölzer, um ein Feuerchen, ein Pfeifchen oder einen Zigarillo zu entzünden. Das ist viel sinnlicher als ein billiges Wegwerffeuerzeug zu benutzen.

Leuchtend grüne Peperoni auf schwarzem Steinuntergrund

259/365 Tapas verlängern den Sommer

16.09.2015
Die grünen Peperoni haben mir heute beim Einkaufen zugerufen: »Nimm uns mit!« Und da konnte ich nicht widerstehen und hatte sofort ein Abendessen mit ein paar kleinen Tapas im Sinne. Zu gebratenen Peperoni (nach dem Braten in wenig Olivenöl habe ich ein wenig frisch gehackten Knoblauch, grobes Meersalz und Zitronensaft zugefügt) gab es kleine orientalisch gewürzte Hackfleischbällchen, Yoghurtdip (mit Salz, Zitronenschale, -saft, gehackter Minze und Koriander) sowie Ajvar. So kann man den Sommer noch einige Zeit verlängern, genau wie mit Salsatanzen nach dem Abendessen.
Übrigens war das Gesamtresultat der Tapasbereitung mindestens ebenso fotogen, ich wollte mich heute aber mal auf eine Farbe auf dunklem Untergrund beschränken. Für den Untergrund hatte ich vor Kurzem extra zwei große Steinfliesen im Baumarkt erworben. Sie werden demnächst noch öfter zum Einsatz kommen.

Rote Telefonzelle mit einem Handy an der Schnur

246/365 Telefonzelle mit Cell Phone

03.09.2015
Telefonzellen sterben aus und dabei gab es gerade in England so schöne. Einige echte rote Zellen aus Großbritannien haben wir sogar in Halle, unter anderem im Kaffeeschuppen. Allerdings kann man von dort kein Telefonat führen, es sei denn, man hat sein eigenes cell phone dabei. Handy darf man im englischen Sprachraum ja wohl nicht sagen, zumindest wenn man vom Telefonieren redet.
Ich habe als Reiseandenken ein Modell einer Londoner Telefonzelle als Sparbüchse im Bücherregal stehen, das mich über die Wortspielerei von Telefonzelle und galvanischer Zelle zum cell phone, cellulare (Italien), celular (Lateinamerika) und damit zum heutigen Tagesfoto brachte.

Leuchtend grüner Glasklumpen aus Lauscha im Durchlicht

245/365 Zauberei aus der Smaragdenstadt

02.09.2015
»Der Zauberer der Smaragdenstadt« ist eine russische Nachdichtung des amerikanischen Kinderbuches »The Wonderful Wizard of Oz« und durfte in keinem Kinderzimmer der DDR fehlen. Unsere Jungs haben die Geschichte geliebt. Dieser leuchtende Zauberstein ist kein Smaragd, nicht einmal ein Stein. Da er keine Kristallstruktur aufweist, eine unterkühlte Flüssigkeit ist, handelt es sich um Glas, Glas aus Lauscha, dem Zentrum der Thüringischen Glasherstellung seit über 400 Jahren. Diesen »Tropfen« (Klumpen klingt mir irgendwie zu gemein) hat meine Holde im letzten Herbst bei einem Besuch im Glaszentrum Lauscha mitgenommen und ich habe ihn mit einem dünnen Lichtstrahl zum Leuchten gebracht.