Zündholz im Moment des Entzündens. Dabei beträgt die Temperatur am Kopf immerhin etwa 800 Grad Celsius.

331/365 800 Grad Celsius

27.11.2015

Schwefelhölze, Schwefelhölzle,
Schwefelhölzle muß mer han,
Daß mer alle Augeblikke Feuer machen kann…

Heute ist Tag des Streichholzes. Das zu lesen kommt mir sehr gelegen, als ich nach einem Bildmotiv für heute suche. Angeblich entdeckte heute vor 189 Jahren der englische Apotheker John Walker, dass sich eine Mischung aus Antimonsulfid, Kaliumchlorat, Gummi arabicum und Stärke durch Reibung an einer rauen Oberfläche entzündet. Als Kind fand ich es unheimlich cool, wenn sich Ganoven in Westernfilmen ganz lässig ein Streichholz an der Stiefelsohle entzündeten. Man kann erahnen, dass der eine oder andere Unfall bei der Handhabung dieser Zündhölzer vorprogrammiert war. Heutige Sicherheitszündhölzer lassen sich nur an speziellen Reibflächen entzünden. Ein Selbstentzünden ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Die Holzstäbchen, meist Espenholz, sind mit Paraffin getränkt, um die Brennbarkeit zu verbessern und mit wasserlöslichen Phosphatsalzen imprägniert, um ein längeres Nachglühen zu unterbinden.

Ich nutze auch heute noch sehr gern Zündhölzer, um ein Feuerchen, ein Pfeifchen oder einen Zigarillo zu entzünden. Das ist viel sinnlicher als ein billiges Wegwerffeuerzeug zu benutzen.

Sternenkarte und Pentagramm zum Tag des Okkultismus 2015

322/365 Drudenfuß und Sternenkarte

18.11.2015

Ein Blick in den Kalender verrät mir: Heute ist Tag des Okkultismus, weltweit. Na so etwas. Okkultes ist schlecht greifbar, ist mystisch, paranormal, übersinnlich, übernatürlich? Die wenigsten wissen, was das überhaupt ist. Heutzutage wird der Begriff größtenteils abwertend verstanden und gebraucht. Laut Wikimedia lassen sich prinzipiell zwei Richtungen des Okkultismus unterscheiden: Der empirische und der esoterische Okkultismus. Ersterer befasst sich mit okkulten Erscheinungen und will diese erforschen. Der esoterische Okkultismus hingegen befasst sich mit »Geheimwissen«, das nur einem kleinen Kreis »Eingeweihter« zugänglich sei.

Ich habe mal meine alte Sternenkarte herausgekramt, sie mit künstlichem »Sonnenlicht« aktiviert und sie dann in der Finsternis der unwissenden Seele fotografiert. Das Pentagramm als das vielleicht wichtigste esoterische Symbol habe ich nachträglich via Photoshop implementiert. Das Pentagramm steht für die Venus, für den Kreislauf des Lebens. Als kraftvolles Symbol der Freimaurer verkörpert es ihre wichtigsten Tugenden sowie die unerschöpfliche Kraft des Geistes im Zusammenspiel mit den vier Elementen.

Zwei Hühnereier balnzieren übereinander vor dunklem Hintergrund

282/365 Eierakrobatik auf der Spitze

09.10.2015
Habe gerade im Radio gehört, dass heute der Welt-Ei-Tag ist (immer am zweiten Freitag im Monat Oktober). Der Aktionstag verfolgt das Ziel, den Eierkonsum anzukurbeln, indem darauf verwiesen wird, welch wertvollen Beitrag Eier seit Menschengedenken zur gesunden Ernährung beitragen. Gleichzeitig rufen Tierschutzorganisationen dazu auf, ausschließlich Eier aus artgerechter Haltung zu kaufen.
Hier tanzen Eier von Hühnern aus Freilandhaltung in Deutschland akrobatisch auf der Spitze. Das »Foto« ist genau genommen aus einer Serie von vier Fotos entstanden:
1. Ei auf Spitze festgehalten
2. selbiges Ei auf Spitze mit Haftpaste fixiert
3. Konstruktion von 2. mit dem oberen Ei festgehalten
4. oberes Ei mit Haftpaste auf unterem platziert und dann musste es sehr schnell gehen, da die Haftpaste nicht wirklich gut auf der Eierschale haften blieb

Im Anschluss wurden die Bilder als Ebenen in Photoshop übereinander platziert und die Haftpaste sowie meine Finger herausretuschiert.

Drei Konservendosen zum Tag der Konservendosen

237/365 Konservativ muss nicht schlecht sein

25.08.2015
Heute ist Tag der Konservendose. Wikipedia weiß hierzu, dass Napoleon 1795 einen Preis von 12.000 Goldfranc für ein Verfahren auslobte, mit dem man Nahrungsmittel haltbar machen und die Soldaten ernähren konnte, ohne die Bevölkerung zu plündern.
Für seine Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Glasflaschen zu erhitzen und dadurch für mehrere Jahre haltbar zu machen, erhielt der Pariser Zuckerbäcker und Konditor Nicolas Appert schließlich 15 Jahre später das Preisgeld. Immerhin konnte man damit »alle animalischen und vegetabilischen Substanzen nähmlich alle Gattungen Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Zugemüse, Kuchen – Arzneygewächse, Früchte, Sulzen, Säfte; ferner Bier, Kaffeh, Thee u.s.w. in voller Frische, Schmackhaftigkeit und eigenthümlicher Würze mehrere Jahre« erhalten. 1810 kam schließlich der Brite Peter Durand auf die Idee, zu diesem Zweck Blechkanister zu verwenden, ließ sich das Ganze im selben Jahr noch patentieren und gilt somit als Erfinder der Konservendose. Drei Jahrte später produzierten die Briten Donkin und Hall Konserven, die sie an die britische Armee lieferten. Forschung und Entwicklung für das Militär schenkte uns diese Errungenschaft. Bitte jetzt keine Haltung des Blogautors aus der letzten Aussage ableiten.
Eigentlich wollte ich ursprünglich darüber fabulieren, was man alles so konservieren kann (unabhängig von Konservendosen) und wozu in der Vergangenheit Konservendosen so alles gut zu gebrauchen waren. Auch der Aufbau unterschiedlicher Dosen ist ein spannendes Thema. Aber das führt dann jetzt doch zu weit.

Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz in Halle - Tisch-Kicker-Turnier auf dem Marktplatz in Halle

201/365 Los futbolistas y sus fans

20.07.2015
»Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz« in Halle – dazu laufen in der Saalestadt in dieser Woche an unterschiedlichen Sportstätten sowie auf dem Marktplatz zahlreiche Veranstaltungen mit einigen prominenten Gästen. Auf dem Marktplatz finden bis zum Freitag täglich Tisch-Kicker- und Tip-Kick-Turniere statt. Die Kleinsten toben und tummeln sich derweil in einer Riesenhüpfburg oder im aufgeblasenen Riesenfußball. Und wenn sich zwei Teams zum fairen Wettlampf gegenüber stehen, bleibt schon einmal der eine oder andere Fan kurz stehen um zuzuschauen.

Metallskulptur eines Esels als Markenzeichen der »Galerie Eselsohr« in der Nähe des Halleschen Marktplatzes

114/365 Tag des Versuchstiers

24.04.2015
Seit über 50 Jahren gibt es den Internationalen Tag des Versuchstiers, ins Leben gerufen von der britsichen Tierrechtlerin Muriel Dowding mit dem Ziel, auf die Schicksale unzähliger Versuchstiere aufmerksam zu machen. Die meisten Versuchstiere sterben während der Experimente oder werden anschließend getötet. Die Aussagekraft und ethische Vertretbarkeit von Tierversuchen ist heiß umstritten. Ich werde hier nicht gegen Tierversuche wettern, bin aber überzeugt, dass nicht jedes durchgeführte Tierexperiment tatsächlich erforderlich bzw. in der gewählten Form notwendig wäre.
Hier habe ich in Halles Zentrum, in der Schmeerstraße, dieses Versuchstier entdeckt, mit dem hoffentlich erfolgreich versucht wird, auf die Galerie Eselsohr aufmerksam zu machen, einer Kleinkunstgalerie, in der man fast alles außer Massenwahren entdecken und bei Gefallen auch käuflich erwerben kann. Ein lohnender Versuch, finde ich.

Spiegelung der Fahnenmonuments am Hansering in Halles Innenstadt

110/365 Eine Fahne zum Weed Day 420

20.04.2015
420, der 20.4. ist der Internationale Cannabis-Tag, pünktlich um 16:20 Uhr treffen sich weltweit Menschen an prominenten Plätzen, um gemeinsam gesetzeswidrig einen Joint zu rauchen und so gegen die Kriminalisierung des Gebrauchs von Cannabis zu protestieren. Als Chemiker interessiert mich die Historie der Nutzung von Cannabis seit vielen Jahren. Da ich um die segensreiche Wirkung der Inhaltsstoffe bei chronischen Schmerzpatienten sowie bei Patienten, die mit den Nebenwirkungen von Chemotherapien zu kämpfen haben weiß, verstehe ich die hartleibige Gesetzesgebung u.a. in Deutschland nicht, und kann nur vermuten, dass dieses insbesondere mit einer starken Lobby der Pharmaindustrie zu tun hat. Ach, ich gerate schon wieder in Rage.
Nun, diese Fahne hinter Glas ist nicht wirklich eingehaust. Sie steht seit 1967, ursprünglich natürlich rot, als »Fahne der Revolution« völlig frei am Hansering in Halle. Nach der Wende gab es naturgemäß heftige Debatten um Verbleib oder Abriss. Ich freue mich sehr, dass sie geblieben ist und heute mit neuer Farbgebung ein Hingucker in Halles Innenstadt ist. Auch meiner Lieblingsnichte hat sie beim Ferienaufenthalt bei Ihrem Lieblingsonkel sehr gefallen. Und die Sache mit dem Glaskasten entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Spiegelung in der Glasfront eines Treppenhauses für ein benachbartes Gebäude.

Mann mit Schokoladenmaske bei der Kosmetik

34/365 Der Mann mit der Schokomaske

03.02.2015
Ich konnte nicht anders. Aber heute ist wieder einmal so ein schräger Aktionstag, und wer hat´s erfunden? Die Amerikaner. Wer genau? Die Kosmetikindustrie im freiesten Land der freien Welt oder bringe ich schon wieder etwas durcheinander? Also, heute will die darbende Kosmetikindustrie mit dem »National Men’s Grooming Day« die Bedeutung von Kosmetikprodukten bei der männlichen Körperpflege hervorheben. Jetzt bleibt die Frage, ob der Tag eher auf mangelnde Hygiene und deren historische Überwindung abzielt oder eher das Geschäft mit Randzielgruppen (männlich, erwachsen, aus dem unmittelbaren Dunstkreis der Übermutter entrückt) ankurbeln soll?
Na, was soll´s. Die spendierte Maske eines namhaften Kosmetikherstellers für dieses Promotion-Shooting kann man wenigstens genießen. Schmeckt tatsächlich schokoladig.

Schutz den Feuchtgebieten als Lebensraum für Wasser- und Wattvögel.

33/365 Schutz den Feuchtgebieten

02.02.2015
Keine Angst, es geht nicht unter die Gürtellinie. Aber geben Sie mal bei Google Feuchtgebiete ein! Dann bekommen Sie erst unzählige Verweise auf Buch und Verfilmung, na ja, Sie wissen schon. Aber, seit 1997 wird jährlich am 2. Februar der Welttag der Feuchtgebiete begangen, um international die öffentliche Wahrnehmung der Werte und Vorzüge von Feuchtgebieten zu verbessern. Die UNESCO will insbesondere die herausragende Bedeutung der Feuchtgebiete als Lebensraum für Wasser- und Watvögel in den Fokus rücken.
Ich habe heute nur meine Hände fotografiert und es war schon schwer genug, sie scharfzustellen und in der gewünschten Position mit Wasser aufzunehmen. Den Rest habe ich hinzugefügt. Kein Meisterwerk aber eine gute Übung für kommende Aufgaben.