Yin und Yang - das Gegensatzpaar in vollkommener Harmonie

67/365 Taiji , QiGong – Kampf und Harmonie der Gegensätze

08.03.2015
Müssen wir im westlichen Verständnis oft eine strikte Trennung von gut und böse, ein »entweder oder« erleben, finden wir im Daoismus, im Chan-Budhismus aus China oder dem Zen aus Japan viel differenzierteres Herangehen an die Gegensätze. Hier gibt es nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiß. Yin und Yang bewirken einander, eins ist ohne das andere nicht existent, nicht einmal vorstellbar. Yin und Yang sind zwei Pole ein und desselben und das Leben ist ein fortwährender ewiger Kampf, Wandel und Ausgleich zwischen diesen Polen. Beide können nicht gleichzeitig ansteigen oder absinken. Wenn Yang sich vergrößert, verringert sich Yin und umgekehrt.
Noch älter als das Konzept von Yin und Yang ist das Buch der Wandlungen, das I Jin (oder I Ging), dessen Grundessenz besagt, dass die Welt in stetem Wechsel und Wandel begriffen ist. Das Schöpferische und das Empfangende vereinigen sich und erzeugen die Welt. Laotse beschreibt das so: »Die Eins erzeugt die Zwei, die Zwei erzeugt die Drei, und die Drei erzeugt alle Dinge.«
Ehe ich noch mehr schwafele: Hermann Hesse war ein Anhänger, großer Sympathisant der budhistischen Lehren und dabei ein großartiger Erzähler und Schriftsteller. Ich habe viele seiner Bücher in meiner Jugend geradezu verschlungen, manches hat mich fasziniert, manches verschreckt. Eines seiner Werke, ein kleines Buch und doch riesig, sollte jeder unbedingt mindestens einmal im Leben gelesen haben, bevor er anfängt, an anderen Menschen herumzuerziehen, Sidharta. Und dabei belasse ich es.

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