Flammlachs auf Kiefernplanke rund um ein Birkenholzfeuer aufgestellt

335/365 Leumulohi

01.12.2015

Auf dem Weihnachtsmarkt wird im finnischen Dorf unserer Partnerstadt Oulu frischer Flammlachs (»Leumulohi«) bereitet. Dazu werden Lachsseiten gewürzt und leicht eingeschnitten sowie anschließend mit Holznägeln auf Kiefernbretter befestigt. Diese werden dann steil um ein kleines Birkenholzfeuer gestellt und ab und an umgedreht bis der Fisch gar ist. Im finnischen Dörfchen gibt es zudem kleine Maränen, Delikatessen vom Rentier und natürlich Glögi, die finnische Glühweinvariante, die mir persönlich zu süß ist. An einem anderen Stand gibt es zahllose Honigsorten aus dem skandinavischen Land. Während meine Holde bei Himbeerhonig schwach werden könnte, komme ich bei den kräftigen Sorten von Butterblumen oder Buchweizen ins Schwärmen.

Finnisch zu lernen stelle ich mir als extrem schwierig vor. »Halle ja Oulu ovat ystävyyskaupunkeja.« Wer das aussprechen kann, hat sich angeblich einen Gratis-Glögi verdient (auf Deutsch: »Halle und Oulu sind Partnerstädte.«). Ob er ihn am Stand auch bekommt, müsste ich einmal ausprobieren, aber wie?

 

 

Projektion eines Bogenfensters durch tiefstehendes Sonnenlicht an einer weißen Wand - daneben streift das Licht das Gehäuse einer riesigen maritrimen Schnecke (Queen Conch)

325/365 Die Queen der Meeresschnecken im Streiflicht

21.11.2015

Eigentlich wollte ich die Fensterfront meines Büros mit Pflanzen im Streiflicht der Nachmittagssonne ablichten. Das Ergebnis hat mir sogar gefallen. Aber dann sah ich an der Seitenwand die Projektion des Fensters mit der Bougainvillea und neben dem Schattenriss das vom Seitenlicht gestreifte Gehäuse einer riesigen karibischen Meeresschnecke, der Queen Conch (Große Fechterschnecke oder Riesen-Flügelschnecke (Lobatus gigas bzw. Eustrombus gigas).

Ein großer Teller mit frisch zubereiteten Miesmuscheln

263/365 Gar nicht so mies

20.09.2015
Heute gibt es endlich mal wieder Muscheln und dann gleich für jeden eine ordentliche Portion. Miesmuscheln, auch als Pfahl- oder Blaumuscheln bekannt, sind typische Bewohner der Gezeitenzonen und leben dort häufig an Stellen mit starker Brandung und auf Sandbänken. Für den Handel werden sie an Pfahl- und Treibgestellen, an Tauen oder an Matten kultiviert. Wir bereiten sie so zu, dass wir zunächst Suppengemüse in Stifte schneiden und in Olivenöl anschwitzen. Dazu kommt noch Tomatenmark und etwas Chili. Dann werden fein gehackter Knoblauch und Ingwer, die Muscheln sowie ein ordentlicher Schluck Weißwein in den Topf gegeben. Dieser wird verschlossen und nach wenigen Minuten ist das köstliche Essen fertig. Serviert wird auf großen Tellern. Dazu gibt es Baguette und Weißwein. Das Schöne am Muschelessen ist, dass die »Bestecke« zum Essen gleich durch die Muschelschalen mitgeliefert werden. Also ich finde, nicht nur durch den Gebrauch der Hände ist das Muschelessen etwas sehr Sinnliches …